Leckere Speck-Champignon-Sahne-Sauce

Bei der Bayern-Aktionswoche von Lidl hatte ich auch eine Packung Semmelknödel (gekühlt, also schon mit Flüssigkeit, nicht im Kochbeutel oder so) gekauft. Darauf war ein ganz nett aussehendes Rezept für eine Speck-Champignon-Sahne-Sauce:

125 Gramm Bacon, eine gewürfelte Zwiebel und 200 g geschnittene Champignons anbraten (zweckmäßigerweise wohl so lange, bis die Champignons deutlich an Volumen verloren haben und insgesamt die Flüssigkeit weitgehend weg ist). Das Ganze dann mit 50 ml Weißwein ablöschen und wieder einkochen lassen. Darauf dann 250 ml Sahne (was ist das eigentlich für eine Unsitte, in Rezepten Sahne mit der Mengenangabe “ml” aufzuführen? Und 250 davon begegnen einem auch immer wieder – die übliche Packungsgröße sind aber 200 Gramm) und fünf Minuten köcheln lassen.

Parallel dazu zogen die Knödel 10 Minuten lang in heißer Fleischbrühe. Die Sauce war ziemlich lecker – bloß die Knödel waren nicht allzu toll (ziemlich hart und klunschig). Ich werde es bei Gelegenheit nochmal mit solchen aus dem Kochbeutel ausprobieren. Spätzle könnten auch ganz gut passen.

Arbeitszuteilungsverfahren

ConsiderGegeben sei folgendes Problem:

Es existiere eine Organisation, in der Kaffee in Codezeilen (und Papers) umgewandelt wird. Der Kaffee wird von einer Kaffeemaschine produziert, die einen gewissen Wartungsaufwand hat (regelmäßiges Entkalken und Reinigen). Der Kaffeeverbrauch ist unterschiedlich (mag mit einem unterschiedlichen Ausstoß an Codezeilen (und Papers) zusammenhängen, aber ein linearer Zusammenhang lässt sich empirisch bisher nicht bestätigen).

Gesucht ist nun ein Verfahren, mit dem der Arbeitsaufwand (also vorzunehmende Wartungsarbeiten) möglichst gerecht auf die Kaffeetrinker verteilt werden kann. Informationen über den Kaffeeverbrauch liegen immer nur rückwirkend für die abgelaufene Periode vor. Es ist zu erwarten, dass innerhalb einer Abrechnungsperiode die Arbeit nicht gerecht verteilt werden kann, alleine schon, weil gar nicht alle drankommen. Es soll also periodenübergreifende Gerechtigkeit hergestellt werden.

Irgendwelche Ideen? Als erster Ansatzpunkt würde ich mit den Tassenzahlen der letzten Periode anfangen und anhand dessen eine Reihenfolge für die aktuelle Periode festlegen. Bloß wie macht man das? Kann man dafür Sitzzuteilungsverfahren missbrauchen? Also anhand der Bruchteile die Sitze für ein Parlament mit 1,2,3, vielen Sitzen ausrechnen, und der jeweils zusätzliche Sitz ist dann der n-te in der Reihe? Sollte doch eigentlich passen – das Verfahren darf bloß keine Anomalie aufweisen, dass sich bei einer Vergrößerung um einen Sitz plötzlich Verwerfungen in der Zuteilung ergeben, die mehr als den einen zusätzlichen Sitz betreffen. Welches Verfahren würden die geneigten Leser da empfehlen?

Als nächstes Problem kommt die Übertragung nicht ausgeschöpfter Bruchteile auf die nächste Periode – und da habe ich noch keinen blassen Schimmer. Wobei, im Zweifel vergrößert man das “Parlament” immer weiter, nimmt die Gesamttassenzahl und berücksichtigt die bereits erledigte Arbeit? Müsste doch passen, oder?

National Palace Museum

Gerade war ich im National Palace Museum, das ich auf meinen bisherigen Taiwan-Reisen irgendwie immer verpaßt habe. Und es war wesentlich weniger langweilig, als ich befürchtet hatte: Bei weitem nicht nur eine Aneinanderreihung von Kalligraphien, Gemälden und Kunsthandwerk, sondern eine gutgemachte, modern präsentierte Ausstellung, bei der die ganzen Artefakte in die soziokulturellen und politischen Gegebenheiten der jeweiligen Epoche eingeordnet wurden.

Blick aus dem National Palace Museum auf die gegenüberliegenden Hochhäuser

Danach war ich noch kurz in einer kostenlosen Kunstausstellung gegenüber, die ich beim Aussteigen aus dem Bus bemerkt hatte: “Three Youths of the Taiwan Official Fine Arts Exhibition”, organisiert von der Taiwan Soka Association. Das war moderne (20. Jahrhundert) Kunst von drei Künstlern, die in ihrer Jugend während der Zeit, als Taiwan zu Japan gehörte, Preise gewonnen hatten: Chen Chin, Lin Yu-Shan und Kuo Hsueh-hu. Eine Privatführung habe ich gleich auch noch bekommen.

Und jetzt sitze ich bei Meet Fresh und bin satt. Hier gibt es typisch taiwanische Sachen wie Taro mit roten Bohnen oder Herb Jelly …

Easy Order

Gestern auf dem Flughafen Frankfurt war ich noch kurz bei McDonald’s, um bei einer Kleinigkeit zu essen (einem Salat) und koffeinhaltigen Getränken noch ein paar Sachen für das Bundesschiedsgericht zu erledigen.

Jeder kennt das wohl: Man steht in der Schlange, sieht die Preisliste nicht so richtig und überlegt, was man eigentlich haben will. Bei diesem McD gab es nun Abhilfe für dieses Problem: Bestellautomaten. Man stellt auf einem Touchscreen seine Bestellung zusammen, bezahlt mit Karte (auch gängige Kreditkarten, aber das mag wohl daran liegen, daß dieser McD halt in einem internationalen Flughafen ist.

"Easy Order"-Automaten bei McDonald's in FRA

Die Menüstruktur (also im Wesentlichen die Darstellung der Speisekarte) war übersichtlich gegliedert, der Zahlungsvorgang problemlos. Am Ende gab es eine Quittung zum Abholen der Bestellung (an einer eigenen Kasse, an der im Gegensatz zu den anderen Kassen keine Schlange war). Während ich mich noch fragte, wo die Nummer auf dem Bon angezeigt bzw. aufgerufen wird, bemerkte ich, daß die schon dabei (bzw. fast fertig) waren, meine Bestellung zusammenzustellen. Keine Minute später hatte ich mein Essen.

Eine tolle Erfindung (jedenfalls in Fast-Food-Restaurants), die sich hoffentlich durchsetzt.

Wok Man ist wieder da

Der Wok Man in der Karlsruher Kaiserstraße (“Kaiser Strasse 20″) ist wieder da. Zwischendurch waren an der Stelle ja “Käthe ist die Beste” (o.ä., außer Currywurst habe ich da nichts in Erinnerung) und “Yes we can – verry verry good.”

Soweit ersichtlich, liefen diese Zwischennutzungen nicht sonderlich doll, jedenfalls sind sie schnell wieder eingegangen. Über das, was da los war, kann man wohl nur spekulieren. Meine Theorie: Der Immobilienhai, dem das Gebäude gehört, wollte mit Ketten-Systemgastronomie (wobei, gibt es die genannten Läden noch irgendwo? Die Konzepte hören sich ja eher nach Existenzgründerzuschuss von der Arbeitsagentur an …) das große Geld machen. Als diese Mieter dann wegen Mißerfolgs wieder abgesprungen sind, ist er reumütig zum Wok Man zurückgekrochen, damit sein Gebäude nicht ganz leer steht. Wenn jemand weiß, wie es wirklich war: Immer her mit den Infos.

Ich darf übrigens noch einmal darauf hinweisen, daß mir ein Asia Gourmet lieber wäre. Da würde dann vielleicht auch die Zentrale dafür sorgen, daß die zumindest ihre eigene Anschrift korrekt schreiben.

Achja: Was hat der Wok Man eigentlich mit den Exil-Iranern zu tun? Es liegen zwei verschiedene Flyer für Veranstaltungen aus, entsprechende Poster hängen an der Eingangstür.

Hooters Karlsruhe

Am Freitag hat das Hooters Karlsruhe eröffnet. Diese Gelegenheit haben wir genutzt um Olis DA-Vortrag zu feiern. Der Termin war vielleicht nicht der allerbeste, wir mußten ziemlich lange warten, bis wir bestellen konnten, und dann nochmal eine Weile, bis das Essen kam. Insgesamt war es aber noch halbwegs akzeptabel. War halt der erste Tag, das spielt sich hoffentlich noch ein.

Das Essen (Chicken Wings, Hooters Burger, Curley Fries) war sehr lecker und macht auch gut satt – für gut 40 € für drei Personen waren wir voll. Die letzten Chicken Wings gingen kaum mehr rein …

Die Inneneinrichtung, insbesondere die Schilder mit den blöden Sprüchen finde ich etwas albern, gehört aber halt zum Konzept. Eine eingeflogene Bedienung hatten wir leider nicht. Es lief auf den Fernsehern Fußball, allerdings ohne Ton, man braucht sich davon also nicht stören lassen, wenn es einen nicht interessiert. Die Musik ist, in Verbindung mit der Raumakustik, allerdings IMO deutlich zu laut – man kann sich kaum (bzw. nicht vernünftig) unterhalten.

Der Biergarten, den wir noch nicht getestet haben, sieht auch ziemlich brauchbar und gemütlich aus. Vielleicht ist der auch eine gute Alternative, wenn man es weniger laut mag. Allerdings ist er mit Bauzäunen umstellt, wohl damit nachts die Sofas nicht zweckentfremdet werden? Da sollte man sich etwas anderes einfallen lassen.

Noch zum Thema Systemgastronomie: Ich mag (gehobene) Systemgastronomie, insbesondere, wenn man bedenkt, was man in manchen inhaber-/pächtergeführten Restaurants/Kneipen für durchaus stattliche Preise angedreht bekommt. Kettenrestaurants haben den Vorteil, daß sie in der Regel eine funktionierende Qualitätssicherung haben und man somit weiß, womit man zu rechnen hat.

Insgesamt ist das Hooters IMO eine Bereicherung für den ansonsten abends ziemlich toten Kronenplatz.

53% Fairtrade

Ich habe jetzt schon zum wiederholten Male bei Penny den Fruchtnektar “Multivitamin Fair” der Firma Pfanner gekauft. Auf der Verpackung ist das Logo “Fairtrade” von TransFair.

Außerdem ist dort folgender großspuriger Text:

Das unabhängige FAIRTRADE-Siegel gibt Ihnen die Sicherheit, dass dieses Produkt die internationalen Standards für Fairen Handel erfüllt. Mit dem Kauf dieses Produkts leisten Sie einen Beitrag zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Kleinbauern und Plantagenarbeiter in Brasilien, Kuba, Paraguay, Costa Rica und Ecuador.

Der dicke Hammer verbirgt sich in der Zutatenliste:

A D Multivitamin Mehrfruchtnektar [offenbar waren die Bindestriche alle] aus Mehrfruchtsaftkonzentrat und Fruchtmark, angereichert mit 8 Vitaminen und Provitamin A. >>> Fruchtgehalt: mind. 50%. Zutaten: Wasser, Mehrfruchtsaft aus Mehrfruchtsaftkonzentrat (Orange*, Apfel, Ananas*, Traube, Maracuja), Rohrzucker*, Nektarinenmark, Bananenmark*, Mangomark*, Guavenmark*, Säurungsmittel: Zitronensäure, Vitaminmischung (C, Niacin, Pantothensäure, E, B6, B1, B2, Biotin), Provitamin A. Pasteurisiert. Vor dem Öffnen gut schütteln. Mindestens haltbar bis: siehe oben. * 53% von Frucht und Zucker stammen aus FAIRTRADE-Quellen.

Sowohl dieser 53%-Hinweis als auch das Wort “Nektar” finden sich nur im Kleingedruckten. Beides habe ich heute zum ersten Mal bemerkt …

Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten:

  1. Das Ganze ist der totale Beschiß. Billig ist dieser Nektar sowieso nicht – für den Preis von IIRC 1,39 € bekommt man auch dicke Mehrfruchsaft oder FairTrade-Orangensaft.
  2. Die gekennzeichneten Früchte kommen zu 100% aus Fairtrade-Quellen. Dann wäre das Zeug zwar immer noch ziemlich teuer, aber ok: Äpfel, Nektarinen, Trauben gibt es auch im EG-Mittelmeerraum, bei Maracuja bin ich mir allerdings nicht ganz sicher.

Ich werde mal bei Penny, Pfanner und/oder Fairtrade nachfragen …

UPDATE: Antwort von Pfanner: Alle mit Sternchen gekennzeichneten Früchte stammen zu 100% aus Fairtrade. Die anderen stammen aus einheimischer Produktion, mit Ausnahme von Maracuja, wo es aufgrund von Lieferschwierigkeiten auf dem Weltmarkt gegenwärtig kein ausreichendes Angebot aus fairem Handel gibt.

Chili Cheese

Gestern war ich mal wieder bei Burger King, zwei 99er essen. Wenn nicht mein Vordermann schon einen Chili Cheese bestellt hätte, hätte ich gar nicht mitbekommen, daß es den wieder gibt … Auf der kleingedruckten Preisliste steht er, aber sonst gibt es keine Werbung dafür. Ist doch recht lecker das Ding, jedenfalls mal eine Abwechslung.

McDrive

Neulich lagen hier im McDonald’s Coupons aus. Die attraktivsten (2 Bigmäcs zum Preis von einem) sollten allerdings nur für den McDrive gelten.

Also habe ich mal bei McDonald’s angefragt, ob man auch mit dem Fahrrad durch den McDrive fahren kann, oder ob hier Kunden, die ihren McDonald’s mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln besuchen, diskriminiert werden sollen.

Die Antwort war erfreulich:

Sehr geehrter Herr Müller,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 10.11.2008.

McDonald’s ist stets bemüht seinen Gästen qualitativ gute Produkte, einen freundlichen und schnellen Service in angenehmer Atmosphäre zu bieten. Zufriedenheit unserer Gäste ist eines unserer vorrangigsten Ziele.

Gern teilen wir Ihnen mit, dass wir unseren Gästen über den McDrive eine schnelle Möglichkeit des Verzehrs von McDonald´s Produkten anbieten möchten. Hierbei ist es völlig unerheblich, ob es sich um ein motorisiertes oder unmotorisiertes Fahrzeug handelt.

Wir hoffen, Ihnen weitergeholfen zu haben und verbleiben

mit besten Grüßen aus München
McDonald’s Deutschland Inc.

… …
Customer Service

Norddeutsche Weinkultur

Die Kaltenkirchener Hochkultur vermisse ich natürlich ganz besonders, und daher hat mich diese Erinnerung an die Heimat besonders berührt – die Umschau berichtet über das Kaltenkirchener Weinfest:

Allein 100 verschiedene Weine aus Deutschland, Italien und Frankreich wurden an etwa 20 Ständen angeboten – vom leichten Riesling über kräftige Rotweine bis hin zu gekühltem Rosé und Champagner. Ein Renner war neben einem frisch gezapften Bier auch die besonders bei den Damen nachgefragte leckere und erfrischend schmeckende Erdbeerbowle.

Oder anders ausgedrückt:

Sie können mit verbundenen Augen den Unterschied zwischen Hefeweizen und einem 1952er Chateau Migraine erkennen? Die beiden Rebsorten “Rot” und “Weiß” sind für sie kein Geheimnis? Sie trinken Rotwein gerne zum Fisch, Hauptsache er ist schön süß?

Klasse, das langt vollkommen.

Fair gehandelter Kaffe in der Mensa

Vor ca. einer Woche hatte ich, nachdem ich mich über den nicht fair gehandelten Bio-Kaffee in der Studentenhaus-Cafete geärgert hatte, das hier ans Studentenwerk geschrieben:

Sehr geehrte Damen und Herren,

als ich heute mal wieder in der Cafeteria im Studentenhaus war, stellte
ich fest, daß es dort inzwischen Bio-Kaffee gibt.

Leider steht auf den Plakaten nicht, ob der Kaffee fair gehandelt ist (was
er wahrscheinlich nicht ist, sonst würde es wohl mit dabei stehen). Das
wäre mir ehrlich gesagt sehr viel wichtiger als das “Bio”. Ich habe einmal
ausgerechnet, daß beim aktuellen Marktpreisniveau fair gehandelter Kaffee
ca. 40 Euro-Cent pro Pfund Mehrkosten pro Pfund verursacht – das wären pro
Becher (zwei Tassen zu je 7 g Kaffee) also nur zwei Cent. Und es sollte
sich doch wohl ein Anbieter finden lassen, der auch für Großkunden fair
gehandelten Bio-Kaffee anbietet.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Müller

P.S.: Das Studentenwerk Mannheim würde Ihnen sicher seine Bezugsquelle
verraten können – dort gibt es fair gehandelten Bio-Kaffee in den
Cafeterien.

Die Antwort heute war erstaunlich positiv:

Sehr geehrter Herr Müller,

vielen Dank für Ihre Anregung!
Mit Ausnahme des Verpflegungsbetriebes Mensa Adenauerring und der Cafeteria an der PH,
dort gibt es Bio-Kaffee, führen wir in allen Cafeterien Transfer-Kaffee. Leider können wir
Ihnen nicht beides in einem liefern, da die Mensen in Baden-Württemberg einen
Kooperationseinkauf tätigen, der bezüglich des Kaffees lediglich zwei Lieferanten unterhält,
die wiederum einen Kaffee, der Bio- und Transfer-Produkt in einem ist, nicht führen.
Allerdings gehört Mannheim auch zu Baden-Württemberg?! Deshalb werden wir
recherchieren und danken Ihnen für den Hinweis!
Bis dahin hoffen wir, dass Sie sich den Kaffee weiterhin munden lassen, ob Bio- oder
Transfer-Kaffee, das müssen Sie eben vorerst noch auswählen.

Für weitere Ideen sind wir jederzeit offen!

Damit sind Verschwörungstheorien, daß die sich für Jacobs-Werbung kaufen lassen oder so, wohl erstmal hinfällig.

Fair gehandelter Kaffee

Nach einem Reinfall bei fair gehandeltem Kaffee (ich hatte auf der Mai-Demo Kaffee von irgendsoeinem unabhängigen Projekt aus Nicaragua gekauft, der nicht so toll schmeckte), habe ich jetzt mal bei Penny Café Intención von J.J. Darboven gekauft, und hoffe, daß der halbwegs schmeckt.

Zum Preis: Ich habe kein Problem damit, daß die Kaffeebauern und wer da sonst so dran arbeitet, mehr verdient. Aber rechnen wir erstmal: Der Café Intención kostet 4,69 € pro Pfund, normalerweise gebe ich 2,99 € pro Pfund aus. Was kostet der Rohkaffee den Röster denn nun mehr? Von Transfair.org:

  • Für den Kaffee erhalten die Produzentenorganisationen mindestens 10 US-cents/lb (1lb=0,4536 kg) mehr als der jeweilige Weltmarktpreis, in jedem Fall mindestens jedoch 121 US-cents/lb. Der Aufschlag auf den Weltmarktpreis wird ohne Begrenzung nach oben bezahlt.
  • Auf Wunsch der Produzentenorganisationen wird vom Käufer ein Kredit von bis zu 60 Prozent des Kaufwertes gewährt (Vorfinanzierung).
  • Für Kaffee aus biologischem Anbau ist ein zusätzlicher Aufschlag von 20 cents/lb zu zahlen.
  • Importeure und -hersteller müssen Kontrollen von der FLO-CERT GmbH (Niederlassung Köln) zulassen.
  • Die Hersteller (Röster) zahlen eine Lizenzgebühr von 0,11 Euro pro Pfundpäckchen Kaffee an den TransFair e.V. Diese Gebühr schmälert nicht das Einkommen der Produzentinnen und Produzenten, denn sie wird zusätzlich zu dem festgelegten Mindestpreis bezahlt.

Zum Kaffeepreis weiß die Wikipedia:

Seit Ende 2004 nun steigen die Kaffeepreise wieder stärker an. So wurde im internationalen Handel gemäß den Monatsmitteln des Composite Index des Kaffeeexporteurverbandes International Coffee Organization nach Kaffeepreisen von in der Regel weit über 100 US Cent pro Pfund (lb) in den 70er, 80er und Mitt-90er Jahren im September 2001 ein Tief von nur 41,17 US Cent pro Pfund gemessen; die zwölf Monatsmittel des Jahres 2005 erholten sich dagegen immerhin wieder auf Werte zwischen 78,79 (September) und 101,44 (März) US Cent pro Pfund.

Nehmen wir also mal der Einfachheit halber einen recht niedrigen Wert an, 80 US-Cent pro Pfund (lb). Für fair gehandelten Kaffee werden dann ca. 40 US-Cent pro lb mehr bezahlt, also ca. 0,30 € pro metrisches Pfund. Für Bio-Kaffee nochmal ca. 0,15 € rauf, dann noch die 0,11 € Lizenzgebühr, macht insgesamt 0,56 €. Ok, mag sein, daß “Markenkaffee” 3,99 € pro Pfund kostet (womit das in Ordnung wäre), aber ob er soviel besser schmeckt als No-Name-Kaffee? Anderenfalls müßte ich nämlich, um den Produzenten 0,56 € zukommen zu lassen, mit ca. 1 € zur Rendite einer Marke beitragen, ohne daß diese Marke mir etwas bedeuten würde. Achja, ich kann auch fair gehandelten Kaffee einer Eigenmarke von Lidl kaufen, der kostet dann ebenfalls 4,69 €, da landet dann also ein Euro bei der Familie Schwarz.

Weitaus schlimmer ist aber, daß diese fair gehandelten Kaffees für die Röster offenbar eine reine Alibiveranstaltung sind: Man hat eine riesige Palette verschiedener Kaffee-Sorten, bis hoch ins Premium-Segment, alle nicht fair gehandelt, und dann eine einzige Sorte aus dem preislichen Mittelfeld, die fair gehandelt ist. Geschmackliche Abwechslung: Fehlanzeige.

Solche Sprüche wie auf der eigens für Café Intención eingerichteten Website:

Ein Unternehmen und seine gute Absicht
Zeichen setzen für eine bessere Welt

Wir kennen die Menschen, die für Café Intención arbeiten. Natürlich nicht alle. Doch wir vergewissern uns vor Ort, dass es ihnen gut geht. Es ist uns bei J.J. Darboven ein persönliches Anliegen, dass Kinder nicht arbeiten müssen, die Schule besuchen und ein besseres Leben führen können. Dass Menschen unter guten Bedingungen arbeiten und ein Dach über dem Kopf haben.

wirken doch dann irgendwie ziemlich zynisch.

Die Menschen, die den anderen Kaffee herstellen (über den man auch hauptsächlich sein Image definiert), sind scheißegal, die Solidaritätsquote ist schon erfüllt. Das gute Geschäft mit dem schlechten Gewissen …

Vielleicht sehe ich das Ganze aber auch nur zu pessimistisch … Über rege Kommentare würde ich mich jedenfalls freuen.

Maronen

Am Dienstag auf dem Weihnachtsmarkt habe ich das erste Mal Maronen gegessen – irgendwie wollte ich unbedingt was Besonderes essen, was ich sonst nicht esse (also keine Bratwurst), und dachte, Maronen müßte man mal ausprobieren.

Das (Ausprobieren) reicht dann aber auch. Die schmecken so trocken, wie man sich das vorstellt, wenn man eine Kastanie aufbricht. Lohnt wirklich nicht.

Weihnachtskuchen

Gerade habe ich es endlich mal geschafft, einen Weihnachtskuchen zu backen, nach dem Rezept von meiner Mama:

250 g Margarine
200 g Zucker
4 oder 5 Eier
500 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
1/8 l Milch (wahrscheinlich 1/4 Liter)
125 g Zitronat
125 g Orangat
125 g Sultaninen oder Rosinen oder Korinthen (evtl. in Rum eingeweicht)

Weiche Margarine mit Zucker und Eiern schaumig rühren.
Mit Backpulver gemischtes Mehl und Milch abwechselnd hinzugeben.
Immer dabei rühren.
Zitronat, Orangat und Rosinen unterheben.
In einer gefetteten Kuchenform bei 190°C 60 – 75 Minuten backen.

Bin jetzt beim letzten Schritt, sprich, das Teil ist im Ofen.

Dabei habe ich festgestellt, was der große Vorteil von Rührteig gegenüber beispielsweise Hefeteig ist: Man kriegt den Teig problemlos von den Rührhaken und der Schüssel ab.

Deutscher Kaffee

Das Thema beschäftigt mich schon eine ganze Weile ;-) , aber jetzt bin ich mal wieder drauf gekommen, weil ich gestern bei Tchibo einen Handkaffeefilter (also so ein Keramikteil, in das man einen papiernen Kaffeefilter reintut und was man auf einen Becher stellen kann) gekauft habe.

In meinem Studienarbeits-Institut haben wir eine Senseo-Maschine, in meinem Hiwi-Job-Institut einen Kaffeevollautomaten … “Normaler” Kaffee, also mit heißem Wasser aufgegossener Filterkaffee, scheint irgendwie out zu sein, von wegen keine Crema etc. pp.

Und da muß ich doch wirklich mal eine Lanze für den caffè tedesco brechen. Jedenfalls für “zwischendurch”, also beim Arbeiten zum Wachwerden, schmeckt er mir besser als dieses neumodische Zeugs ;-) Dadurch, daß die ätherischen Öle fehlen, kommt er mir irgendwie “flüssiger” vor (ja, hört sich blöd an) und macht nicht so durstig …

Mal sehen, vielleicht nehme ich den Porzellanfilter jetzt auch mal ins Institut mit …

Kirschkern oder Zahn?

Vorhin aß ich Schattenmorellen aus dem Konservenglas. Nachdem ich den ersten Stein entdeckt, war ich entsprechend vorsichtig – ich will mir ja nicht das Gebiß ruinieren. Trotzdem machte es plötzlich laut *knack* und ich fühlte mit der Zunge etliche Splitter. Also die Kirsche aus dem Mund genommen – da war dann sogar ein weißes Stück zu sehen.

Zu spüren war an den Zähnen zwar nichts, aber soviel Erfahrung hab ich auch nicht damit, wie sich das anfühlt, wenn Zahnschmelz abplatzt.

Es war aber dann doch alles gut: Offensichtlich war eine Kirsche mit noch nicht vollständig entwickeltem Stein dabei, der aus einer dünnen, harten Außenhülle (die zerplatzt ist) und einem weichen Kern (mit weißer, zahnschmelzähnlicher Farbe) bestand.

Wär ja eigentlich schön, wenn diese Entsteinungsanlagen noch ein wenig zuverlässiger arbeiten würden. Wobei, ganze Steine sind immer noch besser als übriggebliebene Splitter derselben …

Raststätte Illertal

Auf dem Rückweg von Italien haben wir gestern auf der Raststätte Illertal an der A7 Rast gemacht.

Ich dachte mir, esse ich nochmal schnell was, sind ja noch zwei bis drei Stunden bis nach Hause. Erstmal was halbwegs Günstiges finden: Meine Wahl fiel auf Currywurst mit Bratkartoffeln. Wurst aufgetan, Sauce raufgekippt, halben Teller Bratkartoffeln aufgetan. Die neuen mußten dann erstmal in die Mikrowelle und brauchten ca. 7 Minuten …

Dann also bezahlt (6,50 €) und einen Sitzplatz gesucht: Das Angebot war doch irgendwie äußerst beschränkt, drinnen gab es zwei oder drei Tische, also hab ich mich draußen hingesetzt. Geschmacklich war die Mahlzeit dann, zumal für den Preis, auch leicht grenzwertig …

Danach bin ich dann nochmal fix aufs WC: Vor den Türen stand der übliche Klomann, der sich natürlich wie üblich mehr um seinen Teller mit Kleingeld als um die Klos kümmerte. Naja, ich hab dann die übliche besonders “freundliche” (“Auf Wiedersehen!!!”) Verabschiedung provoziert, indem ich nichts gegeben habe …

Fazit: Eine Raststätte, die man sich nicht unbedingt antun muß … Afair ist ein Stück nördlich noch vor Ulm übrigens ein Autohof mit McDonald’s …

Zapfkurs

Gestern abend hab ich mich für eine Helferschicht am Bierstand beim Fakultätsfest Informatik eingetragen, und heute morgen habe ich eine eMail vom Alex im Posteingang: Ob ich beim Bierzapfkurs, bei Hoepfner kurzfristig extra als Vorbereitung aufs Fakultätsfest organisiert, mitmachen will. Sonst lag nichts an – also warum nicht?

Also um 15:50 zur Hoepfner-Burg. Dort wurden wir dann am Eingang abgeholt und nach oben geführt. Zuerst wurde uns die Zapfanlage erklärt, zur Erfrischung gab es für jeden ein Grape. Also, zum Aufbau so einer Zapfanlage: Mit CO2 wird das Bier aus dem Faß gedrückt, dabei muß im System genug Druck sein, um den Sättigungsdruck des Biers in Bezug auf das gelöste CO2 zu erreichen, plus 0,1 bar, um das Bier maximal einen Meter hochzupumpen. Je wärmer das Bier im Faß ist, desto höher muß der Druck sein. Wenn der Druck zu niedrig ist, gibt es nichts als Schaum. Danach fließt das Bier durch einen Durchflußkühler, und dahinter ist dann auch schon der Zapfhahn. Und das war’s eigentlich schon – wenn die Anlage richtig eingestellt ist, kommt da Bier raus und kein Schaum. Das Glas muß vorher angefeuchtet werden, damit die Oberfläche glatt ist – Glas ist nämlich rauh (wieder was gelernt) und bringt damit das CO2 zum Ausperlen. Und um am Ende die Schaumkrone raufzukriegen, hält man das Glas etwas tiefer und läßt den Bierstrom ins Glas fallen – zack, da ist der Schaum.

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Also alles ganz einfach, aber grau ist alle Theorie. Also mußte das ausgiebig getestet werden, und das selbstgezapfte Bier dann auch selbst getrunken werden. Ganz schön anstrengend bei dem Wetter – trotzdem danke für das Bier!

Mensa-Burger teurer?

Beim Studentenwerk heißt es:

Ab sofort werden die Angebote Salatbuffet, Pastabuffet und Hamburger über die Waage abgerechnet. Bisher gab es hier oft Probleme, wenn bspw. Mensa-Buffet und Pastabuffet kombiniert werden sollten. Der unterschiedliche Preis erforderte es, das beide auf unterschiedlichen Tellern gewogen wurden. Der neue Einheitspreis ermöglicht es den Gästen künftig, aus allen Angeboten auf einem Teller ihr individuelles Wunschessen zu Kombinieren. Der Preis beträgt einheitlich 0,60 Euro pro 100 Gramm. [...] Im Vorfeld dieser Änderungen haben Prüfungen ergeben, dass bspw. der Durchschnittshamburger nach Gewicht berechnet künftig zum gleichen Preis erhältlich ist, wie bisher. Weiterer Vorteil: Wir können ab sofort auch Käse anbieten, so dass ihr Hamburger noch authentischer schmeckt.

Da frage ich mich doch, was für die der “Durchschnittshamburger” ist (bzw. wie die das ermittelt haben – gewogen wurde der ja bisher nicht) – wenn der so groß ist wie bei McDonalds, kriegt man ihn dort für einen Euro. Bei den Studenten war es eher Usus, den Mensa-Burger mit Gemüse und Sauce vollzuklatschen. Und Hamburger mit Käse “authentisch”? Nun ja …

Im übrigen: Wer Schnitzel mit Pastabuffet kombinieren will, muß nicht nur zwei Teller nehmen, sondern sich gar bei zwei unterschiedlichen Linien anstellen …

Dönerkrieg

In Karlsruhe ist der Dönerpreiskrieg mal wieder in vollem Gange.

In der Kaiserstraße gibt es jetzt bei zwei Dönerläden nebeneinander Yufka (normale Größe) für 1,99 € und Döner (angeblich “gr.”, eher klein, aber er besänftigt den Hunger) für 1,30 € bzw. 1,50 €. Preis-Leistungs-Verhältnis: Top. Solange der Preis jetzt unter zwei Euro bleibt, werde ich mir öfters mal einen holen, danach dann wieder nur ausnahmsweise.

Marktwirtschaft ist schon was schönes.

Viva Kronen Kebap Haus (ja, ohne Bindestriche)

Kaiser Grill (auch ohne Bindestrich)