Makler und Vermieter

Wie vielleicht einige schon mitbekommen haben, arbeite ich jetzt in Hannover. Demnächst werde ich meine Karlsruher Wohnung dann auch endgültig aufgeben.

Meinen Vermieter hatte ich schon vor der Kündigung per Mail informiert, dass ich “gegen Jahresende” ausziehe. Darauf gab es erstmal gar keine Reaktion. Ende August habe ich dann fristgerecht zu Ende November gekündigt. In dem Schreiben habe ich dann auch mitgeteilt, dass ich die Wohnung demnächst aufräumen werde (vor einem Monat auch geschehen) und Besichtigungen gerne auch in meiner Abwesenheit geschehen können. Darauf bekam ich dann auf meine Mail (siehe oben) auch eine Antwort, mit Nachfragen, was von der Küche und an sonstigen Sachen in der Wohnung bleiben würde. Er (der Vermieter) würde demnächst den gleichen Makler beauftragen, über den auch ich damals die Wohnung gemietet habe. Soweit ok. Aber dann passierte erstmal nix. Diese Woche meldete sich dann der Makler. Ob ich denn Freitag Zeit für eine Besichtigung hätte. Ähm, nein. Ich würde zwar am Wochenende nach Karlsruhe kommen, aber erst abends. Dann vielleicht Samstag. Ähm, nein. Auch wenn ich in Karlsruhe bin, würde ich nur ungern jetzt schon mein Wochenende für irgendwelche Besichtigungen verplanen. Er könne das aber auch gerne ohne mich machen, die Wohnung sei auch halbwegs aufgeräumt (sie ist sogar ziemlich sehr aufgeräumt, hatte ich gar nicht mehr in Erinnerung). Hmm, ja, aber er habe gar keinen Schlüssel. Also habe ich ihm mitgeteilt, dass aber der Vermieter einen habe. OK, dann würde er da mal Kontakt aufnehmen.

Meine Güte, reden die Leute auch irgendwie miteinander? Wenn ich dem Vermieter mitteile, dass er Besichtigungen gerne ohne mich durchführen kann, ist es doch nicht völlig abwegig, dass er das auch dem Makler mitteilt. Und der Makler hat offenbar schon einen ersten Interessenten, war aber noch nicht (für Fotos beispielsweise!) in der Wohnung. Der Vermieter anscheinend auch nicht – dabei wäre es ja nicht völlig abwegig, den Quasi-Leerstand für eine Besichtigung und eventuell notwendige Instandhaltungsarbeiten zu nutzen.

Die Haltung sowohl von Vermieter als auch Makler scheint hier aber eher “Gebt mir das Geld und lasst mich in Ruhe.” zu sein :-/

Die Absurdität des Parkraummarktes

Ein großes Thema in der Stadtplanung etc. ist ja der angebliche Parkraummangel in den Städten, insbesondere den innenstadtnahen Bezirken. Das hat zu zweifachem Gegensteuern geführt:

  • Die Gemeinden können für Neubauten Stellplatznachweise verlangen und tun das in der Regel auch. Die Anforderung ist wohl in der Regel, jedenfalls im Geschosswohnungsbau, dass ein Stellplatz pro Wohneinheit vorhanden ist. Alternativ sind manchmal auch Ausgleichszahlungen des Bauherrn an die Gemeinde möglich.
  • Bauträger gegen wegen des vermeintlichen Parkraummangels davon aus, dass Wohnungen ohne zugehörigen Stellplatz sich nicht vernünftig absetzen lassen. Ebenso gehen Käufer, die die Wohnung hauptsächlich als Geldanlage sehen, davon aus, dass sie sich ohne Verfügbarkeit eines Stellplatzes schlechter vermieten bzw. ggf. irgendwann in der Zukunft schlechter verkaufen lässt.

All diese Leute nutzen aber weder die Wohnung noch den zugehörigen Stellplatz. Und das führt dann dazu, dass die Erwägungen tatsächlich auf dem skizzierten, abstrakten Niveau bleiben. Das führt dann zu folgendem:

  • Der Gemeinde ist es vollkommen egal, wie der Stellplatz aussieht. Jedenfalls macht sie keine weiteren Vorgaben.
  • Dem Bauträger ist es ebenfalls egal, wie der Stellplatz aussieht. Er will aber möglichst viel daran verdienen.
  • Der Käufer der Wohnung interessiert sich ebenfalls nicht sonderlich dafür. Er muss aber eh einen Stellplatz abnehmen, und möchte nicht allzu viel dafür ausgeben.

Das Ergebnis ist dann eine Tiefgarage, bei denen es ein paar “Luxus”parkplätze gibt, die überwiegende Mehrzahl aber die gesetzlich und nach irgendwelchen Normen vorgesehenen Mindestmaße hat. Besonders hervorzuheben sind sog. Doppelparker, zum beispielweise der hier.

Sowas haben wir auch hier in der Tiefgarage, und ich war gezwungen, einen entsprechenden Stellplatz mitzumieten. Am Anfang konnte ich den untervermieten, jetzt zahle ich seit über einem halben Jahr 30 € im Monat für einen Stellplatz, den ich nicht nutze. Nun will ich mir ein Auto anschaffen (günstig von einem Verwandten …) – und muss feststellen, dass es in diesen Doppelparker nicht reinpasst. Ich werde also 30 € im Monat für einen Stellplatz, den ich nicht nutze, bezahlen müssen, außerdem 30 € im Jahr für eine Bewohnerparkerlaubnis, und obendrein ist das Auto dann dem Wetter ausgesetzt, mit dem Ergebnis eines erhöhten Verschleißes. Dem Augenschein nach sind übrigens deutlich über die Hälfte der Stellplätze in den Doppelparkern nicht benutzt. Interessant wäre es, mal zu beobachten, wie viele dauerhaft nicht benutzt werden.

Im Ergebnis ist jedenfalls festzuhalten: Es wird für viel Geld eine Tiefgarage gebaut. Statt dort komfortabel nutzbare Parkplätze einzurichten, werden aufgrund regulatorischer Zwänge und einem irrationalen Verhalten der relevanten Marktteilnehmer doppelt so viele Parkplätze eingerichtet, die dafür gar nicht mehr nutzbar sind. Also eine Investitionsruine.

Bloß: Wie kommt es dazu eigentlich?

  • Wurde die Nachfrage an Stellplätzen überschätzt?
  • War es vielleicht vor 10 Jahren wirklich noch nicht absehbar, dass viele Autos gar nicht in die damals installierten Parksysteme passen?
  • Haben die Beteiligten vielleicht einfach versucht, ihren Gewinn zu maximieren, ohne ausreichend nachzudenken?

Oder was könnten sonst die Gründe sein, die zu so einem absurden Ergebnis führen? Und wie kann man da gegensteuern?

Tipps bei der Anschaffung eines Kleiderschranks

Nachdem ich an meinem Kleiderschrank einiges umgestalten und umräumen möchte, weil ich mit dem aktuellen Zustand nicht komplett zufrieden bin, und ich mich auch mit einem Kollegen, der vor einem Umzug und der Anschaffung eines neuen Schrankes steht, über das Thema gesprochen habe, möchte ich hier einige methodische Tipps für Anschaffung und Einrichtung eines Kleiderschranks zusammenstellen. Ich selbst habe von IKEA den PAX mit UGGDAL-Schiebetüren. Daher werde ich im Folgenden öfter mal auf meine (auch negativen) Erfahrungen damit eingehen.

Größe: Wenn nicht gerade der Platz in der Wohnung äußerst knapp ist, spricht meines Erachtens nichts dagegen, den Schrank großzügig zu dimensionieren. Zwei Meter Breite sind meines Erachtens auch für eine Person nicht übertrieben. Von der Höhe sollte der Schrank bis knapp unter die Decke gehen. 237 cm ist beispielsweise das, was IKEA im Sortiment hat. Der einzige vernünftige Grund, warum man einen Schrank nicht zur Decke reichen sollte, ist, dass man noch etwas drauflegen möchte. Das (beispielsweise Bettwäsche, einen Schlafsack, oder ähnliche Sachen, an die man selten ran muss), kann man dann aber auch in den Schrank nach ganz oben legen. Dort sieht es weniger plünnig aus und staubt nicht zu.

Türen: Prinzipiell gibt es hier die Wahl zwischen normalen Klapptüren und Schiebetüren. Sicher gibt es auch noch exotischere Varianten, aber auf die werde ich hier nicht eingehen. Schiebetüren haben den Vorteil, dass sie weniger Platz verbrauchen und einfach “cool” sind. Bei IKEA gibt es verschiedene Glasschiebetüren, die halbwegs spiegeln (wenn man sie regelmäßig putzt). Was mir erst später aufgefallen ist, ist, wie sehr auch bei der recht dunklen UGGDAL der Schrankinhalt durchscheint. Bei beiden Türarten sollte man wohl das Öffnungs- und Schließverhalten genau prüfen. Bei Klapptüren kommen ggf. Druckluftdämpfer in Frage. Schiebetüren haben den Nachteil, dass man sie beim Öffnen manuell anstoßen und bremsen muss – oder gibt es (zumindest für das zielgenaue Bremsen) auch schon praktisches Zubehör? Ein weiterer Nachteil bei Schiebetüren ist, dass man nur eine Seite des Schrankes gleichzeitig öffnen kann (was die Aufteilung des Schrankinhaltes noch wichtiger macht, dazu unten mehr). Und wenn man Schubladen hat, muss man die Schiebetür komplett öffnen (siehe oben …), um die Schublade herausziehen zu können. Fazit: Schiebetüren sind zwar nett und erscheinen auf den ersten Blick als Nonplusultra. Aber sie haben einige nicht ganz offensichtliche unpraktische Seiten. Ein Tipp von einer Bekannten war übrigens noch, komplett verspiegelte Türen zu nehmen – damit spart man sich einen gesonderten Spiegel.

Horizontale Aufteilung: Bei der horizontalen Aufteilung sollte man darauf achten, dass man bei üblichen Abläufen nicht ständig zwischen beiden Schrankteilen hin- und herwechseln muss (insbesondere bei Schiebetüren, siehe oben). Beispielsweise wird man wohl nicht jeden Morgen eine frische Hose oder einen frischen Pullover anziehen. Aber Unterwäsche, Socken und T-Shirts sollten sich schon im selben Schrankteil befinden. Ähnliches gilt beispielsweise für Sportsachen – Handtücher, Bademantel und Badehose sollten im gleichen Teil sein.

Vertikale Aufteilung: Auf einer Seite braucht es eine Stange, an die man Kleiderbügel hängen kann. Die sollte in eine Höhe, in der man (gerade noch) bequem rankommt. Wenn es mehrere Nutzer gibt, sollten die natürlich alle noch rankommen. Darüber kommt dann einfach ein Brett. Das ist die Höhe, wo man ohne Stuhl, Leiter o.ä. nicht mehr rankommt. Es ergibt sich also ein Fach, dass ideal für selten genutzte Gegenstände geeignet ist, beispielsweise zusätzliche Bettwäsche, Schlafsack o.ä. (je nach Verfügbarkeit von sonstigem Stauraum also durchaus für Sachen, die jetzt nicht typisch für einen Kleiderschrank sind). Aus Symmetriegründen macht man das Gleiche dann einfach auch auf der anderen Schrankseite. Unter Kleiderstange sollte ausreichend Platz zum Aufhängen auch längerer Kleidungsstücke (beispielsweise eines Bademantels oder auch eines Abendkleides sein). Und wenn man sich entscheidet, beispielsweise einen Bademantel unten doch aufliegen zu lassen, sollte dort zumindest eine horizontale Abtrennung zum nächsten “Fach” hin. Aktuell hängt mein Bademantel in eine Schublade hinein, das nervt tierisch. Dafür verbraucht man vertikal schon ziemlich viel Platz – im Grunde bleibt auf der Seite dann nur unten ein Fach, für das man sich schon ziemlich bücken muss und das damit auch eher für selten genutzte Gegenstände taugt. Auf der anderen Seite wird die Aufteilung dann zwingend etwas kleinteiliger …

Kleinräumigere Aufteilung: Natürlich kann nicht jedes Kleidungsstück ein eigenes Fach bekommen. Aber die Aufteilung sollte schon so kleinräumig sein, dass nur so viele Sachen reinpassen, dass man nicht den Überblick verliert. Eine Schublade in kompletter Schrankhälftenbreite ist da schon eher zu groß. Und ohne Unterteilung geraten die Sachen zwangsläufig durcheinander. Ich habe beispielsweise eine Schublade mit “Sportsachen”. Dort sind dann hauptsächlich die verschiedensten Laufklamotten (Socken, Unterwäsche, Shirts, Hosen, Oberteile …), die natürlich vollkommen durcheinander sind. Hier muss ich dringend nachbessern. Insgesamt unterschätzt man jedenfalls leicht, wieviele verschiedene Kleidungsstücke man hat. Und eine wichtige Erkenntnis ist, dass es nicht nur auf die Liegefläche (also einfache Bretter) ankommt – die muss vielmehr ausreichend unterteilt sein, außerdem muss man sie einsehen können. Bretter im 10cm-Abstand sind also beispielsweise ziemlich ungünstig – da bildet sich “hinten” zwangsläufig Chaos.

Ich hoffe, dass diese Tipps anderen helfen, ein paar Fehler zu vermeiden, die ich gemacht habe :-) Viel Spaß beim Wohnen!

Ikea Malm

Heute ist mein neues Lattenrost (Federholzrahmen) für mein leider schon mehr als zwei Jahre altes Bett vom Typ Ikea Malm angekommen. Leider ist es nicht so einfach einsatzbereit zu machen wie erwartet: Der Rahmen rutscht durch, weil IKEA seine Betten offenbar zu breit baut, insbesondere aber bei den Metallschienen zu geizig ist und diese zu schmal sind, als daß sie das ausgleichen können. Das Problem tritt übrigens auch auf, wenn sowohl Bett als auch Lattenrost von IKEA sind.

Leider ist mein Bett schon mehr als zwei Jahre alt, sonst würde ich tatsächlich das volle Programm (Aufforderung zur Nacherfüllung, Ersatzvornahme, Klage auf Kostenersatz) durchziehen. Ein Unternehmen, das derart schlampig arbeitet und dabei offenbar ein wenig größenwahnsinnig wird, hätte es nicht anders verdient.

Eingestürztes IKEA-Regal

Heute morgen ist bei mir, ohne jede Berührung, ein IKEA-Regal eingestürzt.

Trotz Stützkreuz am rechten Element ist es nach links weggeschert, dabei sind die Bretter von den Tragestiften gefallen, am Ende lag es nur noch auf dem Inhalt der Fächer …

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Nachdem ich die letzten Sachen rausgeräumt hatte (mein Mitbewohner hat gehalten), sind dann endgültig fast alle Bretter runtergefallen. Verletzt wurde niemand.

Unschön war, daß Bierflaschen kaputtgegangen sind, die ausgerechnet ganz oben gelagert waren. Mein zum Waschen bereitgelegtes Saunatuch, das ich zum Aufwischen verwendet habe, hatte danach einen ganz besonderen Geruch. Inzwischen ist es aber in der Wäsche.

Das Regal wird jetzt wieder aufgebaut und mit Winkeln an der Wand befestigt. Ist sowas eigentlich ein Produkthaftungsfall?

Regalinhalt eingeräumt

Gestern suchte ich in den verbliebenen Kartons nach Sachen, die noch ins Regal gehören: Es gibt eigentlich keine mehr. In den Kartons sind Sportsachen, Lebensmittel, Büromaterial (nein, irgendwie habe ich keine Lust, ein Regalbrett mit leeren Leitz-Ordnern zu füllen) und alte Uni-Sachen (also Hefter etc. – die sind nicht umsonst in Plastiktüten gelandet).

Eigentlich geht es jetzt also “nur noch” darum, diese Sachen unterzubringen (vielleicht tut ein vernünftigerer Kleiderschrank doch not, außerdem muß ein Schuhschrank her) und die Sachen zu ordnen, die schon gestapelt im Regal sind.

Zeitschriften, die es problemlos auch im Netz gibt (Spektrum Informatik, Mitteilungen der Humanistischen Union, Der Fahrgast, fairkehr) sind dann auch gleich im Altpapier gelandet – manch einer würde sowas wohl für eine hübsche Deko halten.

Und vernünftige Gardinen gibt es auch bald: meine Mutter hat sich bereit erklärt, die passend zurechtzunähen.

Strahler mit Energiesparleuchtmittel

Beim Umzug hatte ich eigentlich meine alte Schreibtischlampe (eine sogenannte Architektenlampe, bei der zum einen eh die Tischhalterung kaputt war und die zum anderen eh nicht richtig benutzbar ist, wenn der Tisch direkt oder nah an der Wand steht) schon ausrangiert.

Nach Inbetriebnahme des Computers am neuen Standort stellt ich allerdings fest, daß sich ohne Hintergrundbeleuchtung aufgrund des heftigen Kontrastes nicht wirklich arbeiten läßt. Als Notbehelf liegt jetzt also die alte Schreibtischlampe auf dem Tisch (und verschwendet dabei ordentlich Platz) und strahlt nach oben gerichtet die Wand an.

Ich suche jetzt nach einer Lampe, die einfach nur dasteht und nach oben strahlt. Das Ganze sollte verstellbar sein, und man sollte von vorne aus das Leuchtmittel nicht sehen. Außerdem sollten natürlich Energiesparlampen passen (14 Watt reichen nun wirklich vollkommen, um eine Wand anzustrahlen). Gleichzeitig sollte das Ding möglichst wenig Standfläche beanspruchen.

Irgendwelche Vorschläge?