Schneeschuhwanderung

Auf dem Neujahrstreff des Lauftreff Karlsruhe Mitte Januar wurde ich das erste Mal auf eine Schneeschuhwanderung aufmerksam, die Petra Guntau für den LT zum Freundschaftspreis angeboten hat. Interessant hörte sich das schon an, aber zu dem Zeitpunkt war das Wetter ja noch nicht wirklich abzusehen. Statt mich also gleich in die Liste einzutragen, habe ich erstmal gewartet, bis die entsprechenden Infos über den Verteiler kamen – das war dann Anfang der Woche der Fall. Da war es ja schon klirrend kalt, und ich hatte gerade richtig Lust auf Winter – also habe ich mich angemeldet.

Zum Glück hatte ich schon ausreichend wintertaugliche Klamotten für eine letztendlich ausgefallene Yushan-Tour vor knapp zwei Jahren angeschafft. An den Beinen waren die entsprechenden zwei Lagen (recht dünne lange Thermo-Unterhose und ebenfalls recht dünne Wanderhose) ausreichend, aber die vier Lagen am Oberkörper (ein Lauf-Funktionsunterhemd, ein Thermounterhemd, eine Winter-Laufjacke, und eine Winterregenjacke mit Fleece-Einsatz für 21,75 € von C&A) waren gerade so ausreichend. Schon interessant, ich hatte für die Beine noch eine lange Laufhose eingepackt, falls es zu kalt wird, und war eher davon ausgegangen, dass es am Oberkörper deutlich zu warm wird.

Die Wanderung führte vom Skihang in Unterstmatt hoch zum Hornisgrinde-Plateau und nach kurzer Rast auf geringfügig anderem Weg wieder herunter. Der Schnee war zwar nicht von allerbester Qualität, aber trotzdem genug, um Schneeschuhe zumindest mal auszuprobieren. Und es war richtig schön kalt. Die Mütze ist mir dank Brille immer wieder verrutscht, aber mit Kapuze war es dann halbwegs auszuhalten. Wichtig ist es jedenfalls, in Bewegung zu bleiben. Wenn wir irgendwo angehalten haben, wurde es recht schnell ziemlich kalt.

Insgesamt eine wunderschöne Tour mit traumhaftem sonnigen Wetter bei ca. -15 °C … Am Abend war ich ersteinmal hundemüde, und jetzt habe ich ordentlich Muskelkater am vorderen Schienbeinmuskel. Die Schneeschuhtouren bei Petra kann ich nur empfehlen. Zum Einstieg wohl am besten erstmal eine kurze Tour, aber es gibt auch mehrtägige Touren.

Hier erstmal ein “Symbolfoto”, sobald ich ein Foto mit mir selbst bekomme, ergänze ich es.

Ist ja nur Frauenfußball

Da will beim DFB offenbar keiner Geld für ordentliche Typographie ausgeben. Gerade wunderte ich mich bei einigen kurzen Einstellungen, bei denen man die Namenszüge auf den Trikots der deutschen Fußballnationalmannschaft mal erkennen konnte, was denn das für eine seltsame Schriftart ist. Comic Sans MS, war meine erste Idee.

Eine kurze Google-Suche zeigte, dass das nicht nur mir unangenehm aufgefallen ist, vgl. dieser Artikel. Etwas fachkundiger äußert sich das Fontblog.

Was zur Hölle hat sich der DFB dabei gedacht? $Überschrift?

Von der GEK fast ausgesperrt

Nein, ich war kein CityBKK-Kunde, den die Gmünder Ersatzkasse erst nicht aufnehmen wollte. Es ist viel ernster. Gerade eben war ich laufen. Meinen Wohnungsschlüssel hatte ich (zusammen mit meinem Fahrradschlüssel) an einem Schlüsselanhängerhalsband, das wohl mal ein Werbegeschenk der Gmünder Ersatzkasse war. Dieses Band war in der Innentasche meiner Laufhose. Kurz bevor ich zu Hause ankam, zog ich das Band mit dem Schlüssel aus der Tasche. Es macht pling, und ich hatte nur noch das Band und einen kaputten Anhänger in der Hand. Der Fahrradschlüssel lag auf einem Abflussgitter, der Haustürschlüssel war erst nicht zu finden. Anheben ließ sich das Gitter auch nicht, da es (anscheinend mit Sechskantschrauben) verschraubt war. Ich überlegte schon, wie ich jetzt die Nacht verbringe, als ich den Schlüssel dann links von dem Gitter doch noch wiederfand.

Wenn schon die Werbegeschenke derart minderwertig sind, möchte ich dort lieber nicht versichert sein … Ein Foto des kaputten Schlüsselanhängers folgt.:

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Sport in der Tagesschau

Neulich, während der WM, habe ich mal den Livestream der Tagesschau geschaut. Die bestand zu einem Großteil aus Sportberichterstattung, und die wiederum enthielt diverse Ausschnitte aus Fußballspielen. Jedes Mal, wenn ein Spielausschnitt gezeigt wurde, wurde der Stream unterbrochen, und es wurde eine Meldung angezeigt, daß der Teil aus rechtlichen Gründen nicht im Internet gezeigt werden kann. Da stellen sich mir mehrere Fragen.

Verwertet die FIFA die Internet-Rechte für Ausschnitte aus Sportübertragungen tatsächlich separat? Falls ja: Wieviel verdient sie damit? Falls nein: Warum nicht? Befürchtet sie, damit die Verwertbarkeit anderer Rechte, zum Beispiel der TV-Übertragungsrechte, zu verwässern? Ich kann mir nicht so recht vorstellen, was das soll …

Und warum unterbricht die ARD den Stream komplett? Zumindest das Audio des Moderators könnte man lassen. Die Tonspur der Spielübertragung dürfte vermutlich ebenfalls leistungsschutzrechtlich geschützt sein …

Hochseilgarten

Heute war ich das erste Mal in einem Hochseilgarten (auf die Idee, daß es so etwas überhaupt gibt, hatten mich erstmals Kollegen gebracht, die das als Aktivität für den letztjährigen Institutsausflug vorgeschlagen hatten.

Der Abenteuerpark Immenstaad war eigentlich die einzige Möglichkeit, in und um Immenstaad aktiv/sportlich etwas zu unternehmen. Mein Vater hat sich bereitwillig einladen lassen und ist auch ordentlich umhergeklettert. Das nächste Mal (in Immenstaad oder in Kaltenkirchen) wird dann meine Mutter mitgeschleppt …

Eine sehr interessante Erfahrung, teilweise höllisch anstrengend, und nicht gut für die Hände – wobei, inzwischen geht es schon wieder einigermaßen.

Wenn es interessiert: Ich bin die Strecken 4, 5 und 8 geklettert.

P.S.: Wo ich jetzt zu der Kaltenkirchener Anlage das Foto sehe: Um Gottes Willen – was ist das denn? (Offenbar normalerweise eh nur für Gruppen, anscheinend für Teambuilding-Events von Unternehmen …) Dann lieber im Sommer, wenn ich mit meiner Family Urlaub im Böhmischen Wald mache … Da sollte es sowas doch eigentlich auch geben.

Laufen im Schnee

Heute habe ich den Lauftreff mal Lauftreff sein lassen, mir zweimal 15 Minuten Fahrradfahrt durch Schneematsch mit viel zu dünnen Laufklamotten gespart und bin stattdessen von zu Hause gelaufen. Wider Erwarten sind es dann doch fast 10 Kilometer geworden. Die Strecke durch den Hardtwald (Kanalweg von West nach Ost) war einfach traumhaft: Hell und weiß, und auf dem Weg frischer und noch nicht allzu plattgefahrener Schnee. Kein Vergleich mit dem Matsch, der auf den Straßen so rumliegt …

Laufen im Winter

Heute war ich in diesem Jahr zum zweiten Mal laufen. Nachdem letzten Montag die ca. 8 km trotz Gehpausen ziemlich hart waren, gingen die 10 km ca. @6:00 recht gut. Allerdings war der Heimweg von der Europahalle mit dem Fahrrad dann doch etwas hart … Die Haut u.a. an den Beinen und am Bauch war kalt und rot und kribbelte. Das hielt auch nach der heißen Dusche noch eine Weile an (die Rötung und das Kribbeln), aber jetzt geht’s wieder. Radfahren kühlt halt doch etwas mehr aus als Laufen …

Vorzüge des Wildparkstadions

Im Oktober war ja im Gemeinderat mal wieder das KSC-Stadion Thema. Den folgenden Ausführungen von OB Fenrich (Seite 7 im Protokoll) kann ich da nur zustimmen:

Zur Diskussion über die Standorte muss ich auch sagen, dass mir dabei die Vorzüge des Standortes Wildpark eigentlich viel zu kurz gekommen sind. Es werden immer nur – warum das so ist, weiß ich nicht – die Nachteile dargestellt, die das Wildparkstadion natürlich hat. Auch ich erkenne dies, das ist doch völlig klar. Jeder, der ins Stadion geht – und wir waren fast alle dort, gegen Bayern München waren wir das letzte Mal da -, sieht, dass es Nachteile hat. Aber wir haben auch, wie ich meine, ganz signifikante Vorteile: eine integrierte innenstadtnahe Lage. Wir haben eine gewachsene historische Standortidentität, die Verbundenheit weiter Kreise mit dem Wildparkstadion. Wenn man mit den Leuten im Stadion spricht, kann man das feststellen. Darüber hinaus haben wir, auch wenn wir das in Karlsruhe nicht mehr wahrnehmen, eine hervorragende Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Das liegt daran, weil die lnnenstadt fußläufig auf relativ kurzen Wegen zu erreichen ist. Das sind Wege, die in anderen Stadien beim öffentlichen Nahverkehr zum direkten Stadioninneren genauso weit sind.

Man kann natürlich auch ein neues Stadion auf die “Grüne Wiese” setzen, aber wie soll man dort hinkommen, und was bleibt da noch an Seele? Und in Bezug auf den Weg zur nächsten Haltestelle empfehle ich, sich zum Beispiel mal das Hamburger Volksparkstadion anzuschauen.

Nationalhymnen

Aus Anlaß der EM mal wieder mein Vorschlag:

Wenn vor den Spielen die Nationalhymnen gespielt (und gesungen werden), sollten die Fernsehsender dabei karaokemäßig den Text, eine lateinische Transskription des Textes (bei der EM relevant in Bezug auf Griechenland) und eine deutsche Übersetzung der einzelnen Verse einblenden.

Dann würde man als Zuschauer viel mehr davon haben.

Bergdörfertour

Gerade habe ich das erste Mal eine Tour über die Karlsruher Bergdörfer gemacht: Die Durlacher Allee entlang nach Durlach, den Turmberg hoch, hinten wieder runter, und dann am Rittnerthof durch den Wald bis zum Thomashof.

Von dort ging es dann via Kreisstraße nach Stupferich. Dort ist übrigens eine linksseitige Radwegbenutzungspflicht angeordnet – auf einer Strecke mit deutlichem Gefälle. Ich gehe davon aus, daß in die Gegenrichtung auch Benutzungspflicht besteht. Den habe ich natürlich links liegen lassen, denn lebensmüde bin ich nicht. Obendrein herrschte auf der Fahrbahn anfangs eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h, bei der man als Radfahrer locker mit den Kfz mithalten kann. Von Stupferich ging es dann nach Palmbach. Den ausgeschilderten Wirtschaftsweg habe ich dann rechts liegen lassen, weil ich nicht wußte, wo er hinführt – der scheint aber wohl recht brauchbar und sogar eine Abkürzung zu sein, wie ich in Palmbach feststellte. Von Palmbach ging es dann nach Grünwettersbach, dann noch einmal hoch nach Hohenwettersbach, und dann die Tiefentalstraße bis Durlach-Aue. Da habe ich mich dann etwas verfahren, letztlich dann aber über einen Fahrradwegweiser Richtung Stadtmitte dann doch die Ottostraße gefunden. (Fürs nächste Mal: Wenn man von der Ostmarkstraße auf die Fiduciastraße kommt, nach Norden bis zum Kreisel fahren – dort geht nach Westen die Ottostraße ab.) Über die Wolfartsweierer Straße ging es dann nach Hause.

Die Daten: 26,34 km (eigentlich plus vielleicht ein km, bis ich den Tacho auf Null gestellt habe), 1:09:12 h Fahrzeit, 22,84 km/h Schnitt, 59,80 km/h max.

Olympia-Berichterstattung durch ARD und ZDF

Langsam sickert durch, daß die Abmachung zwischen der Regierung der VR China und dem Internationalen Olympischen Komittee, daß alle IOC-akkreditierten Journalisten während der Olympischen Sommerspiele in Peking frei und ohne Zensur über alle Themen berichten können, nur ein leeres Versprechen sein dürften.

So will man Live-Übertragungen vom Platz des Himmlischen Friedens verbieten (siehe Spiegel Online), und die Übertragungen des chinesischen Staatsfernsehens aus den Sportstätten werden zeitverzögert sein (siehe Tibet-Initiative Deutschland, via China-Watchblog).

Das dürfen wir uns nicht bieten lassen. Mit “Wir” meine ich Deutschland als Staat, unsere Rundfunkanstalten und uns Bürger als Gebührenzahler dieser Rundfunkanstalten.

Ein erster Ansatzpunkt dürften da die entsprechenden Gremien von ARD und ZDF sein.

Beim Zweiten Deutschen Fernsehen ist das der Fernsehrat:

Der Fernsehrat ist ein Kontrollorgan des ZDF. Er überwacht das Programm, genehmigt den vom Verwaltungsrat beschlossenen Haushalt und wählt den Intendanten. Er nimmt diese Aufgaben stellvertretend für die Gesellschaft wahr. Deswegen setzt sich das Gremium auch aus Vertreterinnen und Vertretern der unterschiedlichen gesellschaftlich relevanten Gruppen zusammen.

Die Organisation der ARD wird mir noch nicht klar. Gibt es dort ein Organ, an das man sich wenden kann? Oder muß man sich da an die einzelnen Landesrundfunkanstalten wenden?

Briefe, eMails, etc. an diese Organe kann natürlich jeder auch alleine schreiben, aber vielleicht kriegt man da ja noch etwas Größeres auf die Beine gestellt.

Welche Punkte außer den beiden oben genannten, die in den “Zuständigkeitsbereich” der Rundfunkanstalten fallen, habe ich noch vergessen?

Sport im Winter

Nachdem ich jetzt wieder ein bißchen mehr laufe und es am Donnerstag auch mal wieder zum Hochschul-Lauftreff geschafft habe, mußten endlich mal ordentliche Winterklamotten her. Also bin ich zum L&S Shop, bei dem ich mit der Beratung in Bezug auf Schuhe sehr zufrieden war. Dort bekam ich dann auch gleich diverse Sachen gezeigt, schließlich habe ich dann für einen Überzieher, ein Unterhemd und Socken knapp 100 Euro ausgegeben :-| Ein stolzer Preis, das muß sich dann auch rentieren. Nächstes Mal gucke ich dann mal im Netz, für die Beratung darf er sich ja beim ersten Mal ruhig ein paar Euro verdienen.

Gestern hab ich die Klamotten dann das erste Mal beim Laufen (9,6 km) eingeweiht, heute hab ich ausprobiert, ob sie auch zum Radfahren taugen. Und auch da kann man eigentlich nicht meckern.

Radfahren bei dem stürmischen Wetter war auch recht schön, besonders hinten in Weiherfeld, wo die Radroute nach Ettlingen über die Felder geht. Das Fahren mit Klickpedalen war erstmal wieder ungewohnt, das sollte ich wohl auch regelmäßig trainieren, sonst wird es bei der ersten RTF nächstes Jahr wieder eine ziemliche Belastung fürs Knie.

Jedenfalls bin ich jetzt erstmal halbwegs ausgerüstet für den Sport im Winter!

Neue Pumpe

Nachdem meine Reifen doch spürbar Luft verloren hatten, mußte ich mir beim Bike-Lager eine Pumpe schnorren. Und da das allein dann doch etwas blöd kommt, hab ich mir auch gleich selbst eine gekauft. Die JoeBlow Sport (was für ein Name …) ist aus Stahl und schafft mühelos mit ca. dreimal Pumpen ein Bar. Preis: 39,95 € (incl. Apothekenaufschlag, bei Amazon wäre sie vier Euro billiger gewesen).

Naja, was soll’s, dafür hatte sie sofort. Jetzt fahre ich mit 5 bar und alles ist wieder super.

RTF nach Baerenthal

Nachdem ich schon vor zwei Jahren die Partnerschafts(gemeint ist die Städtepartnerschaft von Karlsruhe und Nancy)-Radtouristik[sic!]fahrt Nancy-Baerenthal-Karlsruhe mitgemacht habe und im letzten Jahr leider kein ordentliches Rad hatte, habe ich mich dieses Jahr wieder angemeldet.

Ein bißchen Training hatte ich zum Glück: Vor drei Wochen insgesamt 115 km bei der RTF in Malsch, letzte Woche 60 km Berge mit der Uni-Radsportgruppe. Insofern war ich auch guter Dinge.

Samstag um 10:00 war Start, eine Viertelstunde vorher war ich mit meiner Reisetasche, die auch einige Lernsachen für Informationssysteme enthielt, an der Europahalle. Die abgegeben und kurz darauf ging es zur Startaufstellung. Bürgermeister Eidenmüller hatte auch keinen Helm auf, die Offiziellen interessierte es also schonmal nicht.

Die ersten 15 km oder so ging es im geschlossenen Verband mit Polizeibegleitung los, an den meisten Ampeln ohne Stopp. Nach der Rheinbrücke trennte sich das Feld dann schnell, ob des starken Gegenwindes. Nach der ersten Verpflegungsstation hatte ich dann auch vernünftige Gruppe zum Ranhängen, es konnte also Tempo gemacht werden. An der zweiten Station kam ich dann angeblich an, als die Spitzengruppe gerade weg war. Zusammen mit zwei anderen gelang es dann auch, diese nochmal einzuholen, lange konnten wir den Anschluß dann aber nicht halten. Also ging es gemütlich weiter, die 101 km (YMMV) hatte ich dann in 3:52 h netto (4:02 brutto) geschafft, ein recht ordentlicher Schnitt.

Kurz nach der Zielankunft fiel mir dann auch auf, was ich vergessen hatte: Das Eincremen mit Sonnenschutz, was ich eigentlich an der ersten Verpflegungsstation nachholen wollte. Naja, Unterarme und Hals sind schön braun, an der Stirn pellt die Haut jetzt ab und am Oberarm in dem Bereich, der normalerweise von T-Shirts verdeckt ist, vom Radtrikot aber halt nicht, wird es wohl auch noch so kommen.

Gut ausgeschlafen und gestärkt ging es dann am nächsten Morgen wieder los, wieder im Pulk den ersten kleinen Hügel hoch. Macht nicht wirklich Spaß, vor allem, wenn jemand zum Überholen ansetzt und dann verhungert und einem den Weg abschneidet. Aber nach 20 km oder so wurde es dann auch weniger dicht. Am Anfang hab ich mal wieder meine Kraft überschätzt und bin den Leuten, mit denen ich eigentlich fahren wollte, davon gefahren. Naja, hab mich dann irgendwann einholen lassen, ging eigentlich noch. Also bis Lembach Windschattenfahren, und dort an der Verpflegungsstation gestärkt, bevor es zwei Berge hochgehen sollte. Die waren zwar nicht ganz unanstrengend, aber durchaus zu schaffen. Danach wieder schön Windschattenfahren bis zur Verpflegungsstation. Und danach kam die flache Schlußetappe. Erstmal waren wir nur zu dritt, ging aber auch schon ganz gut. Dann wurden wir von einer weiteren Vierergruppe eingeholt, was das Tempo doch nochmal deutlich gesteigert hat: 33 km/h in der Ebene bei leichtem Gegenwind, 30 km/h bei leichter Steigung. So wurden dann zwei Fahrer, die wir eingeholt hatten, auch noch mitgenommen.

Der Schlußspurt ging dann auf dem Rheindeich los und im Hafengebiet weiter. Leider kamen danach dann meherere rote Ampeln, aber mehr als ein paar Minuten sollten die eigentlich nicht gekostet haben. Entsprechend ordentlich dann auch die Zeit: 4:24h/4:45h (netto/brutto) für 122 km, macht netto einen Schnitt von fast 27 km/h, und das bei gut 1000 Höhenmetern.

Ging zwar mit einem Trekkingrad gerade noch, aber irgendwann brauche ich auch mal ein Rennrad … Und wo ich gerade dabei bin: Klickpedale und Fahrradschuhe.

In der Europahalle habe ich dann erstmal geduscht und dann die Pastaparty-Gutscheine verbraucht: Diesmal gab es Pasta-Buffet incl. Getränk, und noch ein zweites Getränk extra. Da kann man doch nicht meckern …

War jedenfalls wieder eine sehr schöne Tour, auch dank des geschlossenen Starts: Da findet man recht einfach Leute, die geschwindigkeitsmäßig zu einem passen. Wobei ich noch ein bißchen an meiner Kraftaufteilung arbeiten muß, es bringt ja nichts, sich am Anfang zu verausgaben und die Kraft beim Alleinefahren zu vergeuden …

Rhein-Alb-Murg-Radtourenfahrt

Als ich von der Rhein-Alb-Murg-Radtourenfahrt des FV Malsch eher zufällig von der Startseite des Karlsruher Stadtwikis erfuhr, dachte ich mir: Nette Sache, kannst Du Dein Rad endlich mal vernünftig einweihen. Sebastian gefragt, aber der spielt heute Volleyball …

Leider stand auf der Website nichts von wegen Meldung, und auf eine eMail-Anfrage gab es auch keinerlei Reaktion. Naja, hab mich dann halt entschlossen, einfach auf gut Glück vorbeizufahren. Nachdem ich gestern auf der Erasmus-Party für 11,50 € Alkoholika verzehrt hatte, wachte ich zwar um 6:40 auf, aber der Kopf brummte ziemlich. Naja, sei’s drum, angezogen und los.

Bis nach Malsch waren es 18,5 km. Dort Startkarte ausgefüllt, die 5 € bezahlt, die Startnummer befestigen lassen und dummerweise keinen Zettel mit der Strecke mitgenommen. Los ging es durch die Rheinebene, Au am Rhein, Durmersheim und so weiter. Dieser Bereich ist übrigens übelst radwegeverseucht, auch auf den Nebenstraßen.

Die Gabelung der Strecken habe ich dann irgendwie verpaßt und bin der 119-km-Strecke über Spessart nach Etzenrot gefolgt. Die Abfahrt von Spessart ist ganz nett, aber nicht besonders schnell fahrbar (insbesondere nicht der 30-Zonen-Rechts-vor-links-Teil im Ort). In Etzenrot habe ich es dann bemerkt, ein anderer Teilnehmer hat mir dann den Weg nach Moosbronn beschrieben. Die Straße Richtung Bad Herrenalb war ok, danach ging es aber wieder ordentlich bergauf. Da ich ja schon unplanmäßig viele Höhenmeter drauf hatte, hat mich das ziemlich geschlaucht, und ich war froh, als ich die Verpflegungsstelle in Moosbronn (mit 10 km Umweg) erreichte.

Dort hab ich mich dann erstmal mit Sonnenmilch eingeschmiert und ordentlich Energie getankt. Nach der Station ging es noch ein Stückchen bergauf und dann praktisch nur noch runter. Die Abfahrt von Moosbronn nach Michelbach ist genial, Spitze habe ich 69,5 km/h geschafft. Wieder in der Rheinebene gibt es dann problemlos zurück nach Malsch, der Umweg betrug dann am Ende doch nur knapp 8 km.

Zusammen mit der An- und Abreise bin ich also heute gut 120 km Fahrrad gefahren, am nachmittag habe ich dann erstmal den fehlenden Schlaf nachgeholt.

Zur Tour: Es hätten gerne ein paar mehr Wegweiser da sein dürfen, und die Startnummern sollten aus reißfesterem Material sein. An der ersten Verpflegungsstation habe ich mir die Nummer, bei der die unteren beiden Sicherheitsnadeln abgerissen war, nochmal neu festmachen lassen. Hat aber nicht lange gehalten, irgendwann hing sie dann noch mit einer Sicherheitsnadel am Trikot, da habe ich sie dann abgenommen. Aber ansonsten war es eine sehr schöne Tour!

Stevens Esprit

Heute hab ich nach langem Warten mein doch arg verspätetes Geburtstagsgeschenk (von mir an mich selbst, aber durch großzügige Geldgeschenke mitfinanziert) in Empfang genommen: Ein Trekkingrad der Marke Stevens Esprit, daß Geschwindigkeit mit Komfort (voll straßentauglich) vereint.

Und es ist wirklich unsäglich geil. Standesgemäß wurde es bei gut 40 km/h auf der Ettlinger Straße Richtung Innenstadt (zum Glück gibt es dort keinen benutzungspflichtigen Radweg, aber das wäre mir dann auch egal gewesen) eingeweiht.

Diesen Adrenalinkick (oder irgendein anderes Hormon, mir doch egal) kriegt man wohl bei kaum einer anderen Sportart so einfach …

Rheinzabern, die Zweite

Heute war ich mal wieder zum Laufen in Rheinzabern, diesmal kostengünstig als Mitfahrer bei Ingo vom Hochschullauftreff.

Strecke waren diesmal satte 15 km. Das erste Drittel ging ganz gut, das zweite zog sich doch sehr, und kurz vor der 10-km-Marke schaltete der Stoffwechsel um und es ging wieder locker-leicht. Ergebnis: 1:13:13 h. Nicht ganz so toll wie der Halbmarathon letztes Jahr, aber es wird langsam wieder.

Von Ingo hab ich dann noch den Tipp bekommen, mich ein paar Runden mehr einzulaufen. In der Tat wohl eine gute Idee, aber diesmal wollte ich den lädierten Fuß möglichst lange schonen. Ging mit strammgeschnürten Schuhen aber sehr gut.

Am Start habe ich bestimmt 30 Sekunden im Gedrängel verloren – nächstes Mal vorher weiter nach vorne drängeln …

Nach 10 km gab es übrigens einen Becher Tee oder Wasser zum Trinken – stand nicht in der Ausschreibung!

So, mal sehen, wann der Muskelkater anfängt (bei mir eher nach zwei Tagen als nach einem Tag) – vermutlich dann, wenn der vom Volleyballtraining am Freitag langsam wieder weggeht …

Laufwiedereinstieg im Winter

Nachdem ich nach dem Baden-Marathon überhaupt nicht mehr zum Laufen gekommen war (Prüfung, Studienrbeitsbeginn, vollgestopfter Wochenplan im Semester …), habe ich mich ja ins kalte Wasser gestürzt und mich einfach zum KSC-Schloßparklauf angemeldet. Eigentlich hatte ich dafür zumindest ein, zwei Mal trainieren wollen, aber das war dann auch nichts. Naja, ging ja trotzdem. Also dran bleiben: Am Wochenende drauf der 1. Winterlauf in Rheinzabern. Soweit also ganz gut.

Dann kamen die Weihnachtsferien und die Form ging erstmal wieder ein bißchen runter: Zwei kleine Runden in Schleswig-Holstein gelaufen und für den Silvesterlauf in Forchheim angemeldet. Der war trotz guten Wetters eine ziemliche Quälerei. Letzte Woche habe ich aber wieder mal mit normalem Training angefangen und bin 10 km bzw. 12 km im Hardtwald gelaufen (von mir bis zum Stadion, dann die Stutenseer Allee bis zur L 644 bzw. zum Pfinz-Entlastungskanal, wieder zurück und über den Klosterweg nach Hause). Das ist eine schöne, einfach zu merkende Strecke, an die man auch leicht noch was ranhängen kann (einfach noch ein Stück am Kanal entlang). Zum Ausmessen von Strecken ist übrigens Google Earth super geeignet.

Eigentlich wollte ich ja letzte Woche schon zum Hochschullauftreff stoßen, aber irgendwie war da das Sportinstitut noch zu (auf der Hochschulsportwebsite ist dazu natürlich nichts zu finden). Naja, dann halt ab morgen, und hoffentlich hat da noch jemand im Auto Platz, um mich zum 2. Lauf der Rheinzaberner Winterlaufserie (diesmal 15 km) mitzunehmen …

Übrigens: Beim km-Spiel mache ich jetzt auch wieder mit. Einfach mal reinschauen, und ggf. auch selber mitmachen.

Winterlauf Rheinzabern

Nachdem ich mich vom Schloßparklauf letzte Woche halbwegs schnell erholt habe, und außerdem noch Guthaben von DB Carsharing abzufahren hatte, habe ich mich recht kurzfristig entschlossen, beim 1. Lauf der 25. Winterlaufserie in Rheinzabern mitzumachen.

Also heute morgen um 7 Uhr aufgestanden, was gegessen, Sachen gepackt und zum Bahnhof geradelt, wo das gebuchte Auto stand. Das Teil hatte sogar Navi, das hab ich dann die letzten 500 Meter auf dem Rückweg mal ausprobiert (Bahnhof war noch als Ziel gespeichert). Hin hatte ich mir den Plan ja eh ausgedruckt, außerdem hatte ich es eilig, und die Programmierung hätte sicher etliche Minuten gedauert …

In Rheinzabern angekommen, wurde ich auch gleich von Ordnern auf den Parkplatz gelotst, vielleicht 200 m von der Halle entfernt. Auch sonst war es recht gut organisiert, jedenfalls bekam ich auch mit dem Nachmeldezettel sofort meine Startnummer, und ne Schlange gab es auch nicht. Platz in der Umkleide war zwar relativ knapp, aber vor dem Lauf mußte ich ja eh nur fix in die Laufklamotten schlüpfen.

Da also alles schneller als erwartet ging, blieb noch Zeit für eine Wiener im Brötchen. Direkt nach dem Aufstehen habe ich halt noch keinen Hunger. Und danach war immer noch massig Zeit, aber die habe ich dann auch noch irgendwie rumgekriegt.

Am Start war dann erstmal mächtiges Gedränge. Massenstarts mit 1400 Teilnehmern sind halt generell etwas doof, und wenn die Leute noch meinen, sich eine Minute vor dem Start immer noch einlaufen zu müssen (wohlgemerkt hinter der Start-Linie, also auf der Strecke!), ist Chaos halt vorprogrammiert.

Der erste Kilometer war also tierisches Gedränge, danach ging es halbwegs, aber es wurde schon immer wieder mal eng. Das lag auch daran, daß die Strecke an den Stellen, wo man weniger Läufer pro Zeit erwartete, enger war, weil nur eine Straßenseite gesperrt war.

Muskelmäßig war dieser Lauf eigentlich überhaupt kein Problem, dafür von der Kondition her: Ich war teilweise schon übelst außer Atem … Und obwohl ich mal ein paar Meter gehen mußte und der Lauf subjektiv ewig gedauert hat, war ich mit 0:47:09 noch 44 Sekunden schneller als vor einer Woche :-)

Verpflegung war hier nicht so reichlich (jedenfalls nicht für umme, drinnen gab’s kalte Getränke, Kaffee, Kuchen, belegte Brötchen und Würstchen), aber das kann man für 4 € Startgeld auch nicht erwarten. Immerhin gab’s schön heißen schwarzen Tee. Ist wohl bei dem Wetter auch besser als Kaltgetränke.

Die Dusche war dann überraschenderweise zur Gemeinschaftsdusche gemacht worden (jeweils zwei Umkleiden hatten zusammen einen Duschraum, und die erste von sechs Umkleiden war Damenumkleide, alle anderen Herrenumkleiden – es hätte woanders™ zwar noch eine extra Damenduche gegeben, aber das war wohl den meisten zu blöd – IMO zurecht). Mir macht’s auch nichts aus, also fix geduscht (so fix wie’s geht, wenn das Wasser eher tröpfelt als fließt) und angezogen – jetzt war die Umkleide wirklich voll, und zudem noch der Boden naß.

Eigentlich hatte ich auf dem Rückweg ja vor, bei Germersheim über den Rhein zu fahren und dann noch ein bißchen auf der A5 zu rasen – aber irgendwie hab ich die Rheinquerung nicht gefunden. Weiß jemand, in welche Richtung man da fahren muß?

Zurück am Hauptbahnhof, also dem Stellplatz des Autos, war ich dann immer noch eine halbe Stunde zu früh …

Insgesamt ein sehr schöner Lauf, ist eine Überlegung wert, die restlichen Läufe (15 und 20 Kilometer) auch noch mitzulaufen.

Und damit ich es selbst nicht vergesse: Auf mein-sport-foto.de gibt es irgendwann Fotos. Ob von mir auch eins gemacht wurde, habe ich zwar nicht mitbekommen, aber ich nehme es doch an.