Nationalhymnen

Aus Anlaß der EM mal wieder mein Vorschlag:

Wenn vor den Spielen die Nationalhymnen gespielt (und gesungen werden), sollten die Fernsehsender dabei karaokemäßig den Text, eine lateinische Transskription des Textes (bei der EM relevant in Bezug auf Griechenland) und eine deutsche Übersetzung der einzelnen Verse einblenden.

Dann würde man als Zuschauer viel mehr davon haben.

Polylux wird eingestellt

Wie die Netzeitung berichtet, wird polylux zum Jahresende eingestellt (via lawblog).

Grund: Der RBB hat kann Geld mehr. Sich dort zu beschweren, dürfte wenig zielführend sein. IMO sollte man sich lieber bei der eigenen Landesrundfunkanstalt (Intendant und Rundfunkrat) sowie beim Vorsitzenden der ARD beschweren – denn alle Landesrundfunkanstalten verantworten das Erste Deutsche Fernsehen gemeinsam.

Rundfunkstaatsvertrag

Via “Mein Senf”: Die Länder wollen ARD und ZDF Sendungsarchive im Internet verbieten.

Das schreit natürlich nach Protest, zu richten an:

poststelle@stm.bwl.de, direkt@bayern.de, landesredaktion@berlin.de, poststelle@mw.brandenburg.de, office@sk.bremen.de, poststelle@bwa.hamburg.de, poststelle@stk.hessen.de, poststelle@stk.mv-regierung.de, poststelle@stk.niedersachsen.de, poststelle@staatskanzlei.saarland.de, poststelle@dd.sk.sachsen.de, landesregierung@schleswig-holstein.de, poststelle@tsk.thueringen.de, Reinland-Pfalz per: http://www.stk.rlp.de/rlp/broker?uMen=504705df-4091-47fd-35a3-115f96529772

Mein Schreiben:

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 12. Juni 2008 werden die Ministerpräsidenten den neuen Rundfunkstaatsvertrag beraten.

Im gegenwärtigen Entwurf ist vorgesehen, den Rundfunkanstalten zu untersagen, ein Sendungsarchiv öffentlich zur Verfügung zu stellen, das weiter als 7 Tage zurückreicht.

Diese geplante Regelung wäre eine Verschwendung von Gebührengeldern, eine Unverschämtheit den Gebührenzahlern und ein Rückschlag für die Informations- und Wissensgesellschaft in Deutschland.

Die Eigenproduktionen der Rundfunkanstalten werden mit erheblichem Kostenaufwand, der aus öffentlichen Mitteln, nämlich aus den Gebühren der Rundfunkteilnehmer, finanziert wird, produziert.

Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zum öffentlichen Diskurs in einer demokratischen und pluralistischen Gesellschaft.

Umso wichtiger ist es, daß diese Dokumente nicht nach einmaligem Senden verlorengehen, sondern der Öffentlichkeit auf Dauer zur Verfügung stehen.

Ich fordere Sie auf: Geben Sie dem Druck der Lobby der kommerziellen Nachrichtenindustrie nicht nach und unterzeichnen Sie den Staatsvertrag in der gegenwärtigen Fassung nicht.

Zum Schluß noch ein Beispiel, das die Absurdität der Forderung der Presseunternehmen verdeutlicht: Niemand würde auf die Idee kommen, dem Bundestag und den Landtagen zu untersagen, ihre Parlamentsdokumentation dauerhaft im Internet bereitzustellen, weil diese Unterlagen auch von kommerziellen Verlagen herausgebracht werden. Und ebenso würde niemand www.gesetze-im-internet.de verbieten, weil auch der Beck-Verlag Gesetzestexte als Taschenbücher verlegt.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Müller

Olympia-Berichterstattung durch ARD und ZDF

Langsam sickert durch, daß die Abmachung zwischen der Regierung der VR China und dem Internationalen Olympischen Komittee, daß alle IOC-akkreditierten Journalisten während der Olympischen Sommerspiele in Peking frei und ohne Zensur über alle Themen berichten können, nur ein leeres Versprechen sein dürften.

So will man Live-Übertragungen vom Platz des Himmlischen Friedens verbieten (siehe Spiegel Online), und die Übertragungen des chinesischen Staatsfernsehens aus den Sportstätten werden zeitverzögert sein (siehe Tibet-Initiative Deutschland, via China-Watchblog).

Das dürfen wir uns nicht bieten lassen. Mit “Wir” meine ich Deutschland als Staat, unsere Rundfunkanstalten und uns Bürger als Gebührenzahler dieser Rundfunkanstalten.

Ein erster Ansatzpunkt dürften da die entsprechenden Gremien von ARD und ZDF sein.

Beim Zweiten Deutschen Fernsehen ist das der Fernsehrat:

Der Fernsehrat ist ein Kontrollorgan des ZDF. Er überwacht das Programm, genehmigt den vom Verwaltungsrat beschlossenen Haushalt und wählt den Intendanten. Er nimmt diese Aufgaben stellvertretend für die Gesellschaft wahr. Deswegen setzt sich das Gremium auch aus Vertreterinnen und Vertretern der unterschiedlichen gesellschaftlich relevanten Gruppen zusammen.

Die Organisation der ARD wird mir noch nicht klar. Gibt es dort ein Organ, an das man sich wenden kann? Oder muß man sich da an die einzelnen Landesrundfunkanstalten wenden?

Briefe, eMails, etc. an diese Organe kann natürlich jeder auch alleine schreiben, aber vielleicht kriegt man da ja noch etwas Größeres auf die Beine gestellt.

Welche Punkte außer den beiden oben genannten, die in den “Zuständigkeitsbereich” der Rundfunkanstalten fallen, habe ich noch vergessen?

RAF-Mitglieder verklagen Zeitungen

Wie SPON berichtet, gehen mehrere Ex-RAF-Mitglieder inzwischen, teilweise gerichtlich, gegen Presseberichterstattung vor, durch die sie sich in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt sehen.

Passend dazu ein Auszug aus dem Lebach-Urteil des Bundesverfassungsgerichts:

Die Ausstrahlungswirkung des verfassungsrechtlichen Schutzes der Persönlichkeit läßt es jedoch nicht zu, daß die Kommunikationsmedien sich über die aktuelle Berichterstattung hinaus zeitlich unbeschränkt mit der Person eines Straftäters und seiner Privatsphäre befassen. Vielmehr gewinnt nach Befriedigung des aktuellen Informationsinteresses grundsätzlich sein Recht darauf, “allein gelassen zu werden”, zunehmende Bedeutung und setzt dem Wunsch der Massenmedien und einem Bedürfnis des Publikums, seinen individuellen Lebensbereich zum Gegenstand der Erörterung oder gar der Unterhaltung zu machen, Grenzen. Auch der Täter, der durch eine schwere Straftat in das Blickfeld der Öffentlichkeit getreten ist und die allgemeine Mißachtung erweckt hat, bleibt dennoch ein Glied dieser Gemeinschaft mit dem verfassungsrechtlichen Anspruch auf Schutz seiner Individualität. Hat die das öffentliche Interesse veranlassende Tat mit der Strafverfolgung und strafgerichtlichen Verurteilung die im Interesse des öffentlichen Wohls gebotene gerechte Reaktion der Gemeinschaft erfahren und ist die Öffentlichkeit hierüber hinreichend informiert worden, so lassen sich darüber hinausgehende fortgesetzte oder wiederholte Eingriffe in den Persönlichkeitsbereich des Täters in der Regel nicht rechtfertigen; sie würden [...] eine erneute soziale Sanktion verhängen.

Schön, daß diese Menschen sich jetzt endlich mit vernünftigen Mitteln wirklich dafür einsetzen, daß diese Gesellschaft sich zum Besseren verändert.

“Zu kurz”

Gerade mal wieder in nem Krimi: Der Bösewicht (Geiselnehmer) läßt bei der Polizei anrufen und sich ne Cessna für die Flucht bestellen. Danach wird gleich aufgelegt.

Danach bei der Polizei: “Und?” – “Zu kurz, hab ich mir schon gedacht …”

Glaubt dieses Märchen, daß Gespräche sich nur ab einer bestimmten Mindestdauer zurückverfolgen lassen, tatsächlich noch ein Krimineller? Und gibt es irgendein Geheimgesetz, das Krimiautoren verpflichtet, das so darzustellen?

Ingo Steuer

Das ist der Eiskunstlauftrainer, der sich seine Olympiateilnahme erklagen mußte, weil ihn das NOK mitfahren lassen wollte.

Peter Gauweiler bringt es heute in einem SZ-Kommentar auf den Punkt:

Was, wenn mir in diesen lichten Tagen des gesamtdeutschen Neuanfangs das Einzelschicksal des heute 39 Jahre alten Ingo Steuer vorausgesagt worden wäre? Der war damals junger Mitläufer des alten Regimes [...]. [...] Dass also unser junger Mann nach der Wiedervereinigung ein besseres Leben würde beginnen können, sogar Stabsunteroffizier der Bundeswehr werden und herausragende sportliche Leistungen für Deutschland vollbringen würde – zu dieser Vorhersage hätten wir alle im Wendejahr erleichtert gesagt: “Na also!”

Wäre uns allerdings damals vorausgesagt worden, dass dieser junge Mann [...] im Januar 2006 vom [NOK] unter öffentlicher Anprangerung [...] aus dem deutschen Olympiakader ausgestoßen würde, nicht weil er sich in den fast 16 Jahren, die seit dem Mauerfall ins Land gegangen sind, etwas hätte zuschulden kommen lassen, sondern weil die Berliner Vergangenheitsbeamten jetzt auch seine Stasi-Akte geordnet und verschlagwortet haben, und weil man im NOK es 16 Jahre nach dem Neuanfang für politisch korrekt hält, “Mannschaftsmitglieder und Betreuer auf Stasi-Kontakte prüfen zu lassen” – uns wäre dies im Morgenschein der Einheit undenkbar, unvorstellbar und absolut verrückt vorgekommen. Das ist es auch noch heute.

Seit der Wende ist fast eine Generation vergangen. In unserem Rechtsstaat verjähren in dieser Zeit selbst schwerste Straftaten [...]. Es ist ein Ausdruck höchster Solidarität, sich von den Fehlern der Vergangenheit betroffen zu fühlen. Aber Betroffensein und aktives Bewältigen ist etwas anderes, als “wir” zu sagen und anderen an die Brust zu schlagen oder ins Gesicht.

Eine Maßnahme, die wie gehabt nur getroffen wird, damit die Institution NOK gut da steht (über deren diverse Vergangenheiten auch einiges zu sagen wäre), hat kein ehrliches Bewältigungsziel, sondern einen unguten Zweck. Was hier so offensichtlich propagandistisch geschieht, ist abstoßend.

Volle Zustimmung. Abstoßend ist im übrigen nicht nur das Verhalten des NOK, sondern auch, wie sich die Fernsehnachrichten auf das Thema gestürzt haben. Aber daß auch die Tagesschau längst keine seriöse Informationsquelle mehr ist, ist ja nichts Neues. Von irgendwelchen reißerischen “Polit-Magazinen” ganz zu schweigen …

Do no evil

Do no evil – das ist ja bekanntlich die (öffentlich vertretene) Philosophie von Google.

Und dieses gute Unternehmen mit ethischen Prinzipien filtert nun in China politisch “heikle” Themen wie Taiwan oder Tibet. Da hat man sich mit dem Reformkommunismus chinesischer Prägung (in normalem Deutsch: Staatskapitalismus) ja hervorragend arrangiert.

Immerhin wird das nun Thema einer Anhörung des US-amerikanischen Senats-Unterausschusses für weltweite Menschenrechte.

Skandalurteil

Die zuständigen Richter (PDF, knapp 1 MB) des LG Hamburg haben heute mal wieder gezeigt, daß auch zwei juristische Staatsexamina nicht vor völliger Rechtsunkenntnis schützen.

Nicht nur gegen die klaren Buchstaben des Gesetzes sondern auch gegen den erklärten Willen des Gesetzgebers entschieden sie auf Betreiben von Universal Boards (nie von gehört, es sei denn, die haben was mit dem Plattenlabel zu tun) und deren Rechtsanwalt Bernhard Syndikus (siehe auch Wikipedia), der übrigens schon einmal wegen Raubkopien in Untersuchungshaft saß (Hart aber gerecht, oder so ähnlich), der Heise-Verlag sei auch für Forumsbeiträge verantwortlich, von deren rechtswidrigem Inhalt er keine Kenntnis hat.

Und da dem Richter wohl irgendwann die sachlichen Argumente ausgingen, wurde er halt pampig:

So wie der Verlag das Forum bisher betreibe, fordere er Rechtsverletzungen sogar potenziell heraus, betonte ein Richter. Es sei nicht hinnehmbar, dass “die in ihren Rechten Verletzten Ihnen hinterherrennen müssen”.

Eher andersrum: Es kann wohl kaum angehen, daß Heise irgendwelchen dahergelaufenen Abmahnanwälten hinterherlaufen muß. Nicht Heise hat Rechtsverletzungen begangen, sondern seine Nutzer. Der Gesetzgeber hat das erkannt, Hamburger Richter offenbar nicht. Die beschränken lieber die Meinungsäußerungsfreiheit im Internet. Mein Tipp: Nach China oder Rußland oder Kuba schicken, da gelten solche Methoden sicher als fortschrittlich. In einem Land mit freiheitlich-demokratischem Staatswesen haben solche Leute zumindest im Justizdienst jedenfalls nichts verloren.

Der Wunsch nach Rache

Wenn Jörg Armbruster einen Schauprozeß gegen Saddam Hussein ablehnt und diese Meinung auch noch so fundiert begründet, daß es vielleicht auch ein BILD-Leser verstanden hätte, ist das vorbildlich.

Wenn BILD ihn dafür zum Verlierer des Tages kürt, ist das nicht nur peinlich, sondern auch ein eindrucksvolles Beispiel dafür, daß dieses Blatt moralisch auf niedrigster Stufe steht.

Via: Bildblog.

Bist Du Deutschland?

Um den Patriotismus zu steigern, gibt es jetzt eine neue Kampagne. Titel: Du bist Deutschland.

Einen netten Artikel (mit vielen Links) hat Spreeblick, und bei Flickr machen ganz viele Leute mit eigenen Motiven mit. Du bist die BILD-Zeitung! Du bist Josef Ackermann! Du bist Benedikt XVI.! Du bist Helmut Kohl! Du bist Deutschland!

Harald Schmidt hat es getroffen:

Erfunden wurde der Satz von Gerhard Schröder morgens beim Rasieren vor dem Spiegel.

Springer übernimmt Fernsehsender

Der Axel-Springer-Verlag übernimmt den TV-Konzern ProSiebenSat.1, berichten das BILDblog und Spiegel online. Naja, was soll’s. An der Qualität von eingekauften Sendungen wird es wohl nichts ändern, und die “Informations”sendungen dieser Sender sind auch jetzt schon nicht sehenswert.

Unterschichtenpresse meets Unterschichtenfernsehen. Paßt scho …

UPDATE: Vorher muß die Übernahme natürlich noch vom Kartellamt geprüft werden und wird dann hoffentlich nicht genehmigt. Die CSU hat sich schon als unwählbar und undemokratisch geoutet, indem Ede verlauten ließ, daß er das ganz toll findet.

SPIEGEL-Leser-Syndrom

alkalamba bezeichnet im Heise-Forum den Spiegel als “BILD des (Pseudo-)Intellektuellen”:

Pseudoseriöse Informationssendungen wie die “Tagessschau” wirken eher kontraproduktiv, weil sie bezüglich der angesprochenen Themen gerade noch an der Oberfläche kratzen, was aber die Konsumenten nicht davon abhält, sich informiert zu fühlen. Das produziert dann langfristig das berüchtigte “SPIEGEL”-Leser-Syndrom: Von nichts wirklich Ahnung, aber davon ganz viel. Denn genausowenig, wie man die Relativitätstheorie verstanden hat, wenn man Joachim Bublath beim Kugelwerfen auf Gummitücher beobachten konnte, durchschaut man nach der Lektüre eines superinvestigativen SPIEGEL-Artikels komplexe politische, wirtschaftliche oder technische Zusammenhänge. Der SPIEGEL ist die BILD des (Pseudo-)Intellektuellen und hat als solche sicherlich seine Berechtigung, sollte aber nicht als seriöse Informationsquelle betrachtet werden.

Da ist was Wahres dran …

Emanzen-Rumgezicke

Das SZ-Magazin hat in der letzten Ausgabe Leserbriefe veröffentlicht. Einer davon:

An: <marketing-forschung@sueddeutsche.de>
Thema: Beschwerde über sexistische Magazin-Ausgabe

Mit großer Ungläubigkeit hat die Städtegruppe Köln von Terre des Femmes die Ausgabe Nr. 6 wahrgenommen. Das gar nicht so lustige Körbchengröße-Ratequiz reduziert Frauen auf Objekte, die nicht denken können. Unterstützt wird dies dadurch, dass sie [sic! - Anm. d. Bl.] es nicht einmal für nötig halten, den Brüsten ein Gesicht zu geben. Wir fordern eine öffentliche Entschuldigung.

Der Leserbrief kommt als “Warnhinweis” gleich neben die entsprechenden Hochglanz-Seiten an die Wand …

Deutsche Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek, wie Die Deutsche Bibliothek künftig heißen wird, soll nach einem neuen Gesetzentwurf in Zukunft auch Netzpublikationen sammeln.

Auch nach Lektüre der FAQ bleibt unklar, ob das auch private Weblogs betrifft. Falls ja, sollte man dort an vernünftigen Erfassungsverfahren arbeiten. RSS existiert, das Übermitteln als Archivdatei per FTP-Upload ist IMO etwas umständlich.

Verfahren gegen Jamba-Werbung

Wie die FAZ schon am 18. März berichtete, haben die Landesmedienanstalten von Hamburg und Nordrhein-Westfalen Verfahren gegen MTV2Pop und Viva eingeleitet, weil diese die erlaubten 12 Minuten Werbung pro Stunde zum Teil deutlich überschritten hatten – natürlich mit nerviger Jamba-Klingeltonwerbung.

Außerdem soll auch ein möglicher Verstoß gegen den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag geprüft werden. Nach diesem sind Werbespots unzulässig, die “direkte Kaufappelle an Kinder oder Jugendliche enthalten, die deren Unerfahrenheit und Leichtgläubigkeit ausnutzen”.

Wird wirklich Zeit, daß dieser Jamba-Dreck endlich verboten wird!

eBay-Werbung

Seit 23:30 und noch bis 0:15 bringt die ARD eine Sendung von Andreas Christoph Schmidt: eBay: Der Traum vom Glück im Netz, produziert vom Südwestrundfunk.

Bis jetzt jedenfalls ist das ganze eine kritiklose Lobhudelei auf eBay, bei der wohl möglichst viele Nicknames von eBay-Verkäufern erwähnt werden sollen.

Wir erinnern uns daran, daß die öffentlich-rechtlichen Sender nach 20:00 keinerlei Werbung bringen dürfen. Ist ja schlimmer als bei Jamba und Planetopia

Und sowas nennt sich dann Journalist – schämt Euch!

Manipulation bei der Tagesschau

kju berichtet über einen Artikel auf tagesschau.de, aus dem ein etwas peinliches Zitat Stoibers nachträglich entfernt wurde (via: verbrennung.org).

Um die Manipulation perfekt zu machen, wurde dann noch ein weiteres Mal nachbearbeitet. Liebe Online-Redaktion der Tagesschau: Sehr seriös ist das aber nicht! Aber das wißt Ihr vermutlich schon selbst …

Ich werde bei Gelegenheit mal schriftlich nachhaken

BILDblog

Zur Vorgeschichte: Das BILDblog stellt täglich ca. zwei Fälle von Falschmeldungen, Propagande und ähnlichem in BILD bloß. 250.000 Besucher hat diese Seite schon jeden Monat.

Jetzt hat sogar das ZDF über das BILDblog berichtet. Ob das jetzt zu Problemen mit dem Partner T-Online (http://heute.t-online.de/) führt, der ja auch mit Bild zusammenarbeitet (http://bild.t-online.de/)? Egal, jedenfalls werden es so hoffentlich noch mehr Leser werden.

via jblog.