Ubuntu aufs Netbook
Vor einigen Tagen habe ich mein Netbook (Asus eeePC 1005 HA-M) bekommen. Das wurde zwar mit Win 7 Starter geliefert, aber das muß ja nicht sein ... Ein Linux sollte rauf, und zwar ein weniger Frickliges. Meine Wahl fiel auf Ubuntu, von dem es auch ein Netbook Remix gibt. Außerdem sollte die Festplatte verschlüsselt sein.
Damit schied das Installationsimage von Ubuntu Netbook Remix schon mal aus - das hat nur den grafischen Installer. Für Verschlüsselung braucht man aber auf jeden Fall der textbasierten Alternate Installer. Also das Image für i386 runtergeladen. Da ging dann der Streß los: usb-creator gibt es unter Gentoo als Paket nicht. Die Alternative Unetbootin funktionierte irgendwie nicht richtig. Also Unetbootin auf dem Netbook unter Windows ausgeführt. Da habe ich auch erst gedacht, das ist abgestürzt. Beim zweiten Mal hat es dann über zwei Stunden gebraucht, um aus dem ISO-Image einen bootfähigen USB-Stick zu erstellen. Irgendetwas muß da richtig schlecht programmiert sein - Dateien aus einem ISO-9660-Dateisystem zu extrahieren, ist jedenfalls keine rocket surgery.
Dann konnte es also losgehen mit der Installation. Ein kleines Problem gilt es zu umschiffen:
If you get "Incorrect CD-ROM detected" error on detection stage, reboot, press F6 and then ESC to go to manual boot line editing, and add the option 'cdrom-detect/try-usb=true'. On Ubuntu 9.10 server edition the install menu will be shown right after reboot. Chose "Help" and then press F6. At the boot prompt type "install cdrom-detect/try-usb=true" and hit enter.
Steht auch in der Anleitung. Das Partitionierungstool funktionierte so reibungslos, wie ich es von einer Serverinstallation vor Kurzem in Erinnerung hatte. Für WLAN muß man in der Tat das Paket mit dem Treiber (über Kabel-LAN) nachinstallieren, wie ebenfalls in der Anleitung beschrieben:
9.10 Netbook Remix does not bring up Broadcom WIFI automatically. Poll and install a few packages manually with dpkg to get networking up. https://bugs.launchpad.net/ubuntu/+source/jockey/+bug/449268.
Alles in allem relativ schmerzfrei. Die nachträgliche Installation der Netbook-Zusätze war auch problemlos.
vpnc: Error verifying the certificate-chain
Wer seit Oktober Probleme hat, sich mit vpnc ins Netz der Uni Karlsruhe (dukath, ob nun von außen oder aus dem WLAN) einzuwählen, dem kann geholfen werden: Den entscheidenden Hinweis bekam ich bei Christoph Langner: Im Prinzip reicht es wohl, das neue Zertifikat rootcert.crt herunterzuladen und in der Konfigurationsdatei von vpnc einzustellen.
Danke, Christoph!
[Ich weiß gerade noch nicht genau, ob es klappt - portal.acm.org war von Alice aus erreichbar, aus der Uni reagiert der Server gerade nicht. Normales Web geht.][portal.acm.org geht jetzt und weiß, daß ich im Uninetz bin. Perfekt.]
Tiles@Home
Ich hoffe doch, daß das Projekt Openstreetmap hinlänglich bekannt ist. Eine Version der Karten wird verteilt, also von vielen Leuten auf dem PC zu Hause etc., gerendet: Dieses Projekt nennt sich Tiles at Home.
Seit Anfang der Woche wurde dort ein neuer Server installiert, der endlich mit mehr als ein paar Dutzend Clients klarkommt, und die Zahl der offenen Aufträge scheint rapide anzusteigen. Wenn ihr also Openstreetmap unterstützen wollt: Mitmachen!
Initramfs
Bisher war ich irgendwie immer Initrd-Muffel - meine Kernel habe ich mit den nötigen Treibern statisch kompiliert und dann direkt von der Root-Partition gebootet.
Nachdem ich mir jetzt aber zwei neue Platten gekauft hatte, wurde das doch langsam mal notwendig: Die alte Platte an SATA1 war plötzlich zu /dev/sdb geworden, anscheinend ist im SCSI-Subsystem die Zuteilung der Gerätenamen nicht so statisch wie bei IDE-Platten.
Also habe ich mit
genkernel --lvm --mdadm --disklabel --luks --bootloader=grubinitrdramdisk
eine Initramdisk erstellt.
Rausgekommen ist dabei /boot/initramfs-genkernel-x86_64-2.6.23-gentoo-r8.
In der grub.conf dann noch das hier:
title=Gentoo Linux 2.6.23-r8 (with initrd)
root (hd0,0)
kernel (hd0,0)/boot/kernel-2.6.23-gentoo-r8 real_root=UUID=xxxxxxxx-xxxx-xxxx-xxxx-xxxxxxxxxxxx
initrd (hd0,0)/boot/initramfs-genkernel-x86_64-2.6.23-gentoo-r8
eingetragen, in der /etc/fstab die Gerätenamen durch UUID=xxxxxxxx-xxxx-xxxx-xxxx-xxxxxxxxxxxx ersetzt, und es läuft alles perfekt.
Damit sind jetzt auch schon erste Vorbereitung für RAID5, LVM und Verschlüsselung getroffen: Ich werde mir jetzt das Init-Skript von genkernel anschauen und daran dann geeignete Veränderungen vornehmen.
UPDATE: Inzwischen heißt es statt "initrd" "ramdisk", ansonsten funktioniert immer noch alles.
Tomoe: Hanzi-Erkennung unter Linux
Da ich letztens beim Arlt Grafik-Tablets gesehen habe, habe ich mal wieder nach Programmen für die Erkennung chinesischer Handschrift gesucht. Auf Anhieb habe ich erstmal nur kommerzielle Lösungen, im übrigen auch nur für Windows, gefunden, wenn man von HanziLookup mal absieht, das aber nur als Java-Applett läuft und daher eher eine Notlösung ist.
Dann bin ich aber auf Tomoe gestoßen. Das hatte ich schonmal irgendwie entdeckt, damals konnte es allerdings nur Japanisch. In Version 0.6 kann es jetzt aber angeblich auch Chinesisch. Leider konnte ich das nicht testen, denn bei mir läuft es nicht richtig. Schade. Ansonsten scheint der Autor nämlich den richtigen Weg zu verfolgen, insbesondere mit der Integration in Scim.
Debian-Distributionen
Gerade in einer Signatur gefunden:
Debian gibt es in drei Flavours: Stale, Rusting und Broken, die ein- bis
zweimal je Jahrzehnt umbenannt werden. Derzeit ist Rusting eigentlich
schon Stale,kann aber vor 2004 nicht offiziell released werden, weil
Gnome2 und KDE3 noch nicht hinreichend veraltet sind und ein kaputter inn
fuer Broken fehlt.
Irgendwie trifft's das ja ...
LICQ kompilieren
Gerade ne ganze Weile versucht, licq 1.3.0 zu kompilieren. Ständig irgendwelche Probleme mit QT,
checking for QT >= 3.x... no
configure: error:
Sorry, but you need QT version 3.x or higher to compile the Qt gui plugin.
und so ...
Irgendwann kam mir dann die Idee: Der Paketbetreuer muß sein Zeugs ja auch irgendwie kompiliert haben. Also mal alle Build-Dependencies des Debian-Paketes installieren (mit apt-get -t testing build-dep licq).
Klappt wunderbar - super.
Tevion rulez!
Nach einem Firmware-Update kann der Tevion DVD-3000 jetzt sogar eine DVD mit 12 MPEG4-Dateien (DivX) lesen, die ich für verbrannt gehalten hatte.
Hintergrund: Ich wollte einen Brennvorgang simulieren, die Ausgabe von cdrecord bestätigte auch, daß es sich um eine Simulation handelte, nach ein paar Sekunden brach ich den simulierten Brennvorgang ab, und danach war auf dem Rohling angeblich der Anfang eines Tracks drauf. growisofs -M hat trotzdem die Dateien draufgebrannt.
Das Inhaltsverzeichnis konnte der Player dann auch lesen, beim Aufruf einer Datei kam eine Meldung READING INDEX ... und das Teil war offensichtlich abgestürzt. Nach dem Firmware-Update lief es dann. Seltsam, seltsam ...
DMA unter Linux
Für alle, die bisher vergeblich versucht haben, unter Linux DMA zu aktivieren (ohne sind die Platten wirklich schnarchlahm):
Es reicht nicht aus, einfach CONFIG_IDEDMA_PCI_AUTO zu setzen, man muß auch noch statt dem generischen IDE-Controller-Treiber einen für den auf dem Boards vorhandenen Chipsatz in den Kernel einkompilieren.
Die Auswahl ist übrigens nicht allzu schwer: Ich habe mich am Hersteller des Chipsatzes orientiert und sofort den richtigen erwischt.
Achja: Der generische Treiber sollte dann raus, denn der krallt sich u. U. die Kontroller vor dem gerätespezifischen, und dann isses wieder nix mit DMA.