Trackbacks

Gerade durfte ich mal wieder einen Trackback nachbearbeiten, weil Umlaute verhunzt waren. Das hat mich dazu gebracht, mal nach der “offiziellen” Spezifikation von Trackbacks (entwickelt von Movable Type) zu suchen.

Bisher hatte ich gedacht, daß da irgendwelche XML-Chunks hin- und hergeschoben werden, aber nein:

To send a ping, the client sends an HTTP POST request to the TrackBack Ping URL. The request contents should be of the content type application/x-www-form-urlencoded.

HTTP-POST hat natürlich keine vernünftige i18n (was wohl daran liegt, daß HTTP nicht vom W3C entwickelt wurde). Keine Ahnung, wie man bei Movable Type auf so eine bescheuerte Idee gekommen ist (im 21. Jahrhundert, nämlich am 28. August 2002). Zu dem Zeitpunkt sollten für relevante Technologien wie XML-RPC eigentlich schon stabile Spezifikationen vorgelegen haben.

BILDblog

Zur Vorgeschichte: Das BILDblog stellt täglich ca. zwei Fälle von Falschmeldungen, Propagande und ähnlichem in BILD bloß. 250.000 Besucher hat diese Seite schon jeden Monat.

Jetzt hat sogar das ZDF über das BILDblog berichtet. Ob das jetzt zu Problemen mit dem Partner T-Online (http://heute.t-online.de/) führt, der ja auch mit Bild zusammenarbeitet (http://bild.t-online.de/)? Egal, jedenfalls werden es so hoffentlich noch mehr Leser werden.

via jblog.

Junge christliche Liberale

Gerade habe ich eine Pressemitteilung der Jungen Liberalen Baden-Württemberg gefunden.

Darin fordern sie die Abschaffung des Tags der Arbeit, stattdessen sollten die Leute lieber arbeiten gehen.

Der 1. Mai ist traditionell der Tag der Arbeit. Bei einem desolaten Wirtschaftswachstum und mehr als 4,5 Millionen Arbeitslosen ist das Festhalten am Tag der Arbeit jedoch ein Witz.

Florian Toncar, Landesvorsitzender der Julis: „Wir fordern die Abschaffung des Tags der Arbeit! Das Wirtschaftswachstum in Deutschland kann nur steigen, wenn auch wirklich gearbeitet wird.“

Die Mutterpartei wollte am folgenden Tag einen Tag für Arbeit begehen, doch das reicht den Jungen Neoliberalen nicht. Stattdessen fordert man die Abschaffung dieses Tages und betätigt sich vermutlich ungewollt als Fünfte Kolonne der christlich-fundamentalistischen Kräfte in der Landesregierung:

Ein Festhalten am Tag der Arbeit hat in der heutigen Zeit keinen Wert. Das Zeichen, dass die FDP BW am morgigen 1. Mai mit einer Großveranstaltung in Stuttgart und der Umbenennung in einen Tag für Arbeit setzt, ist zwar ein richtiger Schritt, reicht nach Ansicht der Julis aber nicht aus. Außerdem gibt es keinen religiösen Hintergrund um am 1. Mai als Feiertag festzuhalten.

Welchen Wert hat denn bitte das Festhalten an religiösen Feiertagen? Auch dort wird nicht gearbeitet, und die besondere Aufmerksamkeit, die dem fehlenden religiösen Hintergrund zuteil wird, finde ich für die FDP doch etwas merkwürdig. Der 1. Mai als Aktionstag der Arbeiterbewegung hat in der Wirtschaftsordnung der Bundesrepublik, hinter der hoffentlich auch die Jungen Liberalen stehen, jedenfalls eine größere Bedeutung als beispielsweise Allerheiligen.

Außerdem verlangt von Gewerkschaftsseite niemand das Verbot von Tanzveranstaltungen vor dem 1. Mai, wie dies von kirchlicher Seite aus für religiöse Feiertage auch weiterhin gefordert wird – im übrigen durchaus zum Schaden der von den Liberalen so umsorgten Wirtschaft.

Vielleicht finden sie es politisch weniger gefährlich (für sich), wenn die Arbeitnehmer brav in die Kirche gehen?

Grüne Einhörner

In dang wird gerade die verfassungkonforme Gestaltung von de.soc.weltanschauung.* diskutiert.

In diesem Zusammenhang wurde auch diskutiert, ob es grüne Einhörner gibt, und Henning Schlottmann nannte zwei vermutlich sehr lesenswerte Quellen:

Wo wir schon in dang beim Thema Einhörner sind, mchte ich euch die
wunderbare Fabel von James Thruber “The Unicorn in the Garden” nicht
vorenthalten: http://www.brembs.net/metabiology/unicorn.html (nur eine
halbe Seite lang).

Und es gibt eine tolle, illustrierte Doktorarbeit über das Einhorn in
der mittelalterlichen Ikonographie und Vorstellungswelt von Bruno
Faidutti. Die Arbeit ist in französischer Sprache und die Bilder
bedeuten eine größere Datenmenge, also bitte Vorsicht für Modemuser:
http://faidutti.free.fr/licornes/these/these.html

Firlefanz

Jan hatte neulich eine Handschriftdeutungs-Seite entdeckt. Obwohl die Methodik recht zweifelhaft ist, im Grunde wird meine Analyse meiner eigenen Schrift analysiert, habe ich mich von der Neugier hinreißen lassen und es auch mal probiert.

Raus kam das hier:

Jens ist ein impulsiver, unsteter, vielseitiger und unkonventioneller Typ.
Es fällt ihm nicht leicht, sich anzupassen.

Jens ist von sich überzeugt und hat eine eigene Meinung.
Er lässt sich von anderen nicht so leicht beeinflussen,
auch nicht von einem “Das gehört sich aber so.”

Jens ist ein Gewohnheitsmensch.
Er ist mit einer praktischen Intelligenz ausgestattet,
die ihm erlaubt, rationell zu arbeiten,
und zwar im Privat- wie auch im Berufsleben.
Für ihn ist verbindliches Auftreten und Arbeiten selbstverständlich.

Er ist lebhaft und kontaktfreudig.
Mit viel Verständnis für die Belange anderer.

Jens legt Wert auf eine Grunddistanz zu seinen Mitmenschen.
Auch gute Kollegen müssen nicht alles wissen.

Jens ist ein impulsiver und phantasievoller Idealist.

Aha.

Was ist eigentlich Rekursion?

Auf der Website der SZ kann man einen interessanten Effekt beobachten: Eine wunderschöne Endlosweiterleitung über immer wieder gleiche drei Adressen.

So ein Murks sollte im 21. Jahrhundert eigentlich nicht mehr existieren, selbst wenn ich eine eminent wichtige Funktion zu aktivieren vergessen haben sollte.

Achja: So eine URL druckt die Süddeutsche natürlich auch in Anzeigen für ihre ePaper-Ausgabe.

MSN: Mozilla muß draußen bleiben

Wo käme man denn da hin, wenn jeder mit Mozilla seine Website bei MSN Search eintragen könnte?

Mit Mozilla bekommt man dann diese Meldung:

Please Upgrade Your Browser
You are using: Mozilla/5.0 (X11; U; Linux i686; de-AT; rv:1.7.2) Gecko/20040820 Debian/1.5-2 StumbleUpon/1.89
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