Makler und Vermieter

Wie vielleicht einige schon mitbekommen haben, arbeite ich jetzt in Hannover. Demnächst werde ich meine Karlsruher Wohnung dann auch endgültig aufgeben.

Meinen Vermieter hatte ich schon vor der Kündigung per Mail informiert, dass ich “gegen Jahresende” ausziehe. Darauf gab es erstmal gar keine Reaktion. Ende August habe ich dann fristgerecht zu Ende November gekündigt. In dem Schreiben habe ich dann auch mitgeteilt, dass ich die Wohnung demnächst aufräumen werde (vor einem Monat auch geschehen) und Besichtigungen gerne auch in meiner Abwesenheit geschehen können. Darauf bekam ich dann auf meine Mail (siehe oben) auch eine Antwort, mit Nachfragen, was von der Küche und an sonstigen Sachen in der Wohnung bleiben würde. Er (der Vermieter) würde demnächst den gleichen Makler beauftragen, über den auch ich damals die Wohnung gemietet habe. Soweit ok. Aber dann passierte erstmal nix. Diese Woche meldete sich dann der Makler. Ob ich denn Freitag Zeit für eine Besichtigung hätte. Ähm, nein. Ich würde zwar am Wochenende nach Karlsruhe kommen, aber erst abends. Dann vielleicht Samstag. Ähm, nein. Auch wenn ich in Karlsruhe bin, würde ich nur ungern jetzt schon mein Wochenende für irgendwelche Besichtigungen verplanen. Er könne das aber auch gerne ohne mich machen, die Wohnung sei auch halbwegs aufgeräumt (sie ist sogar ziemlich sehr aufgeräumt, hatte ich gar nicht mehr in Erinnerung). Hmm, ja, aber er habe gar keinen Schlüssel. Also habe ich ihm mitgeteilt, dass aber der Vermieter einen habe. OK, dann würde er da mal Kontakt aufnehmen.

Meine Güte, reden die Leute auch irgendwie miteinander? Wenn ich dem Vermieter mitteile, dass er Besichtigungen gerne ohne mich durchführen kann, ist es doch nicht völlig abwegig, dass er das auch dem Makler mitteilt. Und der Makler hat offenbar schon einen ersten Interessenten, war aber noch nicht (für Fotos beispielsweise!) in der Wohnung. Der Vermieter anscheinend auch nicht – dabei wäre es ja nicht völlig abwegig, den Quasi-Leerstand für eine Besichtigung und eventuell notwendige Instandhaltungsarbeiten zu nutzen.

Die Haltung sowohl von Vermieter als auch Makler scheint hier aber eher “Gebt mir das Geld und lasst mich in Ruhe.” zu sein :-/

Die Absurdität des Parkraummarktes

Ein großes Thema in der Stadtplanung etc. ist ja der angebliche Parkraummangel in den Städten, insbesondere den innenstadtnahen Bezirken. Das hat zu zweifachem Gegensteuern geführt:

  • Die Gemeinden können für Neubauten Stellplatznachweise verlangen und tun das in der Regel auch. Die Anforderung ist wohl in der Regel, jedenfalls im Geschosswohnungsbau, dass ein Stellplatz pro Wohneinheit vorhanden ist. Alternativ sind manchmal auch Ausgleichszahlungen des Bauherrn an die Gemeinde möglich.
  • Bauträger gegen wegen des vermeintlichen Parkraummangels davon aus, dass Wohnungen ohne zugehörigen Stellplatz sich nicht vernünftig absetzen lassen. Ebenso gehen Käufer, die die Wohnung hauptsächlich als Geldanlage sehen, davon aus, dass sie sich ohne Verfügbarkeit eines Stellplatzes schlechter vermieten bzw. ggf. irgendwann in der Zukunft schlechter verkaufen lässt.

All diese Leute nutzen aber weder die Wohnung noch den zugehörigen Stellplatz. Und das führt dann dazu, dass die Erwägungen tatsächlich auf dem skizzierten, abstrakten Niveau bleiben. Das führt dann zu folgendem:

  • Der Gemeinde ist es vollkommen egal, wie der Stellplatz aussieht. Jedenfalls macht sie keine weiteren Vorgaben.
  • Dem Bauträger ist es ebenfalls egal, wie der Stellplatz aussieht. Er will aber möglichst viel daran verdienen.
  • Der Käufer der Wohnung interessiert sich ebenfalls nicht sonderlich dafür. Er muss aber eh einen Stellplatz abnehmen, und möchte nicht allzu viel dafür ausgeben.

Das Ergebnis ist dann eine Tiefgarage, bei denen es ein paar “Luxus”parkplätze gibt, die überwiegende Mehrzahl aber die gesetzlich und nach irgendwelchen Normen vorgesehenen Mindestmaße hat. Besonders hervorzuheben sind sog. Doppelparker, zum beispielweise der hier.

Sowas haben wir auch hier in der Tiefgarage, und ich war gezwungen, einen entsprechenden Stellplatz mitzumieten. Am Anfang konnte ich den untervermieten, jetzt zahle ich seit über einem halben Jahr 30 € im Monat für einen Stellplatz, den ich nicht nutze. Nun will ich mir ein Auto anschaffen (günstig von einem Verwandten …) – und muss feststellen, dass es in diesen Doppelparker nicht reinpasst. Ich werde also 30 € im Monat für einen Stellplatz, den ich nicht nutze, bezahlen müssen, außerdem 30 € im Jahr für eine Bewohnerparkerlaubnis, und obendrein ist das Auto dann dem Wetter ausgesetzt, mit dem Ergebnis eines erhöhten Verschleißes. Dem Augenschein nach sind übrigens deutlich über die Hälfte der Stellplätze in den Doppelparkern nicht benutzt. Interessant wäre es, mal zu beobachten, wie viele dauerhaft nicht benutzt werden.

Im Ergebnis ist jedenfalls festzuhalten: Es wird für viel Geld eine Tiefgarage gebaut. Statt dort komfortabel nutzbare Parkplätze einzurichten, werden aufgrund regulatorischer Zwänge und einem irrationalen Verhalten der relevanten Marktteilnehmer doppelt so viele Parkplätze eingerichtet, die dafür gar nicht mehr nutzbar sind. Also eine Investitionsruine.

Bloß: Wie kommt es dazu eigentlich?

  • Wurde die Nachfrage an Stellplätzen überschätzt?
  • War es vielleicht vor 10 Jahren wirklich noch nicht absehbar, dass viele Autos gar nicht in die damals installierten Parksysteme passen?
  • Haben die Beteiligten vielleicht einfach versucht, ihren Gewinn zu maximieren, ohne ausreichend nachzudenken?

Oder was könnten sonst die Gründe sein, die zu so einem absurden Ergebnis führen? Und wie kann man da gegensteuern?

Dubiose Münzwerbung mit Unterstützung der Stadt Karlsruhe?

Anfang Januar erhielt ich eine Werbesendung von MDM für eine Gedenkmedaille. Nicht weiter schlimm, wenn sich nicht offenbar die Stadt Karlsruhe dort hätte mit reinziehen lassen. Hier meine Mail an die Stadt, auf die ich noch keine Antwort erhalten habe:

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute habe ich eine Postwurfsendung mit folgenden Merkmalen erhalten:

Der Umschlag zeigt das Wappen der Stadt mit dem Schriftzug FIDELITAS und
ein Wappen der “Staatlichen Münzen Baden-Württemberg” und dazwischen den
Text “Offizielle Ausgabe-Informationen der Stadt Karlsruhe und der
Staatlichen Münzen Baden-Württemberg” und darunter:

“An ausgewählte Bürgerinnen und Bürger der Region Karlsruhe”

Das Anschreiben zeigt einen ähnlichen Briefkopf, diesmal mit den Wappen
in Farbe. Der Briefkopf enthält weiterhin:

“Offizielle Zuteilungsstelle
———————————-
Kassenzeichen: 165/08/00964831/6

Das Schreiben enthält einen Abdruck der Unterschrift von
Oberbürgermeister Heinz Fenrich.

Der Rückumschlag enthält als Adresse:

“Staatliche Münzen Baden-Württemberg
– Offizielle Zuteilungsstelle –
MDM Münzhandelsges. Deutsche Münze
Theodor-Heuss-Straße
38097 Braunschweig”

Auf einem beiliegenden Flyer heißt es:

“Bezugs-Bestimmungen

Der Bezug der Sonderprägung >>Stadtgründung Karlsruhe<< erfolgt über
einen persönlichen Bezugsschein. Die Bürgerinnen und Bürger der Region
Karlsruhe werden gebeten, dieses Dokument zeitnah ausgefüllt zurück zu
senden."

Im Briefkopf des Anschreibens werden zwar eine Handelsregisternummer und
Geschäftsführer angegeben, aber nicht die Rechtsform der MDM (GmbH?).
Das wäre aber meines Wissens in Geschäftsbriefen gesetzlich vorgeschrieben.

Insgesamt soll also offenbar der -- irreführende -- Eindruck erweckt
werden, es handle sich um ein Schreiben einer offiziellen Stelle und
nicht eines privatwirtschaftlichen Unternehmens. Zudem soll offenbar der
Eindruck erweckt werden, es bestehe eine Verpflichtung zur Rücksendung.

Aus Verbraucherschutzsicht, aber auch hinsichtlich der Verwässerung von
Hoheitszeichen, halte ich dies alles für äußerst bedenklich.

Ich bitte um Mitteilung, ob die Stadt Karlsruhe die Werbeaussendung
autorisiert hat (und ggf., ob in dieser Form).

Die Fraktionen und sonstigen Gruppierungen im Gemeinderat erhalten
dieses Schreiben zur Kenntnis.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Müller

Werde wohl mal nach dem Bearbeitungsstand fragen müssen …

WG-Zimmer zu vergeben

Ein Hinweis in eigener Sache:

Voraussichtlich (!) ab Oktober wird hier mein WG-Zimmer frei. Nähe Durlacher Tor, Eckzimmer mit freiem Blick dank niedriger Bebauung gegenüber, ca. 27 m² (grobe Schätzung, ich weiß gar nicht, ob wir das mal ausgemessen haben). Nach Absprache können ggf. einige Möbel (IKEA-Regale, Sofa, Kleiderschrank, evtl. auch Bett) übernommen werden. Fotos mache ich irgendwann mal, Link wegen Privatsphäre-Mimimi dann aber nur auf Anfrage. Die Miete für das Zimmer liegt incl. DSL, Strom und Gas momentan bei ca. 320 €.

Zur WG: Es gibt noch zwei weitere Zimmer in der WG. Ein Mitbewohner zieht voraussichtlich Ende Oktober aus, der andere vermietet ab Oktober für ein halbes Jahr unter und kommt danach entweder wieder oder zieht ganz aus. Ansonsten gibt es noch eine relative große Küche, einen Abstellraum und zwei Badezimmer.

Sicher Radfahren als Titelthema

Mein Artikel zum Thema “Mehr Sicherheit für Radfahrer – Der Steinige Weg durch die Instanzen” (Kurzfassung: “Sicher Radfahren”) ist jetzt in einer Kurzversion in der gedruckten Umwelt & Verkehr Karlsruhe (Auflage: 2000 Exemplare) und in Kurz- und Langfassung auch online erschienen. Hoffen wir, daß das hilft, das Thema Radwegbenutzungspflicht stärker zu thematisieren.

Schornsteinfeger ohne Rechnung

Heute war ein Zettel vom zuständigen Bezirksschornsteinfeger an der Haustür, daß er nächste Woche kommt. Soweit kein Thema. Allerdings war noch ein handschriftlicher Vermerk drauf: “Es wird bar kassiert!”.

Das wird natürlich nicht, denn die Rechnung läßt sich steuerlich nur absetzen, wenn sie per Überweisung bezahlt wird. Daß der Schornsteinfeger keine Barzahlung verlangen kann, hat mir letztes Jahr schon die Innung bestätigt. Also habe ich angerufen, was das soll. Erstmal darf ich gändigerweise natürlich doch per Rechnung zahlen. Aber der Hinweis steht da, weil das ja sonst so ein Aufwand wäre, wenn man jedem eine Rechnung schreiben muß … Ähm, bitte was wird das denn? Umsatzsteuerhinterziehung?

Wok Man ist wieder da

Der Wok Man in der Karlsruher Kaiserstraße (“Kaiser Strasse 20″) ist wieder da. Zwischendurch waren an der Stelle ja “Käthe ist die Beste” (o.ä., außer Currywurst habe ich da nichts in Erinnerung) und “Yes we can – verry verry good.”

Soweit ersichtlich, liefen diese Zwischennutzungen nicht sonderlich doll, jedenfalls sind sie schnell wieder eingegangen. Über das, was da los war, kann man wohl nur spekulieren. Meine Theorie: Der Immobilienhai, dem das Gebäude gehört, wollte mit Ketten-Systemgastronomie (wobei, gibt es die genannten Läden noch irgendwo? Die Konzepte hören sich ja eher nach Existenzgründerzuschuss von der Arbeitsagentur an …) das große Geld machen. Als diese Mieter dann wegen Mißerfolgs wieder abgesprungen sind, ist er reumütig zum Wok Man zurückgekrochen, damit sein Gebäude nicht ganz leer steht. Wenn jemand weiß, wie es wirklich war: Immer her mit den Infos.

Ich darf übrigens noch einmal darauf hinweisen, daß mir ein Asia Gourmet lieber wäre. Da würde dann vielleicht auch die Zentrale dafür sorgen, daß die zumindest ihre eigene Anschrift korrekt schreiben.

Achja: Was hat der Wok Man eigentlich mit den Exil-Iranern zu tun? Es liegen zwei verschiedene Flyer für Veranstaltungen aus, entsprechende Poster hängen an der Eingangstür.

Hooters Karlsruhe

Am Freitag hat das Hooters Karlsruhe eröffnet. Diese Gelegenheit haben wir genutzt um Olis DA-Vortrag zu feiern. Der Termin war vielleicht nicht der allerbeste, wir mußten ziemlich lange warten, bis wir bestellen konnten, und dann nochmal eine Weile, bis das Essen kam. Insgesamt war es aber noch halbwegs akzeptabel. War halt der erste Tag, das spielt sich hoffentlich noch ein.

Das Essen (Chicken Wings, Hooters Burger, Curley Fries) war sehr lecker und macht auch gut satt – für gut 40 € für drei Personen waren wir voll. Die letzten Chicken Wings gingen kaum mehr rein …

Die Inneneinrichtung, insbesondere die Schilder mit den blöden Sprüchen finde ich etwas albern, gehört aber halt zum Konzept. Eine eingeflogene Bedienung hatten wir leider nicht. Es lief auf den Fernsehern Fußball, allerdings ohne Ton, man braucht sich davon also nicht stören lassen, wenn es einen nicht interessiert. Die Musik ist, in Verbindung mit der Raumakustik, allerdings IMO deutlich zu laut – man kann sich kaum (bzw. nicht vernünftig) unterhalten.

Der Biergarten, den wir noch nicht getestet haben, sieht auch ziemlich brauchbar und gemütlich aus. Vielleicht ist der auch eine gute Alternative, wenn man es weniger laut mag. Allerdings ist er mit Bauzäunen umstellt, wohl damit nachts die Sofas nicht zweckentfremdet werden? Da sollte man sich etwas anderes einfallen lassen.

Noch zum Thema Systemgastronomie: Ich mag (gehobene) Systemgastronomie, insbesondere, wenn man bedenkt, was man in manchen inhaber-/pächtergeführten Restaurants/Kneipen für durchaus stattliche Preise angedreht bekommt. Kettenrestaurants haben den Vorteil, daß sie in der Regel eine funktionierende Qualitätssicherung haben und man somit weiß, womit man zu rechnen hat.

Insgesamt ist das Hooters IMO eine Bereicherung für den ansonsten abends ziemlich toten Kronenplatz.

Hubschrauber im Schloßpark

Vorhin war ich kurz beim Bundesverfassungsgericht, weil ich einen Brief einwerfen mußte. Ein ganz schöner Trubel: Im Schloßgarten stand auf der Wiese ein Helikopter mit einem Haufen Bundespolizisten drumherum. Leider habe ich kein Foto … Auch beim Bundesverfassungsgericht war ein Haufen von denen, außerdem jede Menge Fahrzeuge beispielsweise des SWR … Und das dann letztendlich wegen 30 Sekunden Beitrag für die Tagesschau … Nichtmal Phoenix hat die Urteilsverkündung in Sachen Lissabon-Vertrag ja vollständig übertragen, hörte ich …

Karlsruher Gemeinderatskandidaten

Die offiziellen Kandidaten für die Wahl zum Karlsruher Gemeinderat (und den Ortschaftsräten) 2009 stehen jetzt fest (PDF). Wenn ich das richtig gezählt habe, sind das 397 Kandidaten …

Und unter denen muß ich mir jetzt zwischen 16 und 48 raussuchen, die ich wählen will … Ganz schön aufwendig. Ich denke, ich werde die kommunalpolitischen Themen, die mich interessieren, zusammentragen, einen Serienbrief schreiben und an die Kandidaten schicken (kostenhalber persönlich einwerfen …).

Wichtige Themen:

  • Radverkehr: Haltung zu Sonderwegen/-streifen und Benutzungspflichten
  • Ordnung des ruhenden Verkehrs: Verfolgung von Gehwegparken und Parken an Kreuzungen
  • Transparenz der Verwaltung: Veröffentlichung der Sitzungsunterlagen aller Ausschüsse
  • Haushalt: Ausfallbürgschaft für das neue KSC-Stadion über die aktuelle Beschlußlage hinaus?

Sonst noch Vorschläge? Mir fällt sicher auch noch einiges ein …

Umgang mit Fundsachen

Gestern war ich mal wieder zum Baden im Europabad, mit zwei Freunden. Schonmal soviel: Es war nicht allzu toll. Sehr ärgerlich war allerdings, daß ich meine Schwimmbrille verloren habe. Das kam so: Nach einem Saunagang bin ich wieder ins Schwimmbad. Dort habe ich mich dann irgendwann auf eine Zwischenwand gesetzt, um meine Badehose zuzuknoten. Die Schwimmbrille habe ich dabei kurz neben mich auf besagte Zwischenwand gelegt. Dummerweise stehen diese Zwischenwände ca. 1 cm unter Wasser (vermutlich um Kalkränder und damit Kosten zu sparen …), und es gibt viele Strömungen. Fazit: Vielleicht eine halbe Minute später war die Brille weg.

Wie gesagt: Ärgerlich, aber erstmal meine Schuld. Naiv, wie ich bin, dachte ich mir, daß die Schwimmbrille ja vielleicht dann bei den Fundsachen aufgetaucht. Also am frühen Abend angerufen, wie denn das mit den Fundsachen ist. Antwort: Die landen dann an der Kasse, genaueres könne man mir auch nicht sagen, und ich solle doch vorbeikommen und nachfragen. Was ich heute vor dem Lauftreff gemacht habe. Und was ich da erlebt habe, setzt dem Ganzen echt die Krone auf: Die Kassenangestellte verschwindet erstmal mehrere Minuten im Hinterzimmer und kommt dann mit einem riesigen Karton mit Schwimmbrillen und anderem Kleinkram zurück. Ob sie mir denn sagen könne, was davon heute dazugekommen sei? Nein, das wisse sie auch nicht. Ob es denn wohl reiche, wenn ich nur die oberste Ebene durchschaue, mehr Schwimmbrillen seien ja wohl heute nicht dazugekommen? Naja, vielleicht habe ja schon jemand den ganzen Haufen durchwühlt …

So planlos wird also im Europabad mit Fundsachen, also Eigentum der eigenen Kunden, umgegangen. Da weiß man weder wo noch wann die eigentlich gefunden wurden. Dem Kassenpersonal will ich da gar keinen Vorwurf machen – aber irgendjemand in der Verwaltung muß ja eine Arbeitsanweisung aufgestellt haben, wie mit Fundsachen umgegangen wird. Diese Verplantheit paßt übrigens auch sehr gut zu dem, was wir im Bistro erlebt haben: Ersteinmal war ausgerechnet am Jubiläumstag die Kasse ausgefallen. Tja, wer billig kauft, kauft doppelt. Und dann ging es äußerst schleppend voran, obwohl soviel dann doch nicht zu tun war. Grund offenbar eine unklare Aufgabenverteilung beim Personal. Und dann war auch noch das Besteck alle, so daß Oli seinen Obatzder mit den Fingern essen mußte, nachdem seine Brezel alle war.

Bei derartigen Service- und Organisationsmängeln braucht man sich nicht wundern, wenn die Gäste ausbleiben. Aus dem Elsaß oder der Pfalz kommt für so ein Bade”erlebnis” sicher niemand nach Karlsruhe.

PDFs der Stadt Karlsruhe

Als ich den Haushaltsplanentwurf der Stadt Karlsruhe tatsächlich mal benutzen wollte, ist mir zuerst aufgefallen, daß man offenbar den Stellenplan vergessen hat, der Teil der Haushaltssatzung ist (bzw. dessen Entwurf momentan Teil des Entwurfs derselben ist). Habe per Mail nachgefragt, mal sehen, was da als Ausrede kommt – Datenschutz oder so …

Dann habe ich bemerkt, daß die Seitenzahlen im Inhaltsverzeichnis nicht anklickbar ist. Vernünftige PDF-Erstellungs-Programme sollten das eigentlich hinkriegen … Als ich dann in den Dokumenteigenschaften nachgeschaut habe, wie das PDF erzeugt wurde, sah ich das hier (Anzeige im Acrobat Reader):

Anwendung: Adobe InDesign CS3 (5.0.3)
PDF erstellt mit: Adobe PDF Library 8.0
PDF-Version: 1.6 (Acrobat 7.x)

Kein Plan, ob InDesign Links unterstützt – wenn nicht, ist es unbrauchbar … Vielleicht haben die aber auch nur das Inhaltsverzeichnis manuell erstellt, möglich ist alles.

Interessant ist in dem Zusammenhang aber vor allem die Erklärung der Stadt Karlsruhe zur Zugangseröffnung nach Art. 3a Verwaltungsverfahrensgesetz Baden-Württemberg:

Die Stadt Karlsruhe nimmt Dokumente in folgenden Dateiformaten entgegen:

  • [...]
  • Portable Data File Version 1.3 (*.pdf)
  • [...]

Die Stadt stellt also PDF in einer Version online, die sie selbst nicht akzeptieren würde – was soll das?

Haushalt online

Die Verwaltung hat jetzt den Entwurf des Haushalts 2009 in den Karlsruher Gemeinderat eingebracht. Neu und begrüßenswert: Der 863 Seiten starke Entwurf ist als PDF online. Aber das ist noch nicht alles:

Zuvor bietet die Stadt Karlsruhe ihren Einwohnerinnen und Einwohnern die Gelegenheit, selbst Einsicht in den Haushaltsplanentwurf zu nehmen und dazu Änderungsanträge zu stellen.

Das geht bis zum 10. März. Der Entwurf selbst ist angeblich nur bis zum 3. März online. Falls das stimmt, hab ich ihn daher gespiegelt.

Ratsinformationen werden genutzt

Letztes Jahr hatte ich mich darüber gefreut, daß die Dokumente zu den Gemeinderatssitzungen auch in Karlsruhe endlich im Internet zur Verfügung stehen. Heute bestätigt die StadtZeitung, daß diese Infos auch tatsächlich genutzt werden:

Bürger interessieren sich für die Arbeit der Verwaltung

(14.01.09) Das “Bürgerportal” des Gemeinderats im Internet wird ausgiebig genutzt. Unter der Adresse http://www.karlsruhe.de/gemeinderat können sich Bürgerinnen und Bürger seit einem Jahr über öffentliche Tagesordnungen der Ausschüsse informieren und Vorlagen, Anträge, Stellungnahmen sowie Protokolle von Sitzungen einsehen. Ein Service, der ankommt: Allein rund 19 000 Ratsdokumente laden Nutzer etwa im zeitlichen Umfeld einer Gemeinderatssitzung herunter.

Die Stadt hat damit für alle Interessierten die Möglichkeit geschaffen, sich umfangreich über öffentlich verhandelte Themen zu informieren. Der Zuspruch spiegelt das Interesse der Bürgerschaft an Politik und Verwaltung wider und belegt für die Stadt die Bedeutung, die transparentes Handeln für die Teilhabe am politischen Geschehen der Stadt hat. Das Informationsangebot soll in der kommenden Sitzungsperiode weiter ausgebaut werden.

Das Informationsangebot soll also weiter ausgebaut werden – das wäre wirklich toll. Vielleicht kommen dann auch so wichtige Ausschüsse wie der Planungsausschuß endlich dazu. Und vielleicht überdenkt man ja auch noch einmal die Entscheidung, die Abwägungsvorschläge zu B-Plänen u.ä. nicht online zu stellen. Das Datenschutzargument ist etwas weit hergeholt, zumal diese Unterlagen überall sonst auch veröffentlicht werden.

Vorzüge des Wildparkstadions

Im Oktober war ja im Gemeinderat mal wieder das KSC-Stadion Thema. Den folgenden Ausführungen von OB Fenrich (Seite 7 im Protokoll) kann ich da nur zustimmen:

Zur Diskussion über die Standorte muss ich auch sagen, dass mir dabei die Vorzüge des Standortes Wildpark eigentlich viel zu kurz gekommen sind. Es werden immer nur – warum das so ist, weiß ich nicht – die Nachteile dargestellt, die das Wildparkstadion natürlich hat. Auch ich erkenne dies, das ist doch völlig klar. Jeder, der ins Stadion geht – und wir waren fast alle dort, gegen Bayern München waren wir das letzte Mal da -, sieht, dass es Nachteile hat. Aber wir haben auch, wie ich meine, ganz signifikante Vorteile: eine integrierte innenstadtnahe Lage. Wir haben eine gewachsene historische Standortidentität, die Verbundenheit weiter Kreise mit dem Wildparkstadion. Wenn man mit den Leuten im Stadion spricht, kann man das feststellen. Darüber hinaus haben wir, auch wenn wir das in Karlsruhe nicht mehr wahrnehmen, eine hervorragende Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Das liegt daran, weil die lnnenstadt fußläufig auf relativ kurzen Wegen zu erreichen ist. Das sind Wege, die in anderen Stadien beim öffentlichen Nahverkehr zum direkten Stadioninneren genauso weit sind.

Man kann natürlich auch ein neues Stadion auf die “Grüne Wiese” setzen, aber wie soll man dort hinkommen, und was bleibt da noch an Seele? Und in Bezug auf den Weg zur nächsten Haltestelle empfehle ich, sich zum Beispiel mal das Hamburger Volksparkstadion anzuschauen.

vpnc: Error verifying the certificate-chain

Wer seit Oktober Probleme hat, sich mit vpnc ins Netz der Uni Karlsruhe (dukath, ob nun von außen oder aus dem WLAN) einzuwählen, dem kann geholfen werden: Den entscheidenden Hinweis bekam ich bei Christoph Langner: Im Prinzip reicht es wohl, das neue Zertifikat rootcert.crt herunterzuladen und in der Konfigurationsdatei von vpnc einzustellen.

Danke, Christoph!

[Ich weiß gerade noch nicht genau, ob es klappt - portal.acm.org war von Alice aus erreichbar, aus der Uni reagiert der Server gerade nicht. Normales Web geht.][portal.acm.org geht jetzt und weiß, daß ich im Uninetz bin. Perfekt.]

Mündliche Verhandlung

In meinem Verwaltungsrechtsstreit gegen die Große Kreisstadt Rheinstetten wegen Radwegbenutzungspflicht in der Karlsruher Straße war heute mündliche Verhandlung. Die Erörterung der Sach- und Rechtslage drehte sich ausschließlich um formalrechtliche Aspekte. Insbesondere neigt das Gericht zur Zeit der Auffassung zu, die Widerspruchsfrist gegen Verkehrszeichen beginne mit der Aufstellung. Sollte es diese Meinung noch ändern, wird es einen Ortstermin geben müssen.

Da bin ich mal gespannt. Ich rechne nach aktuellem Stand damit, daß in Kürze (zwei Monate oder so) ein abweisendes Urteil ergeht, das den Weg nach Mannheim und dann ggf. Leipzig frei macht.

Finanzkrise

Vorhin wollte ich an einem Automaten der Karlsruher Sparkasse (Filiale Mendelssohnplatz) Geld abheben. Gewünschte Sprache (“Deutsch”), PIN und Betrag (erst 200 €, bei 2. Versuch 100 €) eingetippt, bestätigt: “Diese Funktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.”

Das liegt wohl eher an einem Kleinkrieg mit den Direktbanken (eine solche hat auch die von mir verwendete VISA-Karte ausgegeben), aber ob das bei der aktuellen Stimmung so klug ist? Man könnte bei so einer Meldung auch auf ganz andere Gedanken kommen.

Europabad reloaded

Am Freitag war ich mal wieder im Europabad (hauptsächlich deshalb, weil das Vierordtbad gerade Sommerpause hat). Und mein erster Eindruck hat sich zum Glück nicht bestätigt.

Ich weiß nicht, ob der Sauna-Außenbereich damals noch nicht fertig war, oder ob ich ihn einfach übersehen habe. Jedenfalls ist der sehr schön gestaltet. Die Geysire im warmen Becken und die Bäume im Garten sind beleuchtet, und im Außenbereich ist noch eine recht große Sauna. Das macht das Ganze dann schon etwas großzügiger.

Die Taschenablagen sind jetzt auch durchgehend da, und es ist auch sauberer geworden.

Die nackten Beton-Oberflächen finde ich weiterhin nicht schön, da ging es doch einfach nur ums Geldsparen …

Sehr intensiv waren auch die Aufgüsse, der in der Außensauna mit Party-Musik.

Für 7 € für den ganzen Tag sehr ok, der Normaltarif beträgt allerdings 14 € für vier Stunden, und am Wochenende noch einen Euro mehr – das ist irgendwie schon recht happig.