Steckdosenadapter in Hongkong

Zu den Sachen, die man im Urlaub in Übersee ggf. mal dringend braucht, nicht so einfach findet und auch nicht trivial zu Hause bekommt (ok, für Hongkong wäre das drin gewesen), gehören Steckdosenadapter. In Hongkong gibt es einen Haufen Elektronikläden, aber die sind auf schnäppchenjagende Touristen ausgelegt und verkaufen solchen Kleinkrams in der Regel nicht. Einen Laden habe ich dann schlußendlich in Tsim Sha Tsui direkt am Hafen doch gefunden: Reptron Development Company Computer Equipment, Shop B2, 2/F., Star Computer City, 3 Salisbury Road, Star House, Tsim Sha Tsui, Kowloon. So, und damit kann die Quittung über 25 HKD jetzt auch in den Papierkorb …

Mehr zur Nichtigkeit der StVO-Novelle

Gestern hatte ich berichtet, daß das BMVBS die letzte StVO-Novelle für nichtig hält. Inzwischen gibt es einige vertiefte Informationen zu dem Thema:

In den nächsten Monaten dürfte es wohl zu den Detailfragen diverse Artikel in NZV und DAR geben …

Abzockversuche in China

Auf meiner Asien-Reise wurde ich in China mit einigen Abzockversuchen konfrontiert. Das kann nicht rein kulturell bedingt sein, denn in Hong Kong und Taiwan hab ich das nicht oder nicht in dem Ausmaß erlebt. Über die Gründe spekuliere ich vielleicht ein anderes Mal …

  • Als ich von Macao aus zu Fuß die Grenze nach Zhuhai überquert hatte, wollte ich mir dort eigentlich eine Prepaid-SIM-Karte besorgen. Dort ist eine große Markthalle mit allerlei Elektronik-Kram, da sollte es so etwas doch eigentlich geben, dachte ich mir. Nun, einen halbwegs offiziell aussehenden Laden gab es schon mal nicht, das war im wesentlichen eine chaotische Ansammlung kleiner Stände. Also bin ich zum erstbesten Verkaufsstand mit Handys und habe nach einer SIM-Karte gefragt. Die war dann auch ruckzuck ausgepackt und in meinem Handy, da wußte ich weder den Preis, noch hatte ich chinesisches Geld. Also bin ich erstmal zum Geldautomaten, in Begleitung des Händlers. Der wollte dann 800 Yuan haben. Auf Nachfrage bot er mir dann eine andere Karte für 300 Yuan an. Dann stellte er sich auf die Nachfrage, ob das Ding Internet kann, im wesentlichen blöd und demonstrierte mir, daß man die Karte tatsächlich anrufen konnte. Naja, letztendlich hab ich die Karte dann wieder rausgenommen, auf den Tische geschmissen und bin zu meinem Bus nach Guangzhou. Der Originalpreis sollte laut Lonely Planet bei unter 100 Yuan RMB liegen. Leider hab ich es dann nicht mehr geschafft, in China eine SIM-Karte zu kaufen …
  • Als ich nach meiner Ankuft in Beijing aus der Endstation des Airport Express (Dongzhimen) gekommen bin, wollte ich der Einfachheit halber ein Taxi zum gebuchten Redwall Hotel nehmen (dessen Name und Adresse ich mir am Flughafen auf Chinesisch hatte aufschreiben lassen). Also zur Straße und nach Taxis Ausschau halten. Als erstes wurde ich von Rikscha-Fahrern angesprochen. Nein danke. Der Taxifahrer (bzw. eher der Macker, der das Taxi-Kartell managed) ließ sich dann die Adresse zeigen. Vorschlag: 100 Yuan. Nein, das ist dann doch irgendwie arg überteuert. Also erstmal nach links gegangen und geguckt, ob da Taxis zu kriegen sind. Das war aber wohl die falsche Richtung, es wurde noch schlimmer. Also wieder zurück, neuer Versuch. 80 Yuan, oder ich solle einen Preis vorschlagen. “No meter.” Dann bin ich ein oder zwei Blocks in die andere Richtung gelaufen und habe (nach einem Einkauf bei 7Eleven) dann letztendlich ein Taxi bekommen. Der Preis für die paar km zum Hotel: 14 Yuan.
  • Der Lonely Planet warnte explizit für jungen Frauen, die alleinreisende Männer zu einem Gespräch überreden, in ein Restaurant ihrer Wahl “entführen”, wo diese dann mit einer Rechnung für eine Teezeremonie über 2000 Yuan konfrontiert werden. Eine Abwandlung davon hatte ich gleich nach dem Verlassen der Dongzhimen-Station: Zwei junge Frauen fragten mich, ob ich ihnen Essen kaufen könnte. Wer so gut Englisch spricht, muß vermutlich auch in China nicht verhungern … In der Verbotenen Stadt wurde ich auch mehrmals – ebenfalls von jungen Frauen – auf “Kunstausstellungen” hingewiesen. Offenbar auch so eine Nepp-Masche.
  • Am letzten Tag bin ich zur Mauer nach Simatai. Plan (laut Lonely Planet): Mit dem Bus nach Muyin downtown, von da ein Taxi, das 150 Yuan hin und zurück kosten soll. In der ersten Station in Muyin sagte mir dann jemand, hier müsse ich raus. Mir wurde erst nach dem Einsteigen erst so richtig klar, daß der offenbar gerade erst eingestiegen war (bzw. kurz in den Bus geschaut hat, ob dort Langnasen sitzen). Jedenfalls stand ich dann da in der Pampa (ein Gewerbegebiet an einer Schnellstraßenausfahrt), wo sonst nur diverse inoffizielle Taxen und ein Unterhändler für diese Taxen war. Interessante Masche … Naja, nach ein bißchen Handeln waren es dann 300 Yuan, was soll’s.

All das zeigt, daß man in China höllisch aufpassen muß, nicht übers Ohr gehauen zu werden. Ganz schön anstrengend auf die Dauer …

Paketversand in Taiwan

Ich habe mir heute für Springscream bei Carrefour ein Zelt und einen Schlafsack gekauft. Da ich die Sachen nicht auch noch mitschleppen will (mein Trekking-Rucksack ist eh schon vollkommen überladen), wollte ich sie per Post an John Boo (der Tauchbasisinhaber in Hengchung, zum Tauchen kommt noch ein Posting …) schicken (der das Zeug dann am Ende auch behalten kann. Aber wie? Eine Postfiliale zu finden reicht alleine nicht aus – eine war heute (Samstag) geschlossen, die am Hauptbahnhof hat keinen Paketservice. Also zur Hauptpost, ca. 500 m westlich vom Hauptbahnhof. Die hat Samstag tatsächlich bis 16:30 geöffnet. Erstmal 100 NT$ für die Box bezahlt – uff ist das teuer, dachte ich. Beim Ausfüllen hat der Postbeamte dann geholfen, und als ich die 100 NT$ Porto bezahlen wollte, brauchte ich nichts mehr zahlen – die 100 NT$ waren für Box und Porto. Das ist in der Tat günstig. Insgesamt ein ordentlicher Dienst, der über die einfache Basisleistung deutlich hinaus geht – nur etwas flächendeckender dürfte er sein, und zeitlich weniger eingeschränkt …

Springscream naht

Bald ist im Kenting-Nationalpark am Erluanbi-Leuchtturm wieder das jährliche Springscream-Festival. An meinem Geburtstag, dem 2. April 2010, gehe ich nochmal Tauchen, und dann sind drei Tage Party angesagt. Gerade suche ich noch nach den Info über das Camping, aber das wird schon klappen. Mein Ticket habe ich jedenfalls schon vor ein paar Tagen beim 7Eleven gekauft. Die Bandliste gibt es hier, und ich kenne von den Bands jedenfalls auf den ersten Blick keine einzige … Das wird sicher zu einigen CD-Käufen führen …

Disclaimer: Ich hatte ohnehin vor, da hinzugehen, aber diese Vorankündigung schreibe ich, um an der T-Shirt-Verlosung teilzunehmen.

Taroko

Nach zwei Tagen Taipei habe ich mich dann am Mittwoch auf nach Hualien an der Ostküste Taiwans gemacht. In der Nähe liegt die berühmte Taroko-Schlucht, die ich natürlich sehen mußte.

In Hualien war ich in einem netten Hostel, dem Colorful Taiwan Hostel, dessen Inhaberin ich über Couchsurfing gefunden habe. Sie kann ziemlich gut Englisch und einem Auskünfte geben und Sachen organisieren.

Den ersten Nachmittag habe ich erstmal ein wenig ausgeschlafen, Jetlag und so … Das Wetter war auch immer noch recht kühl. Am Abend waren wir dann zum Essen bei anderen Couchsurfern (davon zwei aus Europe).

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Meine Entscheidung, mit dem öffentlichen Bus nach Tiansiang (天祥) zu fahren und von da aus zurückzulaufen, war vermutlich etwas suboptimal, aber was soll's ... Am besten und günstigen ist wohl, einen Motorroller zu mieten, auch wenn das nicht mehr ganz legal ist, selbst mit internationalem Führerschein, danach kommen Taxi und Tourbus. Schade ist, daß viele Wanderwege entweder ganz geschlossen waren oder nur mit besonderer Erlaubnis zugänglich sind. Naja, die beeindruckende Schlucht an sich habe ich jedenfalls gesehen.

Am Freitag war ich dann mit dem Rad am Liyu Lake. Das Rad war ziemlicher Schrott, 200 NT$ waren eigentlich noch zuviel. Hier in Kenting bekommt man angeblich vernünftige Räder für 800 NT$ - für zwei Stunden. Radfahren in Taiwan mag zwar toll sein, aber man braucht dafür ein eigenes Fahrrad.

Am nächsten Tag bin ich dann weiter nach Taitung. Der ursprünglich Plan war, auf Green Island Tauchen zu gehen. Der mir empfohlene Tauchguide Eddy meinte aber, daß Green Island zur Zeit tot ist (also niemand dort ist). In der Tat mußte ich in Taitung feststellen, daß zur Zeit nur eine Fähre pro Tag nach Green Island fährt. Also habe ich nur eine Nacht in Taitung verbracht (die allerdings in einem sehr günstigen Hotelzimmer - nur 600 NT$) und bin dann auf Eddys Empfehlung weiter nach Kenting, wo ich jetzt ein paar Tage zum Tauchen bin. Dazu dann demnächst mehr.

Ankunft in Taiwan

Dank Winterwetter in Beijing bin ich ja mehrere Stunden verspätet in Taipei angekommen.

Ich glaube, bei der Einreise habe ich geringfügiges Mißtrauen erweckt: Ich hatte das Feld für den Rückflug nicht ausgefüllt, weil ich ja zwischendurch nochmal ausreisen will, außerdem hatte ich noch kein Hotel. Die Grenzpolizistin hat sich dann die Flugbuchung zeigen lassen (genau 30 Tage nach Einreise, die maximale Dauer für visafreien Aufenthalt …), das mit “You must really like Taiwan!” o.ä. kommentiert und als Adresse in Taiwan noch “Holiday Inn” eingetragen …

Als nächstes war dann erstmal eine SIM-Karte dran. Es ist die von Taiwan Mobile geworden, mit 5 Tagen Internet-Flat für 399 TWD (im Vergleich mit Deutschland relativ teuer, aber was soll’s …). Und dann brauchte ich – inzwischen war es schon fast 17 Uhr – ja auch noch ein Hotel. Das Bailee vom letzten Mal hatte nur noch Doppelzimmer für deutlich über 2000 TWD, das mußte dann doch nicht sein. Schließlich ist es für zwei Nächte das Dahshin Hotel Taipei geworden. Die Lage direkt an der Zhongshan N. Rd. war zwar super, das Zimmer an sich sollte sich aber leider als ziemlićh dürftig herausstellen: Innen ohne Fenster, keine Duschkabine oder Badewanne, so daß man beim Duschen das komplette Bad unter Wasser setzt, und eine Klimaanlage, deren Temperatur sich nicht einstellen ließ (bei den Außentemperaturen ist Klimaanlage irrelevant, aber Lüftung muß schon sein …). Letzteres hat meine Erkältung dann eher verschlimmert.

Das mobile Internet funktioniert zumindest in der Stadt einwandfrei, auch das Hochladen von Fotos auf Flickr ist problemlos. In den Bergen (in der Bahn, nicht bei Wandertouren auf abgelegenen Pfaden) schwächelt es allerdings ein wenig, jetzt an der Ostküste geht es allerdings wieder gut.

Das Wetter hier ist leider miserabel, momentan sind draußen 9 °C (nochmal ein paar Grad weniger als bei der Ankunft). Mal sehen, ob das noch besser wird.

National Palace Museum

Gerade war ich im National Palace Museum, das ich auf meinen bisherigen Taiwan-Reisen irgendwie immer verpaßt habe. Und es war wesentlich weniger langweilig, als ich befürchtet hatte: Bei weitem nicht nur eine Aneinanderreihung von Kalligraphien, Gemälden und Kunsthandwerk, sondern eine gutgemachte, modern präsentierte Ausstellung, bei der die ganzen Artefakte in die soziokulturellen und politischen Gegebenheiten der jeweiligen Epoche eingeordnet wurden.

Blick aus dem National Palace Museum auf die gegenüberliegenden Hochhäuser

Danach war ich noch kurz in einer kostenlosen Kunstausstellung gegenüber, die ich beim Aussteigen aus dem Bus bemerkt hatte: “Three Youths of the Taiwan Official Fine Arts Exhibition”, organisiert von der Taiwan Soka Association. Das war moderne (20. Jahrhundert) Kunst von drei Künstlern, die in ihrer Jugend während der Zeit, als Taiwan zu Japan gehörte, Preise gewonnen hatten: Chen Chin, Lin Yu-Shan und Kuo Hsueh-hu. Eine Privatführung habe ich gleich auch noch bekommen.

Und jetzt sitze ich bei Meet Fresh und bin satt. Hier gibt es typisch taiwanische Sachen wie Taro mit roten Bohnen oder Herb Jelly …

Air China, die Zweite

Hier die versprochene Fortsetzung zum ersten Artikel:

Die Studentengruppe (von der ich mitbekommen habe, daß sie wohl in irgendeinem Dorf bei einem Praktikum o.ä. sind) hat dann auch irgendwann Ruhe gegeben. Dafür konnte ich meine Bordkarte für den Anschlußflug nicht mehr finden (die ich raussuchen wollte, um die Flugnummer in den Gesundheitsfragebogen einzutragen). Erstmal ewig in allen Rucksack- und Jackentaschen rumgesucht, bis ich dann irgendwann die Stewardess gefragt habe, ob das ein Problem ist. Die hat dann den Chefsteward (vermutlich) geholt, der dann meinte, ich müsse dann einfach nach der Landung zum Transfer Desk. Kurz vor der Landung habe ich die Bordkarte dann natürlich doch noch gefunden … Viele Taschen sind nervig, man weiß nie, wohin man etwas gesteckt hat. Das zweite Essen war auch ganz brauchbar, Pfefferrind oder so … Bei der Ankunft am Beijing Capital International Airport gab es dann eine Überraschung: Erst einen Hinweis, daß man sich etwas überziehen soll und dann dieser Anblick:

Schnee auf dem Beijing Capital International Airport

Bei der Ankunft war mir dann erstmal nicht so richtig klar, wo ich hin muß: Auf den Monitoren stand mein Anschlußflug noch nicht (also keine Spur vom gesamten Flug, nicht nur kein Gate …) und der Wegweiser sagte “International Transfers”. Kann man da nicht klarstellend “auch Hongkong, Macao und Taiwan” hinzufügen?

Beim Transfer Desk war recht schnell eine lange Schlange, das wäre knapp geworden (wenn der Anschlußflug pünktlich gewesen wäre). Die Gesundheitsfragebögen wurden tatsächlich eingesammelt, und danach kam das große Anstellen: Extrem lahme Paßkontrolle für den Transit, danach noch eine Sicherheitskontrolle (die ging allerdings zügig, und mein Flüssigkeitenbeutel mit dem ausgelaufenen Mückenschutzmittel war auch kein Problem – das hätte ich ja schon vorher entsorgt, wenn es vorher ein Waschbecken zum Abwaschen des restlichen Zeugs gegeben hätte …). Am Gate kam ich dann kurz vor geplantem Abflug an, von Boarding war aber nichts zu sehen. Irgendwann dann eine Ansage, daß es für den verspäteten Flug am Gate Essen gibt. Angestellt, als ich fast dran gewesen wäre, ging dann doch das Boarding los. Allerdings standen wir dann noch mindestens zwei Stunden (mit Passagieren an Bord) rum und warteten auf das Enteisen des Fliegers … Jedenfalls bin ich dann mit mehr als 3 Stunden Verspätung doch noch in Taipei angekommen …

Air China

Während ich das hier schreibe (jedenfalls den ersten Entwurf) sitze ich in einem Air-China-Flug von Frankfurt nach Beijing.

Nach gut eineinhalb Stunden Flug kann ich schonmal zusammenfassend sagen: Weitgehend straightforward, smooth, and efficient. Perfektionierungspotential ist allerdings noch vorhanden ;-)

Am Flughafen war ich deutlich mehr als zwei Stunden vor Abflug, da wurde der Flug noch nichtmal auf den Monitoren angezeigt. Also die Zeit mit einem Telefongespräch vertrieben, danach wurde der Flug dann auch angezeigt. Das Einchecken war problemlos und in fünf Minuten erledigt. Mein Trekking-Rucksack war angeblich mal den ganzen losen Bändseln etc. problemlos – ich hoffe, der kommt heil an …

Danach habe ich mich dann in den McDonald’s gesetzt und die Zeit mit ein wenig Arbeit (nein nein, keine Arbeit-Arbeit, sondern Freizeit-Arbeit) vertrieben. Als ich damit fertig war, war es schon ca. 13:45 Uhr, 25 Minuten vor Boarding. Also im Sprint auf den Weg gemacht, man weiß ja nie, wie lange man für Paßkontrolle und Security braucht, und über was für Umwege man im Frankfurter Flughafen geschickt wird.

Am Tisch vor der Sicherheitskontrolle habe ich noch schnell den flüssigen oder halb-flüssigen Teil der Reiseapotheke in den transparenten, verschließbaren Beutel mit einem Volumen von maximal einem Liter gepackt (ich habe ja immer noch vor, irgendeine Flüssigkeitsbehältnis von der Bundespolizei förmlich und schriftlich (Fortsetzungsfeststellungsinteresse und so …) zurückweisen zu lassen und dann Widerspruch und Fortsetzungsfeststellungsklage zu erheben, aber dieses Mal siegte mal wieder die Bequemlichkeit, insbesondere, da ich innerhalb üblicher Rechtsmittelfristen eh nicht wieder zurück in Deutschland sein werde), und dann ab und weiter … Die Sicherheitskontrolle hat vielleicht fünf Minuten gedauert, die Paßkontrolle 20 Sekunden.

Am Gate kam ich dann deutlich vor dem Boarding an, Zeit, nochmal das Netbook auszupacken. Zeitungen gab es ausreichend, Lufthansa-Service halt :-) . Mit ein wenig Abwarten nach dem Aufruf zum Boarding reduzierte sich das Schlangestehen auf wenige Minuten – halt das, was einen Linienflug von Ferienfliegern oder Ryanair unterscheidet. Wenn ich eh einen Gangplatz habe, sehe ich auch keinen Grund, als einer der ersten einzusteigen – das senkt nur die Gesamteffizienz des Boardings, wenn dann doch noch jemand an mir vorbei will.

Das Deutsch im Video mit den Sicherheitshinweisen war verbesserungsfähig, was verwunderlich ist – bei einer Live-Ansage hätte ich es verstanden, aber ein Video kann man einmal ordentlich aufnehmen, und dann ist die Sache erledigt. Vorbildlich war, daß darauf hingewiesen wurde, daß die Einfuhr von tierischen Erzeugnissen, Schnittblumen etc. in China verboten ist. Diese Einfuhrbeschränkungen bestehen ja im Grunde überall auf der Welt, auch in der EU. In der EU sind die Fluggesellschaften laut einer Richtlinie verpflichtet, die Fluggäste auf diese Regelungen hinzuweisen – aber so eine Ansage habe ich noch nie erlebt (stattdessen 2006 eine lange Schlange in Frankfurt, weil man in Vogelgrippe-Panik meinte, jeden Passagier einzeln fragen zu müssen, ob er diese Vorschriften eingehalten hat – gaga [Verlinkung auf Post von damals!]).

Vor dem Essen gab es erstmal einen Getränkeservice. Da war ich etwas zu zurückhaltend und habe mir nur einen Becher geben lassen – im Gegensatz zu den Passagieren neben mir, die zwei oder teilweise drei Becher hatten. Zum Essen gab es die Auswahl zwischen Rind und Huhn. Ich hatte ja auf etwas Asiatisches gehofft, aber es gab Rindergulasch mit Kartoffelgratin – war aber ganz ok. Rest des Menüs siehe Foto.

erstes Essen auf dem Air-China-Flug von Frankfurt nach Beijing

Etwas nervig war, daß der Passagier vor mir schläft (ok, kein Problem) und das auch während des Essens schon tat und seinen Sitz zürückgeklappt hatte. Aber wegen sowas wecke ich den nicht, ging auch so.

A propos andere Passagiere: Etwas nervig sind die beiden jungen Männer neben mir, die sich die ganze Zeit lautstark unterhalten, auch mit den beiden jungen Frauen in der gleichen Reihe auf der anderen Seite des Flugzeugs … Naja, inzwischen (also nach der Startphase) habe ich Musik an, und irgendwann werden die hoffentlich auch schlafen.

In dem Zusammenhang: Spiele im Board Entertainment, die ständiges Klicken erfordern (im vorliegenden Fall wohl irgendein Ballerspiel mit Raumschiffen oder so), können für andere Fluggäste sehr nervig sein.

Beim zweiten Getränkeservice nach dem Essen war ich dann weniger zurückhaltend: Orangensaft, chinesisches Bier und (wenn ich das richtig verstanden habe) chinesischer Cabernet Sauvignon. Und ansonsten wird es hoffentlich auch möglich sein, während des Fluges Getränke und kleine Snacks zu bekommen,

Yan Jing Beer

Ǵerade eben wurden Einreisekarten und Health Declaration Forms verteilt. Ich habe darauf hingewiesen, daß ich einen Anschlußflug habe und nicht einreise. Daraufhin hat die Stewardess die Einreisekarte wieder mitgenommen, aber mir den Fragebogen dagelassen. OK, werde ich bei Gelegenheit ausfüllen, mal sehen ob ich das dann brauche. In der Tat macht es allerdings Sinn, das von allen Fluggästen zu verlangen, wenn es darum, Krankheiten, die sich ggf. während eines Fluges ausgebreitet haben, nachzuverfolgen.

Zwischen den Sitzen sind hier irgendwelche Steckdosen, aber die sind wohl (laut nicht komplett verständlicher Auskunft der Stewardess) nicht geschaltet. Gut so, dann brauche ich mich nicht ärgern, keinen passenden Adapter zu haben. Und was ich bei China Airlines sehr angenehmt fand und hier fehlt: Latschen, wenn man in der Kabine rumlaufen will und keine Lust hat, dafür extra wieder die Schuhe anzuziehen.

Womit ich beim letzten Punkt wäre: Für Getränkebestellungen reichen die Englischkenntnisse des Kabinenpersonals, für vieles, was darüber hinausgeht, leider nicht mehr …

Soweit der Bericht nach zwei Flugstunden – wenn es noch mehr interessantes gibt, wird das ein weiteres Posting.

Brüssel

Die letzte Woche war ich auf Dienstreise in Brüssel.

Die Preise in dieser Stadt sind echt verdorben durch die ganzen EU-Lobbyisten (und was sich da sonst so rumtreibt). Unser Hotel hat 90 € pro Nacht gekostet, immerhin incl. Frühstück. Das Frühstück war so la-la (nichts Außergewöhnliches, aber immerhin gab es ordentliches Brot). Aber der sonstige Service dieses Hotels war unterirdisch. Der Aufzug funktionierte nicht so richtig, die Treppe war steil und eng und hatte diverse Türen auf dem Weg in den 2. Stock. Im Badezimmer leckte mein Waschbecken und der Duschkopf ließ sich nicht arretieren. Die Klimaanlage hatte irgendjemand auf 18° C eingestellt, was aber eh keinen Unterschied machte: Bei dem Wetter braucht man eine Heizung, und als solche funktionierte die Klimaanlage offenbar nicht. Den elektrischen Heizlüfter im Bad habe ich erst in der zweiten Nacht bemerkt, der funktionierte immerhin halbwegs. Und das (schweineteure, 20 € für zwei Tage …) Internet funktionierte nur sehr unzuverlässig. Das Beste war aber, daß am zweiten Tag meine Codekarte nicht funktionierte. Als ich an der Rezeption war, wurde sie dann ohne Überprüfung neu auf die von mir genannte Zimmernummer kodiert – da hätte also auch irgendjemand anders kommen können. Der Name dieses Traumhotels: Floris Ustel (in Midi).

Immerhin hatte ich diesmal einen Weg vom Hotel zum Ort des Meetings (VUB und Beaulieu), auf dem kein Bus und keine Straßenbahn nötig war. Metro und Pre-Metro fahren zuverlässig (auch wenn sie zur Rush Hour gnadenlos voll sind), Bus und Straßenbahn stehen dagegen gerne mal im Stau.

“Mal schnell” mit den Kollegen etwas zu Abend essen ist auch nicht so einfach möglich: Am ersten Abend haben wir uns um 20:00 verabredet, um 20:30 ein Restaurant gefunden und waren dann um 23:30 fertig … Am zweiten Tag haben wir auf dem Weg von der VUB zur Metro bei einem Inder gegessen, was auch immerhin zwei Stunden gedauert hat. Am Mittwochabend war es dann Pasta in einem Schnellrestaurant, das ging dann halbwegs zügig.

Die tollen Sandwich-Lunches, die vom Gastgeber geordert wurden, ärgern mich auch: Für den Gegenwert von wenigen Euro gehen mir da Reisekosten (Verpflegungsaufwand) von mindestens 10 Euro durch die Lappen, und wirklich satt wird man von sowas auch nicht … Immerhin konnten/mußten wir uns am Donnerstag bei der Kommission unsere Sandwiches selbst kaufen, für ca. 2,50 Euro … Der Tagegeldanteil, der mir für die Abendessen noch bleibt, deckt den Mehraufwand fürs Abendessen jedenfalls nicht ansatzweise ab.

Immerhin ist das Review, das ja Anlaß der Reise war, zufriedenstellend gelaufen.

Easy Order

Gestern auf dem Flughafen Frankfurt war ich noch kurz bei McDonald’s, um bei einer Kleinigkeit zu essen (einem Salat) und koffeinhaltigen Getränken noch ein paar Sachen für das Bundesschiedsgericht zu erledigen.

Jeder kennt das wohl: Man steht in der Schlange, sieht die Preisliste nicht so richtig und überlegt, was man eigentlich haben will. Bei diesem McD gab es nun Abhilfe für dieses Problem: Bestellautomaten. Man stellt auf einem Touchscreen seine Bestellung zusammen, bezahlt mit Karte (auch gängige Kreditkarten, aber das mag wohl daran liegen, daß dieser McD halt in einem internationalen Flughafen ist.

"Easy Order"-Automaten bei McDonald's in FRA

Die Menüstruktur (also im Wesentlichen die Darstellung der Speisekarte) war übersichtlich gegliedert, der Zahlungsvorgang problemlos. Am Ende gab es eine Quittung zum Abholen der Bestellung (an einer eigenen Kasse, an der im Gegensatz zu den anderen Kassen keine Schlange war). Während ich mich noch fragte, wo die Nummer auf dem Bon angezeigt bzw. aufgerufen wird, bemerkte ich, daß die schon dabei (bzw. fast fertig) waren, meine Bestellung zusammenzustellen. Keine Minute später hatte ich mein Essen.

Eine tolle Erfindung (jedenfalls in Fast-Food-Restaurants), die sich hoffentlich durchsetzt.

IPTV mit Alice HomeTV

Seit gestern funktioniert mein Alice HomeTV. Damit habe ich einen Haufen Sender, darunter auch die HD-Kanäle von ARD, ZDF und ARTE. Sieht schon toll aus, und das funktioniert soweit auch einwandfrei. Da hat man wieder das Gefühl, daß man für die Rundfunkgebühr auch etwas bekommt. Der Receiver allerdings ist bei Kanalwechseln und in der GUI äußerst lahm – was angeblich nicht am Netz an sich liegt. Freie/ungebrandete Receiver gibt es auf dem Markt nicht … Naja, das sind halt die Nachteile, die man als early adopter ertragen muß … Bei Gelegenheit muß ich es mal mit dem PC ausprobieren, und das Multicast-Routing auf dem dd-wrt ausprobieren.

Sicher Radfahren als Titelthema

Mein Artikel zum Thema “Mehr Sicherheit für Radfahrer – Der Steinige Weg durch die Instanzen” (Kurzfassung: “Sicher Radfahren”) ist jetzt in einer Kurzversion in der gedruckten Umwelt & Verkehr Karlsruhe (Auflage: 2000 Exemplare) und in Kurz- und Langfassung auch online erschienen. Hoffen wir, daß das hilft, das Thema Radwegbenutzungspflicht stärker zu thematisieren.

ADFC-Aktivenforum

Am Wochenende war ich beim ADFC-Aktivenforum in Oberwesel am Mittelrhein. Die Workshops dort haben relativ wenig Neuigkeitswert für informierte Zeitgenossen. Aber es ist eine gute Gelegenheit zum Netzwerken und durch Fragen und Diskussionsbeiträge dafür zu sorgen, daß die vermittelten Inhalte in die richtige Richtung gehen.

Als erstes habe ich einen Workshop zum Thema “Satzung und Gemeinnützigkeit” besucht. Es ging darum, was zu beachten ist, damit Gliederungen (insbesondere Kreisverbände) als gemeinnützig anerkannt werden. Jetzt weiß ich auch, warum man den ADFC-Mitgliedsbeitrag nicht absetzen kann: Zunächst natürlich wegen der enthaltenen nahezu wertlosen Versicherungen, aber auch, weil Vereinszweck die Förderung des Sports ist.

Der zweite Workshop war zu den neuen ERA der FGSV. Dort konnten ich und andere zumindest herausstellen, daß es für die dort enthaltenen Einsatzgrenzen zwischen Mischverkehr, Teilseparation und Vollseparation keine empirische Grundlage gibt, und daß die Kriterien für die Vollseparation nicht geeignet sind, eine Verkehrsbeschränkung mit den Anforderungen des § 45 Abs. 9 StVO zu begründen.

Der dritte Workshop schließlich war zur ADFC-Vision für 2020. Sauer aufgestoßen sind mir da die “Professionalisierung” der Arbeit (der Bundesgeschäftsstelle und dem Bundesvorstand ist es ja vielfach jetzt schon egal, was die BHV beschließt – vgl. verstärkter Einsatz für Radfahren auf der Fahrbahn und gegen Helmpflicht) und das angestrebte “Kompetenzmonopol” – mit meinem Menschenbild und meiner Vorstellung von einer pluralistischen Gesellschaft ist das nicht vereinbar. Daß Hauptamtliche die inhaltliche Arbeit an sich reißen und nach Gutdünken schalten und walten, habe ich auch woanders schon erlebt.

Ansonsten gab es ein halbwegs nettes Abendprogramm am Samstag (Vortrag über eine Deutschland-Umrundung, mit musikalischer Begleitung) und einen Vortrag zum sicheren Radfahren am Sonntagmorgen. Am Samstagmorgen wurde der ADFC-Monitor vorgestellt, und was am Freitagabend war, habe ich vergessen.

Die Mittelrheinbahn ist ganz ok – aber sauberere Toiletten als die DB hat sie auch nicht. Auf der Hinfahrt wurden wir von einem IC überholt, mit entsprechender Verzögerung, auf der Rückfahrt von zwei Güterzügen, was den Zugführer zur Ansage “Der DB sind Güterzüge offenbar wichtiger als Personenzüge.” bewegte. Der Fußweg auf den Berg und wieder runter hat noch einigen Muskelkater hinterlassen …

Ubuntu aufs Netbook

Vor einigen Tagen habe ich mein Netbook (Asus eeePC 1005 HA-M) bekommen. Das wurde zwar mit Win 7 Starter geliefert, aber das muß ja nicht sein … Ein Linux sollte rauf, und zwar ein weniger Frickliges. Meine Wahl fiel auf Ubuntu, von dem es auch ein Netbook Remix gibt. Außerdem sollte die Festplatte verschlüsselt sein.

Damit schied das Installationsimage von Ubuntu Netbook Remix schon mal aus – das hat nur den grafischen Installer. Für Verschlüsselung braucht man aber auf jeden Fall der textbasierten Alternate Installer. Also das Image für i386 runtergeladen. Da ging dann der Streß los: usb-creator gibt es unter Gentoo als Paket nicht. Die Alternative Unetbootin funktionierte irgendwie nicht richtig. Also Unetbootin auf dem Netbook unter Windows ausgeführt. Da habe ich auch erst gedacht, das ist abgestürzt. Beim zweiten Mal hat es dann über zwei Stunden gebraucht, um aus dem ISO-Image einen bootfähigen USB-Stick zu erstellen. Irgendetwas muß da richtig schlecht programmiert sein – Dateien aus einem ISO-9660-Dateisystem zu extrahieren, ist jedenfalls keine rocket surgery.

Dann konnte es also losgehen mit der Installation. Ein kleines Problem gilt es zu umschiffen:

If you get “Incorrect CD-ROM detected” error on detection stage, reboot, press F6 and then ESC to go to manual boot line editing, and add the option ‘cdrom-detect/try-usb=true’. On Ubuntu 9.10 server edition the install menu will be shown right after reboot. Chose “Help” and then press F6. At the boot prompt type “install cdrom-detect/try-usb=true” and hit enter.

Steht auch in der Anleitung. Das Partitionierungstool funktionierte so reibungslos, wie ich es von einer Serverinstallation vor Kurzem in Erinnerung hatte. Für WLAN muß man in der Tat das Paket mit dem Treiber (über Kabel-LAN) nachinstallieren, wie ebenfalls in der Anleitung beschrieben:

9.10 Netbook Remix does not bring up Broadcom WIFI automatically. Poll and install a few packages manually with dpkg to get networking up. https://bugs.launchpad.net/ubuntu/+source/jockey/+bug/449268.

Alles in allem relativ schmerzfrei. Die nachträgliche Installation der Netbook-Zusätze war auch problemlos.

SIM-Karte ist voll

Schon vor einigen Tagen fing mein HTC Hero an, mich mit “SIM-Karte ist fast voll.” zu nerven. Heute war es dann so weit: “SIM-Karte ist voll.” Das führte zu nervigen Benachrichtigungen mehrmals pro Minute.

Wie löscht man die Nachrichten also? Ein Programm dafür gibt es nicht. Der einzige Weg ist offenbar, die Benachrichtigung anzutippen, dann werden die Kurznachrichten auf dem SIM aufgerufen und man kann sie löschen oder aufs Telefon kopieren. HTH.

Schornsteinfeger ohne Rechnung

Heute war ein Zettel vom zuständigen Bezirksschornsteinfeger an der Haustür, daß er nächste Woche kommt. Soweit kein Thema. Allerdings war noch ein handschriftlicher Vermerk drauf: “Es wird bar kassiert!”.

Das wird natürlich nicht, denn die Rechnung läßt sich steuerlich nur absetzen, wenn sie per Überweisung bezahlt wird. Daß der Schornsteinfeger keine Barzahlung verlangen kann, hat mir letztes Jahr schon die Innung bestätigt. Also habe ich angerufen, was das soll. Erstmal darf ich gändigerweise natürlich doch per Rechnung zahlen. Aber der Hinweis steht da, weil das ja sonst so ein Aufwand wäre, wenn man jedem eine Rechnung schreiben muß … Ähm, bitte was wird das denn? Umsatzsteuerhinterziehung?

Headset

Bei diversen Telefonkonferenzen habe ich gemerkt, daß meine Ausstattung doch etwas unzureichend ist. Also habe ich mir ein Headset besorgt. Im Mediamarkt sind die auch eingepackt, also habe ich bei Amazon ein vernünftig Aussehendes rausgesucht: Nokia BH-216. Beim Versuch, das an meinem eeePC 1050 HA-M habe ich festgestellt, daß der leider kein Bluetooth unterstützt. Irgendwie war ich fest davon ausgegangen, daß er das auf jeden Fall kann. Erst habe ich geärgert, daß sich das Ding mit einem abstehenden Bluetooth-Stick nicht vernünftig wird betreiben lassen. Aber dann habe ich gemerkt, daß es einen Haufen Dongles gibt, die kaum abstehen, zum Beispiel den hier. Kommt demnächst, und dann klappt hoffentlich alles. So lange kann ich es jedenfalls schonmal am Telefon ausprobieren.