Springscream naht

Bald ist im Kenting-Nationalpark am Erluanbi-Leuchtturm wieder das jährliche Springscream-Festival. An meinem Geburtstag, dem 2. April 2010, gehe ich nochmal Tauchen, und dann sind drei Tage Party angesagt. Gerade suche ich noch nach den Info über das Camping, aber das wird schon klappen. Mein Ticket habe ich jedenfalls schon vor ein paar Tagen beim 7Eleven gekauft. Die Bandliste gibt es hier, und ich kenne von den Bands jedenfalls auf den ersten Blick keine einzige … Das wird sicher zu einigen CD-Käufen führen …

Disclaimer: Ich hatte ohnehin vor, da hinzugehen, aber diese Vorankündigung schreibe ich, um an der T-Shirt-Verlosung teilzunehmen.

Metallica stolz auf Folter

Jetzt wurde ja eine Liste von Musikstücken bekannt, mit der die USA in Guantanamo akustische Folter betreiben (siehe zum Beispiel in diesem taz-Artikel).

Während manche Künstler jetzt so langsam mitkriegen, was da läuft, und sich am Protest beteiligen, ist das Metallica offenbar scheißegal. Zitat aus der taz:

Metallica ausgenommen: Die Gruppe ließ wissen, sie sei “stolz”, am “Krieg gegen den Terror” teilnehmen zu dürfen.

(eine detaillierte Quelle habe ich bisher leider nicht gefunden)

Für mich ein Grund, die neueste Platte dieser Band garantiert nicht zu kaufen.

Sound of Wild Strawberry

Anläßlich des (inzwischen beendeten) Besuchs des Vorsitzenden der Association for Relations Across the Taiwan Straits (ARATS), Chén Yúnlín (陈云林), in Taiwan, entlädt sich dort jetzt die Unzufriedenheit über die Amtsführung von Präsident Ma.

Studenten halten auf dem Platz der Freiheit vor der National Taiwan Democracy Hall ein Sit-in ab (Quelle). Ihre Forderungen:

  1. Eine Entschuldigung des Präsidenten und der Premierministers beim taiwanischen Volk.
  2. Der Rücktritt von zwei Polizeifunktionären.
  3. Eine Reform des Versammlungsgesetzes.

Von diesen Protesten stammt das Lied The Sound of Wild Strawberry (Autor: Nell, via Memories of Past Tense):

我已經睜開眼了 撐過甦醒的疼痛
我伸開雙手迎接四方的風 抖落刺骨的操縱
我不是溫室花朵 你也不用假裝溫柔
我學不會你們虛偽的臉孔 只會、真實、面對、自我
I’ve opened my eyes, lived through the pain
I open my arms to welcome the wind, shake off your piercing manipulation
I’m not fragile, no need to pretend to be gentle
I can’t learn your hypocrisy, I only know how to face the real me

我們有屬於我們的夢 我們有我們的話想說
在你們背叛自己以後 不要連我們一起出售
我們有屬於我們的夢 我們有我們的話想說
在你丟棄了信念以後 灰燼裡我們選擇出走
We have our own dreams, we have our own opinions
After you have betrayed yourselves, do not bring us down with you
We have our own dreams, we have our own opinions
After you burned down your belief, we choose to walk away from the ashes

安靜不代表認同 和平不代表承受
你的傲慢再一次燙傷了我 這一次我不會沈默
Silence is not agreement, peace is not tolerance
Your arrogance has burned me again, but this time I will not be silenced.

Ich werde in nächster Zeit wohl noch öfter über Taiwan berichten, insbesondere darüber, wie wir den Freiheitskampf der Taiwaner unterstützen können.

Mit dem Rad zum U&D

Am Samstag war ich mit dem Fahrrad unterwegs. Erst von Karlsruhe nach Stuttgart-Vaihingen ins Freibad (Gpsies.com), mit Zwischenstopp in der Schwabengalerie für Getränke und Essen.

Im Freibad habe ich dann hauptsächlich in der Sonne gelegen, habe mich geduscht und bin einmal gerutscht. Bei der Gelegenheit konnte ich dann gleich saubere Klamotten anziehen.

Von da dann ging es dann hoch zur Uni (gpsies.com) (wieder mit Zwischenstopp in der Schwabengalerie, die Batterien vom Navi waren alle), wo das Umsonst&Draußen stattfand.

Dort habe ich mir dann die Konzerte von Ruby Shock, Johanna Zeul und Ahead to the Sea angehört. Von Johanna Zeul habe ich mir die frisch erworbene CD gleich vorne auf dem Cover signieren lassen. Mein Bier habe ich übrigens brav dort gekauft. Rainer von Vielen hat mir nicht so gefallen, so daß ich um ca. 22:15 Uhr abgehauen bin, runter zum Hauptbahnhof (gpsies.com). Das hat lange genug gedauert, da ich in Vaihingen ein paar Mal auf die Karte gucken mußte und unten in der Innenstadt auch plötzlich die Wegweiser zum Hauptbahnhof fehlten.

Ich habe jedenfalls noch den RE um 23:15 bekommen und bin mit zweimal Umsteigen gegen 1 Uhr wohlbehalten in Durlach angekommen.

34, 38, 82, ’06

Nach langem Suchen habe ich auch den italienischen WM-Song gefunden. Er stammt von Fabrizio Levita (Fanclub), heißt “34, 38, 82, ’06″ (warum wohl?) und wird nach der Melodie von “54, 74, 90, 2010″ von den Sportfreunden Stiller gesungen.

Hörprobe und Text mit Übersetzung gibt es beim Fanclub online.

Und als CD will er das Ganze auch noch veröffentlichen. Naja, um damit noch Kasse zu machen, ist er IMO etwas spät dran …

P.S.: Herzlichen Dank auch an den Zuschauerservice des ZDF.

Unifest

Gestern war in Karlsruhe Unifest. Insgesamt war es ziemlich genial, auch wenn es ziemlich blöd angefangen hat.

Um 20:00 wäre ich mit ner Freundin im Foyer verabredet gewesen. Ich war etwas vorher da, weil ich gedacht hätte, daß Einlaß und Garderobe etwas länger dauern könnten, um die Zeit war da allerdings noch nichts los. Um fünf vor acht bekomme ich dann eine SMS: “Wir treffen uns doch erst um 20:30.”, weil jemand, der noch mitkam, im Stau stand. Ich ziemlich ungehalten zurückgeschrieben, daraufhin kam dann ein Anruf, das wäre doch nicht ihre Schuld, sie könne nichts machen, bla bla.

Es wäre natürlich auch überhaupt keine Möglichkeit, daß besagter Jemand einfach alleine parkt und zur Uni läuft. Jedenfalls ist das kein Grund, abgemachte Termine nicht einzuhalten.

Dr. Dr. Rainer Erlinger hatte dazu diese Woche in der Rubrik “Gewissensfrage” zur Unpünktlichkeit zu sagen:

Die Pünktlichkeit leidet an chronischer Unterschätzung. Meist wird sie zusammen mit Höflichkeit und gutem Benehmen in einen Topf geworfen. Dies trifft es meines Erachtens jedoch nicht. Ständige Unpünktlichkeit ist nicht nur unhöflich. Es geht dabei auch nicht um Zwanghaftigkeit oderdie Nicht-Einhaltung von Konventionen, sondern schlicht um Geringschätzung des Gegenübers.

Natürlich kann es mühsam sein, sich so einzurichten, dass man rechtzeitig kommt. Doch gerade darin liegt der wunde Punkt: Wer diese Mühe nicht auf sich nimmt, bewertet die eigene Zeit, die er sich einteilen und damit opfern müsste, höher als die des anderen. Wer nicht an genaue Termine gebunden ist, kann seine Zeit besser ausnutzen; wer stets auf die letzte Minute plant, setzt den Wert der eigenen Zeit in der Kalkulation höher an, jeweils auf Kosten anderer. Den Zeitverlust der Wartenden mag er bedauern, er nimmt ihn jedoch, wie der Jurist sagen würde, billigend in Kauf. Er knapst sich von deren (endlicher) Lebenszeit ein Stück zugunsten der eigenen ab. [Auch als murder in the millionth degree bekannt, Anm. des Bloggers] Da Zeit etwas höchst Persönliches ist, liegt darin – hart ausgedrückt – ein Instrumentalisieren und damit eine Abwertung des anderen.

Damit ist zu dem Thema wohl alles Wesentliche gesagt.

Die erste Konzert war von Die Schnitter. War recht genial, und gegen Ende war auch meine Laune besser. Körpereigene Glücksdrogen sind schon was Feines.

Danach kamen die die Tanzkinder. Selbst charakterisieren sie ihre Musik als “sympathisch-leichten und höllisch groovenden Akustik-Sommerpop”. Hat Spaß gemacht, besonders jetzt im tiefsten Winter.

Der absolute Höhepunkt war dann der Auftritt der Skaliners. Mit diversen Zugaben haben die über eineinhalb Stunden gespielt, und es ging schon mächtig ab. Achja, wenn man Stage-Diving machen will, möge man doch vorher ein wenig abnehmen. Danke. Achja, wenn das Mädel mit dem grünen Top, bei dem der linke Träger immer runterrutschte, das bei dem Auftritt vor mir (3. Pfosten, Mitte, einige Meter vor dem Mischpult) das hier liest, möge sie sich doch melden ;-)

Bei dem Auftritt war die Halle extrem voll, die Luft dementsprechend ziemlich warm und stickig und ich ziemlich durchgeschwitzt. Danach war also erstmal Chill-Out angesagt.

Danach kamen noch Motosushi, wo es auch ziemlich abging, auch wenn es sich schon deutlich leerte. Immerhin ging es dann um ca. viertel nach Drei an der Garderobe ziemlich zügig.

Alles in allem mal wieder ein äußerst gelungenes Unifest!

Über Wasser – Schiff fährt.

Diese Woche hat Harald Schmidt mit seiner ARD-Showband einen Zeitungsbericht über die Darstellungen des Seekriegs in einen rhythmischen Sprechgesang umgewandelt:

Über Wasser – Schiff fährt.
Unter Wasser – Torpedo kommt.
Schiff geht unter.
Frau weint.
Nächstes Schiff.

Das ist wirklich herrlich politisch unkorrekt. Schmidtie, ok, Du bist nicht Stefan Raab, aber könnt Ihr da nicht ne CD draus machen?

Und alle zusammen!

Tötet Sweety!

soulcore fordert: Tötet Sweety!. Seine Idee ist ein Sweety Shooter (à la Moorhuhn, nehme ich an).

Ich plädiere eher für den Einsatz von <bush>weapons of mass destruction</bush>: In Hühnerbrütfabriken landen die aussortieren Küken im Häcksler. Das wäre doch mal eine Maßnahme …