Zukunftsfähige Autos

Gregor Gysi gerade bei Anne Will:

Bei Opel ist er plötzlich doch für Staatsgarantien, wegen der fleißigen Arbeiterlein und so. Allerdings müsse dafür ein “zukunftsfähiges Produkt” vorhanden sein. Ah, super, also weg von den Autos. Und dann im nächsten Satz: “ein zukunftsfähiges Auto”. Soso. Wieder einer, der nichts begriffen hat. Statt Zukunftskonzepten klassische, kein bißchen nachhaltige “Industriepolitik”.

Opel könnte beispielsweise auf Rollmaterial für Züge umsteigen, WIMRE sind die Züge bei der DB gerade ziemlich knapp. Metallverarbeitung und Maschinenbau ist das auch, das sollte ein halbwegs intelligenter Montagearbeiter doch hinbekommen.

Was mir dazu spontan einfällt: “Kommunismus ist Elektrifizierung plus Sowjetmacht.” – Paßt.

Gestiegene Kosten

Jaja, der Wirtschaft geht es schlecht – gestiegene Kosten sind immer eine gute Ausrede, um vom Kunden höhere Preise zu fordern.

Jetzt jammern sogar schon die Piraten entsprechend rum – und wollen damit die Höhe des Lösegelds rechtfertigen.

Da kann ich doch nur sagen: Wenn ein Geschäftsmodell mit den aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und unter Einhaltung von Recht und Gesetz nicht durchzuhalten ist, muß das Unternehmen eben pleite gehen – das nennt man Marktwirtschaft. Das gilt für Automobilkonzerne genauso wie für somalische Piraten.

Insofern ist zu hoffen, daß schon Kommandoeinheiten vor Ort sind, die die Piraten dingfest machen, sobald sie das gekaperte Schiff verlassen haben.

McDrive

Neulich lagen hier im McDonald’s Coupons aus. Die attraktivsten (2 Bigmäcs zum Preis von einem) sollten allerdings nur für den McDrive gelten.

Also habe ich mal bei McDonald’s angefragt, ob man auch mit dem Fahrrad durch den McDrive fahren kann, oder ob hier Kunden, die ihren McDonald’s mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln besuchen, diskriminiert werden sollen.

Die Antwort war erfreulich:

Sehr geehrter Herr Müller,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 10.11.2008.

McDonald’s ist stets bemüht seinen Gästen qualitativ gute Produkte, einen freundlichen und schnellen Service in angenehmer Atmosphäre zu bieten. Zufriedenheit unserer Gäste ist eines unserer vorrangigsten Ziele.

Gern teilen wir Ihnen mit, dass wir unseren Gästen über den McDrive eine schnelle Möglichkeit des Verzehrs von McDonald´s Produkten anbieten möchten. Hierbei ist es völlig unerheblich, ob es sich um ein motorisiertes oder unmotorisiertes Fahrzeug handelt.

Wir hoffen, Ihnen weitergeholfen zu haben und verbleiben

mit besten Grüßen aus München
McDonald’s Deutschland Inc.

… …
Customer Service

Zugverspätung

3:08 Stunden Verspätung – das schafft eine Eisenbahnverwaltung nicht alleine. In der Tat brauchte es für diese Glanzleistung ein Zusammenspiel der Belgischen Staatsbahnen und der Deutschen Bahn.

Aber der Reihe nach: Am Mittwoch bin ich von Antwerpen zurück nach Karlsruhe gefahren. Geplant war eine Abfahrt um 17:20 und eine Ankunft um 23:00.

Um ca. 17:17 stand in Antwerpen auf dem Gleis, auf dem der IC 2038 abfahren sollte, ein Zug, dessen Türen sich bereits nicht mehr öffneten. Eine Anzeigetafel, um welchen Zug es sich überhaupt handelt, haben die Züge dort übrigens nicht. Irgendjemand sagte dann, der Zug auf dem anderen Gleis wäre der richtige. Also dort eingestiegen, kurz darauf schlossen sich auch dort schon die Türen und ließen sich nicht mehr öffnen. Zugnummer oder -ziel waren an den Wagen übrigens nicht zu erkennen. Mit mir war auch ein älteres deutsches Ehepaar eingestiegen. Im Zug merkten wir dann, daß das natürlich doch nicht der richtige Zug war – Panik machte sich schon breit, der richtige Zug könnte uns überholen. Also in Antwerpen-Berchem wieder ausgestiegen – dort auf dem Bahnsteig hatte natürlich auch erstmal keiner Ahnung. Auf einem Monitor wurde dann aber in der Tat der IC angezeigt (fürs selbe Gleis), mit großer Verspätung. Das Personal sagte zwar zu, die Deutsche Bahn zu informieren, garantieren könne man den Anschluß (9 Minuten in Brüssel-Nord) aber nicht.

Im Zug kamen dann irgendwann die Zugbegleiter durch und fragten nach Passagieren nach Köln: Der ICE könne nicht warten, ich solle in Brüssel-Süd aussteigen, und dort beim Thalys Duty Manager mein Ticket für den Thalys gültig stempeln lassen. Letztendlich bin ich dann im dortigen Reisezentrum gelandet und habe einen Stempel “Railteam – Hop on the next train” sowie eine neue Verbindung (Ankunft in Karlsruhe: 0:13 Uhr) bekommen.

Am Nachbarschalter wurde noch erzählt, daß letztendlich der Thalys Duty Manager (oder so ähnlich) entscheide, ob man an Bord darf – meiner hat das nicht gesagt, also habe ich auch nicht gefragt. Es gab bei der Kontrolle im Thalys auch keine Probleme. Die Fahrt mit dem Thalys war dann problemlos, auch wenn ich bis Lüttich mit dem Notsitz vorlieb nehmen mußte.

Der 9-Minuten-Anschluß an ICE 619 in Köln hätte wunderbar geklappt – obwohl ich mir noch ein Fischbrötchen und ein Kölsch geholt habe. Ich komme also etwas abgehetzt auf Gleis 6 an – es sind keinerlei Anzeichen erkennbar, daß der Zug gleich abfährt. Kurz darauf dann die Ansage: Wegen einer Streckensperrung auf der Neubaustrecke wird der Zug über die linke Rheinseite umgeleitet – mindestens eine Stunde Verspätung bis Frankfurt Flughafen … Während der Fahrt wurden dann auch tatsächlich die Antragsformulare für Verspätungsgutscheine ausgeteilt.

In Frankfurt-Flughafen kam dann tatsächlich bald IC 1591 mit ICE-Material: Abfahrt 0:28 Uhr, Ankunft in Bruchsal 1:38 Uhr, von dort weiter mit der S 32 (Abfahrt 1:47, Ankunft in Karlsruhe Hbf um 2:08 Uhr). Es ist offenbar gar nicht so leicht, den letzten Anschluß zu verpassen – mit irgendwelchen Gammelzügen bringt einen die Bahn schon nach Hause, auch wenn es vielleicht ein paar Stunden länger dauert. Ob ich in Karlsruhe den Anschluß an die letzte Tram zum Durlacher Tor verpaßt hätte (ich bezweifle es …), habe ich nicht geprüft, ich war eh mit dem Fahrrad da …

Wie ich dann tatsächlich an meinen Verspätungsgutschein gekommen bin, werde ich ein anderes Mal berichten. Einen Verzehrgutschein direkt vor Ort hätte ich jedenfalls besser gebrauchen können. Es ist schon unglaublich, wie die Bahn für massive Verspätungen nur mit wenigen Euro haften muß …

Finanzkrise

Vorhin wollte ich an einem Automaten der Karlsruher Sparkasse (Filiale Mendelssohnplatz) Geld abheben. Gewünschte Sprache (“Deutsch”), PIN und Betrag (erst 200 €, bei 2. Versuch 100 €) eingetippt, bestätigt: “Diese Funktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.”

Das liegt wohl eher an einem Kleinkrieg mit den Direktbanken (eine solche hat auch die von mir verwendete VISA-Karte ausgegeben), aber ob das bei der aktuellen Stimmung so klug ist? Man könnte bei so einer Meldung auch auf ganz andere Gedanken kommen.

Privatpatient

Zur bin ich privat krankenversichert (dazu, wie es dazu kam, und wie verdammt umständlich das war, vielleicht später mehr). Jedenfalls habe ich mich im Mai das zweite Mal gegen Hepatitis A und B impfen lassen. Vor ein paar Tagen kam dann die Rechnung: 9,32 €. Berechnet wurden die Ziffern 1 und 375 GOÄ, jeweils mit Faktor 1,00. Huch? Was ist denn da passiert? Der Impfstoff allerdings ist unverschämt teuer …

Allianz mißachtet Tarifvertrag

Einer Pressemitteilung von UNI global union zufolge verstößt eine koreanische Tochter des Allianz-Konzern gegen geltende Tarifverträge und beantwortet gewerkschaftliche Tätigkeit mit Entlassungen.

Folgendes habe ich gerade per Webformular an die Allianz geschrieben:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Medienberichten zufolge hat Ihr koreanisches Konzernunternehmen Allianz Life Korea Union (ALKU) 87 Mitarbeiter wegen gewerkschaftlicher Tätigkeit entlassen und sich über einen geltenden Tarifvertrag hinweggesetzt.

Ich erwarte, daß die deutsche Konzernleitung die Einhaltung gesetzlicher Regelungen und angemessener sozialer Standards bei der koreanischen Tochter einfordert. Vor diesem Hintergrund erscheint es mir nicht zweckdienlich, daß ein Gespräch mit einer koreanischen Delegation von der deutschen Konzernleitung abgelehnt wurde.

Von ihrem weiteren Verhalten in dieser Angelegenheit werde ich es abhängig machen, ob ich bei zukünftigen Versicherungsabschlüssen Produkte der Allianz in Erwägung ziehen werde.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Müller

Der Lidl-Bug

Gerade auf Denkspuren (via de.alt.fan.aldi) gefunden: Bei Lidl kann man die Kasse zum Absturz bringen, wenn man Waren im Wert von exakt 0,00 € kauft. Muß ich mal ausprobieren …

Eine Beispiel-Einkaufsliste findet sich unter obigem Link, aber da kann man ja ruhig kreativ sein …

Wucherpreise

Bei einer Online-Apotheke habe ich schon zweimal je 100 Stück Cetirizin Filmtabletten zu je 8,47 € (also 8,47 Cent pro Tablette) bestellt. Leider dauert das natürlich mal wieder länger als gedacht (heute abend wurden sie versandt), so daß ich mir heute in der Apotheke vor Ort was zur Überbrückung holen mußte: 7 Stück für “nur” 2,99 € – das sind 42,7 Cent pro Tablette, also das fünffache!

Daß es etwas teurer ist, wenn die alles auf Lager haben müssen etc. (wobei Cetirizin ein ziemliches Standardmedikament ist), ist klar. Aber das grenzt nun wirklich schon an Wucher.

Zweite blaue Tonne

Wie ka-news berichtet, gibt es in Karlsruhe bald eine alternative Papiertonne der Fa. Alba. Da hat sich also jemand von Kühl den Weg freiboxen lassen.

Schön, Konkurrenz belebt das Geschäft. Vielleicht steigt die Stadt ja auch bald noch ein. Einziger Wermutstropfen: Mehrere Anbieter in der gleichen Straße kann ich irgendwie nicht befürworten. Das ist genauso unsinnig wie mehrere Postunternehmen, die jeden Tag durch dieselbe Straße tingeln.

Büchersendung

Gerade habe ich eine Büchersendung verschickt, für 0,85 € Porto. Leider hat sich das nicht wirklich gelohnt: Ein Brief hätte 1,45 € gekostet und darf verschlossen sein. Für die Büchersendung mußte ich extra eine Packung “Musterbeutelklammern” (so heißen die also …) für 2,25 € kaufen!

Na gut, noch drei Büchersendungen, dann hat sich die rentiert …

Fair gehandelter Kaffee

Nach einem Reinfall bei fair gehandeltem Kaffee (ich hatte auf der Mai-Demo Kaffee von irgendsoeinem unabhängigen Projekt aus Nicaragua gekauft, der nicht so toll schmeckte), habe ich jetzt mal bei Penny Café Intención von J.J. Darboven gekauft, und hoffe, daß der halbwegs schmeckt.

Zum Preis: Ich habe kein Problem damit, daß die Kaffeebauern und wer da sonst so dran arbeitet, mehr verdient. Aber rechnen wir erstmal: Der Café Intención kostet 4,69 € pro Pfund, normalerweise gebe ich 2,99 € pro Pfund aus. Was kostet der Rohkaffee den Röster denn nun mehr? Von Transfair.org:

  • Für den Kaffee erhalten die Produzentenorganisationen mindestens 10 US-cents/lb (1lb=0,4536 kg) mehr als der jeweilige Weltmarktpreis, in jedem Fall mindestens jedoch 121 US-cents/lb. Der Aufschlag auf den Weltmarktpreis wird ohne Begrenzung nach oben bezahlt.
  • Auf Wunsch der Produzentenorganisationen wird vom Käufer ein Kredit von bis zu 60 Prozent des Kaufwertes gewährt (Vorfinanzierung).
  • Für Kaffee aus biologischem Anbau ist ein zusätzlicher Aufschlag von 20 cents/lb zu zahlen.
  • Importeure und -hersteller müssen Kontrollen von der FLO-CERT GmbH (Niederlassung Köln) zulassen.
  • Die Hersteller (Röster) zahlen eine Lizenzgebühr von 0,11 Euro pro Pfundpäckchen Kaffee an den TransFair e.V. Diese Gebühr schmälert nicht das Einkommen der Produzentinnen und Produzenten, denn sie wird zusätzlich zu dem festgelegten Mindestpreis bezahlt.

Zum Kaffeepreis weiß die Wikipedia:

Seit Ende 2004 nun steigen die Kaffeepreise wieder stärker an. So wurde im internationalen Handel gemäß den Monatsmitteln des Composite Index des Kaffeeexporteurverbandes International Coffee Organization nach Kaffeepreisen von in der Regel weit über 100 US Cent pro Pfund (lb) in den 70er, 80er und Mitt-90er Jahren im September 2001 ein Tief von nur 41,17 US Cent pro Pfund gemessen; die zwölf Monatsmittel des Jahres 2005 erholten sich dagegen immerhin wieder auf Werte zwischen 78,79 (September) und 101,44 (März) US Cent pro Pfund.

Nehmen wir also mal der Einfachheit halber einen recht niedrigen Wert an, 80 US-Cent pro Pfund (lb). Für fair gehandelten Kaffee werden dann ca. 40 US-Cent pro lb mehr bezahlt, also ca. 0,30 € pro metrisches Pfund. Für Bio-Kaffee nochmal ca. 0,15 € rauf, dann noch die 0,11 € Lizenzgebühr, macht insgesamt 0,56 €. Ok, mag sein, daß “Markenkaffee” 3,99 € pro Pfund kostet (womit das in Ordnung wäre), aber ob er soviel besser schmeckt als No-Name-Kaffee? Anderenfalls müßte ich nämlich, um den Produzenten 0,56 € zukommen zu lassen, mit ca. 1 € zur Rendite einer Marke beitragen, ohne daß diese Marke mir etwas bedeuten würde. Achja, ich kann auch fair gehandelten Kaffee einer Eigenmarke von Lidl kaufen, der kostet dann ebenfalls 4,69 €, da landet dann also ein Euro bei der Familie Schwarz.

Weitaus schlimmer ist aber, daß diese fair gehandelten Kaffees für die Röster offenbar eine reine Alibiveranstaltung sind: Man hat eine riesige Palette verschiedener Kaffee-Sorten, bis hoch ins Premium-Segment, alle nicht fair gehandelt, und dann eine einzige Sorte aus dem preislichen Mittelfeld, die fair gehandelt ist. Geschmackliche Abwechslung: Fehlanzeige.

Solche Sprüche wie auf der eigens für Café Intención eingerichteten Website:

Ein Unternehmen und seine gute Absicht
Zeichen setzen für eine bessere Welt

Wir kennen die Menschen, die für Café Intención arbeiten. Natürlich nicht alle. Doch wir vergewissern uns vor Ort, dass es ihnen gut geht. Es ist uns bei J.J. Darboven ein persönliches Anliegen, dass Kinder nicht arbeiten müssen, die Schule besuchen und ein besseres Leben führen können. Dass Menschen unter guten Bedingungen arbeiten und ein Dach über dem Kopf haben.

wirken doch dann irgendwie ziemlich zynisch.

Die Menschen, die den anderen Kaffee herstellen (über den man auch hauptsächlich sein Image definiert), sind scheißegal, die Solidaritätsquote ist schon erfüllt. Das gute Geschäft mit dem schlechten Gewissen …

Vielleicht sehe ich das Ganze aber auch nur zu pessimistisch … Über rege Kommentare würde ich mich jedenfalls freuen.

Lidl ist billig!

Hinweis: Lidl ist billig! ist vermutlich eine eingetragene oder nicht eingetragene Marke irgendeines Unternehmens der Lidl-Gruppe.

Gerade im Lidl gewesen: Vor mir wurde die ec-Karte einer jungen Frau zum wiederholten Male durchgezogen, funktionierte aber trotzdem nicht. Schließlich ließ sie ihre Ware da. Dasselbe an der Kasse nebenan. Fazit: Offenbar ein Komplettausfall des Kartenzahlsystemes.

Dabei waren da erst vor einigen Monaten Leute von Siemens-Nixdorf (afair) am Werk und haben an der Verkabelung und den Terminals rumgespielt – da kann man doch eigentlich erwarten, daß das läuft. Aber wenn wenn man halt das billigste kauft und nicht auf Qualität achtet, kriegt man irgendwann die Quittung.

Und ein schlechtes Unternehmen erkennt man dann daran, daß es die Mitarbeiter sich selbst überläßt und offenbar keinerlei Vorsorge für so einen Fall getroffen hat …

UPDATE: Verantwortlich ist wohl T-Systems (siehe Kommentare)

Entspannte Atmosphäre bei der Bahn

Auf der letzten Seite der Speisekarte des Bordbistros findet sich dieser Hinweis:

Wir sind bestrebt, unseren Gästen eine entspannte Atmosphäre zu bieten. Aus diesem Grunde sind wir Ihnen sehr dankbar, wenn Sie im Bordbistro auf die Benutzung Ihrer Handys und Laptops verzichten.

OK, viele Möchtegern-Yuppies wird das nicht wirklich interessieren, aber immerhin ist bei der Bahn ein Problembewußtsein vorhanden.

Trianel

Nachdem die Stadtwerke zum 1. November 2007 die Preise erhöht hatten, und wir daher ein Sonderkündigungsrecht für den Tarif Vorteil24 hatten, haben wir dieses genutzt und sind zu Trianel gewechselt. Da Trianel erst ab dem 1. Dezember 2007 liefern konnte, bedingte das erstmal einen Monat im normalen Tarif bei den Stadtwerken (da das Sonderkündigungsrecht nur genau zum Termin der Preiserhöhung ausgeübt werden kann).

Zumindest die Bestätigung der Bestellung kam prompt:

Ihre Angaben zur Stromlieferung
Lieferbeginn: 01.12.2007
Derzeitiger Lieferant:
Stromzählernr.: 18490
Zählerstand:

Ihr Produkt
Produkt: HalloSpar!
Preisgarantie: 1 Jahr
Arbeitspreis: 16,80 Ct / kWh
Grundpreis: 5,74 Euro / Monat
Letzter Jahresverbrauch: 4468 kWh

Das war übrigens gerade noch rechtzeitig, denn inzwischen hat Trianel auch die Preise erhöht, auf 7,72 € Grundpreis und 17,31 Cent pro kWh. Allerdings gab es bisher noch nicht die angekündigte Bestätigung über den Lieferbeginn.

Einen Kollegen haben sie auch erstmal ein wenig erschreckt:

Guten Tag Herr G.,

wir freuen uns, Ihnen heute mitzuteilen, dass die Belieferung mit Trianel Strom am 01.02.2008 beginnen wird. Ihr derzeitiger Stromversorger hat die Kündigung zu diesem Datum bestätigt.

Sobald der Netzbetreiber die Anmeldung bestätigt hat, werden Sie Ihre Vertragsbestätigung mit allen Angaben auf Ihrer persönlichen Kundenseite aufrufen können. Sie werden von uns rechtzeitig darüber informiert.

Ein gutes Morgen wünscht

Ihr Trianel Energie Team

Bitte beachten Sie, dass Sie auf diese Mail nicht antworten können!

Auf die Nachfrage bei den Stadtwerken bekam er dann mitgeteilt, daß die die Kündigung zum 1. Dezember 2007 bestätigt haben und er seit diesem Termin von Trianel beliefert wird. Auf nochmalige Nachfrage hat Trianel dann den Lieferbeginn zum 1. Dezember bestätigt.

Da die Stadtwerke bei uns im Dezember keinen Abschlag mehr abgebucht und stattdessen eine Erstattung überwiesen haben (mangels Schlußrechnung läßt sich noch nicht sagen, wofür genau), gehe ich mal davon aus, daß der Wechsel auch bei uns geklappt hat. Zur Sicherheit habe ich bei Trianel einfach mal nachgefragt.

Trianel sagt auf seiner Website übrigens:

Aktueller Hinweis für Kunden

Die Trianel Energie ist am 03. September 2007 erfolgreich auf dem deutschen Strommarkt mit einem Angebot für Privatkunden gestartet. Die Idee, Strom sparen zu belohnen, hat bereits viele Stromkunden überzeugt. Wir freuen uns über diese positive Resonanz.

Leider hat sich in einigen Fällen gezeigt, dass ein Wechsel nicht immer ohne Komplikationen vonstatten geht. Weitere Details finden Sie hier.

und weiter:

Probleme bei der Kommunikation mit den verschiedenen Marktpartnern (Ihr alter Lieferant und der Stromnetzbetreiber)

Damit Sie erfolgreich als Kunde von Trianel Energie versorgt werden können, ist auf dem Energiemarkt die Zusammenarbeit verschiedener Marktpartner erforderlich. Die Trianel Energie muss sich in der Regel mit Ihrem alten Stromlieferanten sowie mit dem Betreiber Ihres Stromnetzes in Verbindung setzen. Die Bundesnetzagentur hat hierfür Regeln aufgestellt. Diese Kommunikation läuft in vielen Fällen aber leider nicht immer reibungslos ab.

Um Situationen definitiv klären zu können, müssen der alte Stromlieferant und der Netzbetreiber häufig von unseren Mitarbeitern noch zusätzlich persönlich kontaktiert werden. Dieses ist ein zeitaufwendiger Prozess, der leider nicht immer zu einem positiven Ergebnis führt.

Wir bedauern den Umstand, dass einige Kunden in der Vergangenheit nicht immer zeitnah über auftretende Probleme bei der Klärung von Vertragsverhältnissen informiert wurden. Die Vielzahl von Anfragen hat leider zu einigen Engpässen in der Kundenkommunikation geführt.

Sie können sich aber sicher sein, dass es das größte Ziel der Trianel Energie als junges Unternehmen ist, seine Kunden zufrieden zu stellen. Alle unsere Anstrengungen konzentrieren wir darauf, jedem interessierten Kunden einen guten Service zu bieten. Daran wollen wir uns messen lassen.

Ihre „Gute Fragen“ können Sie jederzeit an uns richten.

Was ich mich frage: Wie funktionieren bei Trianel Controlling (zum Beispiel bezüglich finanzieller Belastungen und Risiken durch langfristige nicht kostendeckende Endkundenverträge) und Stromhandel, wenn die nicht einmal wissen, wieviele Kunden sie gerade beliefern?

C&A

Heute hatte ich ein sehr erfreuliches Erlebnis bei C&A. Der Reihe nach:

Beim Fahrradfahren hatte ich bei einer Winterjacke unterhalb der Tasche den Stoff aufgerissen. Das ist jetzt schon eine ganze Weile her – Anfang November hatte es meine Mutter schonmal genäht, hat aber nicht gehalten.

Also hatte ich schon eine ganze Weile vor, die Jacke einfach beim Verkäufer, also C&A reparieren zu lassen. Die haben schließlich eine Änderungsschneiderei, und mit einem Reißverschluß hat das auch schonmal wunderbar geklappt.

Also zum Kundenservice. Die hat sich das dann angeschaut, “Und das wollen sie reparieren lassen?” – “Ja … So dreist, das als Gewährleistungsfall zu deklarieren, bin ich ja dann nicht …”. Und dann die Überraschung: “Ich laß das jetzt aus Kulanz unentgeltlich machen.” Da konnte ich mich nur noch ganz überrascht bedanken.

Vermutlich hatte sie einfach keine Lust, sich einen Preis auszudenken/zu erfragen für eine Arbeit, die nicht auf der Preisliste steht. Jedenfalls ein super Service!

Verschleißteile und Service

Gestern habe ich mich endlich mal darum gekümmert, mir für mein Fahrrad neue Bremsbeläge für vorn zu besorgen. Ich kann es jetzt nicht mit hunderprozentiger Sicherheit sagen, aber ich glaube, es waren noch die ersten (bei 4000 km).

Beim Bikelager sollte ich das Rad dann erst da lassen, oder aber später wiederkommen, weil er gerade alleine da war. Als ich dann später wiederkam, war er zwar immer noch alleine, hat es aber trotzdem gemacht. Mit 10 € äußerst preiswert, aber warum muß das immer so umständlich sein? Warum muß man fast betteln, daß einem das Fahrrad repariert wird, wenn man doch bereit ist, gutes Geld dafür zu bezahlen?

Die Kette hält erstaunlicherweise immer noch. Gerade hat sie nochmal ihre voraussichtlich letzte Ölung erhalten, ich denke, die ist dann irgendwann innerhalb der nächsten 500 km fällig.

Kundenservice der ING-DiBa

Das Angebot der Diba (bei der ich immerhin einiges an Geld liegen habe, das wird wohl der Grund gewesen sein), ein kostenloses Girokonto mit Visa-Card, 50 € Startguthaben und 2000 € Dispo zu eröffnen, habe ich ja gerne angenommen.

Da die 1822direkt in der Vergangenheit sehr knauserig war (kein Dispo, 500 € Limit für die Mastercard (die ich dann wegen Unbrauchbarkeit gekündigt habe), böse Briefe wegen einer Kontoüberziehung von 50 €), erwäge ich auch ernsthaft, vollständig zur Diba zu wechseln.

Aber was mich stört: Der extrem inflexible Kundenservice der Diba. Beim Testen der ersten Überweisungen bemerkte ich, daß die letzten Ziffern von Kontonummer und BLZ abgeschnitten werden, wenn man sie mit Leerzeichen eingibt (bzw. aus der Zwischenablage einfügt). Das Online-Banking der 1822direkt schafft es, die Leerzeichen da automatisch zu entfernen. Also habe ich der Diba eine entsprechende Mail geschrieben. Die Antwort:

Sehr geehrter Herr Müller,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Da mehrere Nachfragen notwendig sind, wenden Sie sich bitte an unsere Kundenbetreuer.

Sie können einen Kundenbetreuer sprechen, ohne Ihre Kontodaten einzugeben. Wählen Sie dazu bitte die Telefonnummer 0180 2 / 34 22 24 (Festnetz der Dt. Telekom – 0,06 Euro pro Anruf, ggf. abweichende Mobiltarife). Sobald die Verbindung mit dem Sprachcomputer hergestellt ist, wählen Sie auf der Tastatur die “7″ oder sagen Sie “Kundenbetreuer”.

Mit freundlichen Grüßen

S. V.
Kundendialog
ING-DiBa AG
60628 Frankfurt am Main

Und der “Kundenbetreuer” hat dann mehr Ahnung, oder wie? “Mehrere Nachfragen”, pff …

Kundenservice bei der Bahn

Ich habe mir heute mal wieder eine Bahncard geholt. Im Reisezentrum fiel mir, als ich schon in der Schlange stand, auf, daß ich ja gar kein Foto dabei habe. Aber das war absolut kein Problem: Die Mitarbeiterin hat eine Farb(!)kopie (eigentlich unnötig, das Ausweisfoto ist eh schwarz-weiß) von meinem Ausweis gemacht und dann das Foto ausgeschnitten. Den Vorschlag hätte ich ansonsten auch gemacht, umso kundenfreundlicher, daß die Bahn da von selbst drauf kommt.

Super!