Meine Mail an Marcell D’Avis

Hier ohne weiteren Kommentar meine Mail an Marcell D’Avis, den (ehemaligen?) “Leiter Kundenzufriedenheit” bei 1&1. Spricht für sich …

Sehr geehrter Herr D’Avis,

ich wende mich an Sie, weil bei der Bestellung meines DSL-Anschlusses
auf Seite von 1&1 soviel schiefgelaufen ist, dass ich mittlerweile
erhebliche Zweifel habe, dass ich von 1&1 noch einen DSL-Anschluss
bekommen werde, ohne dass es noch weiteren Stress dieser Art gibt.

Meine Kundennummer bei Ihnen ist die [...]. Ich schildere im
Folgenden den groben zeitlichen Ablauf und gehe davon aus, dass sie die
entsprechenden internen Abläufe bei Ihnen im Hause anhand meiner
Kundennummer nachvollziehen können. Gleichzeitig lege ich dabei dar, was
meines Erachtens an den entsprechenden Stellen in Ihren
Geschäftsprozessen zu verbessern ist. Meines Wissens hat die 1&1 Telecom
GmbH kein zertifiziertes Qualitätsmanagement-System; vielleicht haben
Sie aber dennoch einen internen Prozess, über den sie solche
Verbesserungen umsetzen können.

Anfang Oktober 2012 entschied ich mich für einen DSL-Anschluss von 1&1.
Ein zusätzlicher, aber nicht von Anfang ausschlaggebender
Entscheidungsfaktor war dabei, dass es VDSL 50000 zum gleichen Preis wie
normales DSL 16000 geben sollte.

Zunächst wollte ich den Anschluss online bestellen. Die dort erfragten
Daten über den Anschluss des Vormieters hatte ich aber noch nicht parat,
so dass ich mich entschied, den Anschluss doch telefonisch zu bestellen.
Dies tat ich am Abend des 11. Oktober 2012.

Kurz darauf erhielt ich eine automatische Bestelleingangsbestätigung.
Aus dieser ging aber nicht ansatzweise hervor, was ich eigentlich
bestellt hatte. Verbesserungsvorschlag: In dieser Bestätigungsmail
sollten die vom Callcenter-Agenten im System erfassten Daten vollständig
aufgelistet werden, so dass ich als Kunde diese auf Korrektheit und
Vollständigkeit prüfen kann.

Am 15. Oktober 2012 erhielt ich schließlich eine Mail betreffend die
Erfassung der Vorbesitzerdaten. Diese beantwortete ich unverzüglich mit
Namen und Rufnummer des Vorbesitzers. Übrigens handelte es sich dabei
auch um einen 1&1-DSL-Anschluss, der zu diesem Zeitpunkt auch noch
geschaltet war.

Einige Stunden später erhielt ich eine Bestelleingangsbestätigung.
Hierzu ist anzumerken, dass der HomeServer 50.000+ nicht als solcher,
sondern als “1&1 HomeServer 50.000 (7390)” aufgeführt war. Negativ ist
hierzu anzumerken, dass auch diese Bestätigungsmail weder die
Installationsanschrift noch den Preis enthielt. Was soll das für eine
“Bestätigung” sein, die wesentliche Vertragsbestandteile nicht enthält?

Einige Tage später fiel mir ein, dass ich bei der telefonischen
Bestelleinnahme nicht nach einer alternativen Lieferanschrift gefragt
wurde. Online wird danach gefragt. Ich würde es für sehr angebracht
halten, auch bei der telefonischen Bestellannahme standardmäßig danach
zu fragen, insbesondere dann, wenn der Kunde angibt, an der
Installationsanschrift des Anschlusses erst noch einzuziehen.

Ich bat also per Mail um eine Änderung der Versandanschrift auf meinen
Arbeitsplatz (c/o [...], [...]). Am
19. Oktober bekam ich dann eine Bestätigungsmail. Erst jetzt fällt mir
darin der folgende fatale Satz auf: “Die Kundendaten zu Ihrer
Kundennummer [...] haben wir am 19.10.2012 angepasst.” Es wurde also
offenbar zu diesem Zeitpunkt schon nicht nur die Lieferanschrift,
sondern auch die Installationsanschrift geändert.

Dann hörte ich (bis auf ein bisschen Hin und Her bezüglich des Versandes
der Handy-SIM-Karten) erst einmal gar nichts mehr von Ihnen.

Anfang November fragte ich dann telefonisch nach. Ich wurde dann darüber
informiert, dass im CRM-System ein Hinweis stand, dass der Kunde (also
ich) sich beim Technik-Team melden soll (irgendeine 02xx-Festnetznummer
…). Das tat ich und erfuhr den Grund für die Verzögerung: VDSL sei
doch nicht möglich (an welcher Anschrift jetzt eigentlich?). Ehrlich
gesagt finde ich es a) eine Unverschämtheit, dass ich darüber nicht
einfach sofort informiert wurde und b) ein Armutszeugnis, dass dieser
vermutlich nicht so seltene Fall in Ihren Prozessen nicht von vornherein
berücksichtigt wird. Ich habe mich dann einverstanden erklärt, das
normale DSL 16.000 zu nehmen. Mein Gesprächspartner sagte mir übrigens,
dass ich auf VDSL umsteigen könnte, sobald das technisch möglich ist.
Wieviel ist diese Zusicherung eigentlich wert? Im Zweifel hätte man mir
vermutlich gesagt, dass ein Produktwechsel erst nach Ende der
Mindestvertragslaufzeit möglich ist, richtig?

Ich bekam dann erneut eine Anfrage betreffend Vorbesitzerdaten, die ich
sofort mit denselben Informationen wie beim ersten Mal beantwortete,
sowie die gleiche vollkommen inhaltsleere Bestelleingangsbestätigung
(insbesondere ohne bestelltes Produkt, Preis oder
Installationsanschrift). Am 8. November wurde mir dann der
Schaltungstermin für gestern, 22. November 2012, mitgeteilt.

Es schien also endlich alles gut zu laufen. Das Paket mit der Hardware
traf auch irgendwann ein, ebenso eine Rechnung für die Hardware. Leider
kam mir dann für den 22. November 2012 eine Beerdigung dazwischen (Sie
brauchen mir jetzt kein Beileid aussprechen, Sie kennen weder mich noch
kannten Sie meine Tante). Ich fand Gott sei Dank eine Nachbarin, die für
mich auf den Telekom-Techniker warten konnte. Gestern um 10:30 Uhr
erhielt ich dann einen Anruf Ihres Kundendienstes betreffend den
bevorstehenden Technikertermin. Ihr Kundendienstmitarbeiter holte dann
den Techniker mit in der Leitung. Nach dem ersten Satz war schon alles
klar: “Ich stehe hier vor dem Podbi-Park, welchen Eingang muss ich denn
nehmen?”. Der Techniker wollte also einen DSL-Anschluss an meinem
Arbeitsplatz in einer Gewerbeimmobilie in der Innenstadt von Hannover
schalten. Dass das mit den Vorbesitzerdaten nicht ansatzweise
zusammenpassen konnte, war — natürlich — vorher auch noch niemandem
aufgefallen. Natürlich wurde der Techniker-Einsatz jetzt abgebrochen,
denn Hannover-List und Hannover-Kleefeld sind zwei vollkommen
verschiedene Vermittlungsstellen. Dummerweise wartete jetzt auch meine
Nachbarin vergeblich auf den Techniker, denn ich hatte leider keine
Möglichkeit, sie zu informieren. Danach sprach ich noch kurz mit Ihrem
Kundendienstmitarbeiter. Ergebnis: Ich sollte schon wieder irgendwo
anrufen und die Details der Schaltung klären, damit ich dann ganz bald
und jetzt auch wirklich meinen Anschluss bekomme.

Ich hoffe, Sie haben Verständnis dafür, dass ich nach diesen Vorfällen
absolut kein Interesse mehr an einem DSL-Anschluss von 1&1 habe.
Vielleicht helfen Ihnen meine Schilderungen dennoch, die Qualität Ihrer
Produkte zu verbessern.

Mit freundlichen Grüßen,

Jens Müller

Die Absurdität des Parkraummarktes

Ein großes Thema in der Stadtplanung etc. ist ja der angebliche Parkraummangel in den Städten, insbesondere den innenstadtnahen Bezirken. Das hat zu zweifachem Gegensteuern geführt:

  • Die Gemeinden können für Neubauten Stellplatznachweise verlangen und tun das in der Regel auch. Die Anforderung ist wohl in der Regel, jedenfalls im Geschosswohnungsbau, dass ein Stellplatz pro Wohneinheit vorhanden ist. Alternativ sind manchmal auch Ausgleichszahlungen des Bauherrn an die Gemeinde möglich.
  • Bauträger gegen wegen des vermeintlichen Parkraummangels davon aus, dass Wohnungen ohne zugehörigen Stellplatz sich nicht vernünftig absetzen lassen. Ebenso gehen Käufer, die die Wohnung hauptsächlich als Geldanlage sehen, davon aus, dass sie sich ohne Verfügbarkeit eines Stellplatzes schlechter vermieten bzw. ggf. irgendwann in der Zukunft schlechter verkaufen lässt.

All diese Leute nutzen aber weder die Wohnung noch den zugehörigen Stellplatz. Und das führt dann dazu, dass die Erwägungen tatsächlich auf dem skizzierten, abstrakten Niveau bleiben. Das führt dann zu folgendem:

  • Der Gemeinde ist es vollkommen egal, wie der Stellplatz aussieht. Jedenfalls macht sie keine weiteren Vorgaben.
  • Dem Bauträger ist es ebenfalls egal, wie der Stellplatz aussieht. Er will aber möglichst viel daran verdienen.
  • Der Käufer der Wohnung interessiert sich ebenfalls nicht sonderlich dafür. Er muss aber eh einen Stellplatz abnehmen, und möchte nicht allzu viel dafür ausgeben.

Das Ergebnis ist dann eine Tiefgarage, bei denen es ein paar “Luxus”parkplätze gibt, die überwiegende Mehrzahl aber die gesetzlich und nach irgendwelchen Normen vorgesehenen Mindestmaße hat. Besonders hervorzuheben sind sog. Doppelparker, zum beispielweise der hier.

Sowas haben wir auch hier in der Tiefgarage, und ich war gezwungen, einen entsprechenden Stellplatz mitzumieten. Am Anfang konnte ich den untervermieten, jetzt zahle ich seit über einem halben Jahr 30 € im Monat für einen Stellplatz, den ich nicht nutze. Nun will ich mir ein Auto anschaffen (günstig von einem Verwandten …) – und muss feststellen, dass es in diesen Doppelparker nicht reinpasst. Ich werde also 30 € im Monat für einen Stellplatz, den ich nicht nutze, bezahlen müssen, außerdem 30 € im Jahr für eine Bewohnerparkerlaubnis, und obendrein ist das Auto dann dem Wetter ausgesetzt, mit dem Ergebnis eines erhöhten Verschleißes. Dem Augenschein nach sind übrigens deutlich über die Hälfte der Stellplätze in den Doppelparkern nicht benutzt. Interessant wäre es, mal zu beobachten, wie viele dauerhaft nicht benutzt werden.

Im Ergebnis ist jedenfalls festzuhalten: Es wird für viel Geld eine Tiefgarage gebaut. Statt dort komfortabel nutzbare Parkplätze einzurichten, werden aufgrund regulatorischer Zwänge und einem irrationalen Verhalten der relevanten Marktteilnehmer doppelt so viele Parkplätze eingerichtet, die dafür gar nicht mehr nutzbar sind. Also eine Investitionsruine.

Bloß: Wie kommt es dazu eigentlich?

  • Wurde die Nachfrage an Stellplätzen überschätzt?
  • War es vielleicht vor 10 Jahren wirklich noch nicht absehbar, dass viele Autos gar nicht in die damals installierten Parksysteme passen?
  • Haben die Beteiligten vielleicht einfach versucht, ihren Gewinn zu maximieren, ohne ausreichend nachzudenken?

Oder was könnten sonst die Gründe sein, die zu so einem absurden Ergebnis führen? Und wie kann man da gegensteuern?

Von der GEK fast ausgesperrt

Nein, ich war kein CityBKK-Kunde, den die Gmünder Ersatzkasse erst nicht aufnehmen wollte. Es ist viel ernster. Gerade eben war ich laufen. Meinen Wohnungsschlüssel hatte ich (zusammen mit meinem Fahrradschlüssel) an einem Schlüsselanhängerhalsband, das wohl mal ein Werbegeschenk der Gmünder Ersatzkasse war. Dieses Band war in der Innentasche meiner Laufhose. Kurz bevor ich zu Hause ankam, zog ich das Band mit dem Schlüssel aus der Tasche. Es macht pling, und ich hatte nur noch das Band und einen kaputten Anhänger in der Hand. Der Fahrradschlüssel lag auf einem Abflussgitter, der Haustürschlüssel war erst nicht zu finden. Anheben ließ sich das Gitter auch nicht, da es (anscheinend mit Sechskantschrauben) verschraubt war. Ich überlegte schon, wie ich jetzt die Nacht verbringe, als ich den Schlüssel dann links von dem Gitter doch noch wiederfand.

Wenn schon die Werbegeschenke derart minderwertig sind, möchte ich dort lieber nicht versichert sein … Ein Foto des kaputten Schlüsselanhängers folgt.:

IMG_1513

Plus

In letzter Zeit habe ich öfters mal beim Plus in der Rintheimer Straße eingekauft, so auch heute.

Seit einiger Zeit stellen die das Sortiment auf Netto-Marken um. Wenn sie damit fertig sind, wird vielleicht auch der Laden selbst in Netto umbenannt? Jedenfalls habe ich das Gefühl, daß die Qualität gewaltig nachläßt.

Das Obst- und Gemüseangebot läßt in Frische und Auswahl sehr zu wünschen übrig. Einige wichtige Artikel, die IMO zum Standard-Lebensmittelsortiment gehören fehlen: Parmesankäse (von mir aus auch Grana Padano, und mir ist auch egal, ob gerieben oder am Stück) und schwarze Oliven.

An vielen Regalen fehlen die Preisschilder für einzelne Artikel, so zum Beispiel für die Schalotten im Gemüseregal oder das italienische oder das “normale” (ohne genaue Herkunftsangabe) Olivenöl. Auch im Kühlregal fehlten einige Schilder oder waren um mehr als einen Meter fehlplaziert. Thomy-Senf aus der Tube war gerade ausverkauft, anderer normaler Senf war auch nicht zu sehen.

Und das Kassendisplay hinter der Kassiererin, das Richtung Kunde zeigt, soll doch wohl für den Kunden sichtbar und nicht von der Preis-/Nummernliste verdeckt sein …

Auf absehbare Zeit war das wohl mein letzter Einkauf beim Plus. Die “kleinen” Plus (z.B. der in der Südstadt) sind sowieso unter aller Sau.

Da fällt mir nur noch ein Zitat ein:

Warte erst mal die Wahl ab. Danach wird Plus zu Minus, und vom Netto bleibt auch nicht viel übrig.

Umgang mit Fundsachen

Gestern war ich mal wieder zum Baden im Europabad, mit zwei Freunden. Schonmal soviel: Es war nicht allzu toll. Sehr ärgerlich war allerdings, daß ich meine Schwimmbrille verloren habe. Das kam so: Nach einem Saunagang bin ich wieder ins Schwimmbad. Dort habe ich mich dann irgendwann auf eine Zwischenwand gesetzt, um meine Badehose zuzuknoten. Die Schwimmbrille habe ich dabei kurz neben mich auf besagte Zwischenwand gelegt. Dummerweise stehen diese Zwischenwände ca. 1 cm unter Wasser (vermutlich um Kalkränder und damit Kosten zu sparen …), und es gibt viele Strömungen. Fazit: Vielleicht eine halbe Minute später war die Brille weg.

Wie gesagt: Ärgerlich, aber erstmal meine Schuld. Naiv, wie ich bin, dachte ich mir, daß die Schwimmbrille ja vielleicht dann bei den Fundsachen aufgetaucht. Also am frühen Abend angerufen, wie denn das mit den Fundsachen ist. Antwort: Die landen dann an der Kasse, genaueres könne man mir auch nicht sagen, und ich solle doch vorbeikommen und nachfragen. Was ich heute vor dem Lauftreff gemacht habe. Und was ich da erlebt habe, setzt dem Ganzen echt die Krone auf: Die Kassenangestellte verschwindet erstmal mehrere Minuten im Hinterzimmer und kommt dann mit einem riesigen Karton mit Schwimmbrillen und anderem Kleinkram zurück. Ob sie mir denn sagen könne, was davon heute dazugekommen sei? Nein, das wisse sie auch nicht. Ob es denn wohl reiche, wenn ich nur die oberste Ebene durchschaue, mehr Schwimmbrillen seien ja wohl heute nicht dazugekommen? Naja, vielleicht habe ja schon jemand den ganzen Haufen durchwühlt …

So planlos wird also im Europabad mit Fundsachen, also Eigentum der eigenen Kunden, umgegangen. Da weiß man weder wo noch wann die eigentlich gefunden wurden. Dem Kassenpersonal will ich da gar keinen Vorwurf machen – aber irgendjemand in der Verwaltung muß ja eine Arbeitsanweisung aufgestellt haben, wie mit Fundsachen umgegangen wird. Diese Verplantheit paßt übrigens auch sehr gut zu dem, was wir im Bistro erlebt haben: Ersteinmal war ausgerechnet am Jubiläumstag die Kasse ausgefallen. Tja, wer billig kauft, kauft doppelt. Und dann ging es äußerst schleppend voran, obwohl soviel dann doch nicht zu tun war. Grund offenbar eine unklare Aufgabenverteilung beim Personal. Und dann war auch noch das Besteck alle, so daß Oli seinen Obatzder mit den Fingern essen mußte, nachdem seine Brezel alle war.

Bei derartigen Service- und Organisationsmängeln braucht man sich nicht wundern, wenn die Gäste ausbleiben. Aus dem Elsaß oder der Pfalz kommt für so ein Bade”erlebnis” sicher niemand nach Karlsruhe.

Zugverspätung

3:08 Stunden Verspätung – das schafft eine Eisenbahnverwaltung nicht alleine. In der Tat brauchte es für diese Glanzleistung ein Zusammenspiel der Belgischen Staatsbahnen und der Deutschen Bahn.

Aber der Reihe nach: Am Mittwoch bin ich von Antwerpen zurück nach Karlsruhe gefahren. Geplant war eine Abfahrt um 17:20 und eine Ankunft um 23:00.

Um ca. 17:17 stand in Antwerpen auf dem Gleis, auf dem der IC 2038 abfahren sollte, ein Zug, dessen Türen sich bereits nicht mehr öffneten. Eine Anzeigetafel, um welchen Zug es sich überhaupt handelt, haben die Züge dort übrigens nicht. Irgendjemand sagte dann, der Zug auf dem anderen Gleis wäre der richtige. Also dort eingestiegen, kurz darauf schlossen sich auch dort schon die Türen und ließen sich nicht mehr öffnen. Zugnummer oder -ziel waren an den Wagen übrigens nicht zu erkennen. Mit mir war auch ein älteres deutsches Ehepaar eingestiegen. Im Zug merkten wir dann, daß das natürlich doch nicht der richtige Zug war – Panik machte sich schon breit, der richtige Zug könnte uns überholen. Also in Antwerpen-Berchem wieder ausgestiegen – dort auf dem Bahnsteig hatte natürlich auch erstmal keiner Ahnung. Auf einem Monitor wurde dann aber in der Tat der IC angezeigt (fürs selbe Gleis), mit großer Verspätung. Das Personal sagte zwar zu, die Deutsche Bahn zu informieren, garantieren könne man den Anschluß (9 Minuten in Brüssel-Nord) aber nicht.

Im Zug kamen dann irgendwann die Zugbegleiter durch und fragten nach Passagieren nach Köln: Der ICE könne nicht warten, ich solle in Brüssel-Süd aussteigen, und dort beim Thalys Duty Manager mein Ticket für den Thalys gültig stempeln lassen. Letztendlich bin ich dann im dortigen Reisezentrum gelandet und habe einen Stempel “Railteam – Hop on the next train” sowie eine neue Verbindung (Ankunft in Karlsruhe: 0:13 Uhr) bekommen.

Am Nachbarschalter wurde noch erzählt, daß letztendlich der Thalys Duty Manager (oder so ähnlich) entscheide, ob man an Bord darf – meiner hat das nicht gesagt, also habe ich auch nicht gefragt. Es gab bei der Kontrolle im Thalys auch keine Probleme. Die Fahrt mit dem Thalys war dann problemlos, auch wenn ich bis Lüttich mit dem Notsitz vorlieb nehmen mußte.

Der 9-Minuten-Anschluß an ICE 619 in Köln hätte wunderbar geklappt – obwohl ich mir noch ein Fischbrötchen und ein Kölsch geholt habe. Ich komme also etwas abgehetzt auf Gleis 6 an – es sind keinerlei Anzeichen erkennbar, daß der Zug gleich abfährt. Kurz darauf dann die Ansage: Wegen einer Streckensperrung auf der Neubaustrecke wird der Zug über die linke Rheinseite umgeleitet – mindestens eine Stunde Verspätung bis Frankfurt Flughafen … Während der Fahrt wurden dann auch tatsächlich die Antragsformulare für Verspätungsgutscheine ausgeteilt.

In Frankfurt-Flughafen kam dann tatsächlich bald IC 1591 mit ICE-Material: Abfahrt 0:28 Uhr, Ankunft in Bruchsal 1:38 Uhr, von dort weiter mit der S 32 (Abfahrt 1:47, Ankunft in Karlsruhe Hbf um 2:08 Uhr). Es ist offenbar gar nicht so leicht, den letzten Anschluß zu verpassen – mit irgendwelchen Gammelzügen bringt einen die Bahn schon nach Hause, auch wenn es vielleicht ein paar Stunden länger dauert. Ob ich in Karlsruhe den Anschluß an die letzte Tram zum Durlacher Tor verpaßt hätte (ich bezweifle es …), habe ich nicht geprüft, ich war eh mit dem Fahrrad da …

Wie ich dann tatsächlich an meinen Verspätungsgutschein gekommen bin, werde ich ein anderes Mal berichten. Einen Verzehrgutschein direkt vor Ort hätte ich jedenfalls besser gebrauchen können. Es ist schon unglaublich, wie die Bahn für massive Verspätungen nur mit wenigen Euro haften muß …

Urteil: 4 K 1514/08 (Rheinstetten, Karlsruher Straße)

Vor einigen Wochen habe ich leider einen Rechtsstreit gegen die Stadt Rheinstetten verloren, hier das Urteil (PDF). Es ging dabei um die Zweirichtungs-Benutzungspflicht des Radwegs in der Karlsruher Straße in Rheinstetten-Forchheim.

Die Teile, die die Widerspruchsgebühr betreffen, hatte ich ja schon zitiert.

Die Sache ist noch nicht gelaufen, mein Anwalt beantragt demnächst die Zulassung der Berufung.

Eingestürztes IKEA-Regal

Heute morgen ist bei mir, ohne jede Berührung, ein IKEA-Regal eingestürzt.

Trotz Stützkreuz am rechten Element ist es nach links weggeschert, dabei sind die Bretter von den Tragestiften gefallen, am Ende lag es nur noch auf dem Inhalt der Fächer …

img_1877

Nachdem ich die letzten Sachen rausgeräumt hatte (mein Mitbewohner hat gehalten), sind dann endgültig fast alle Bretter runtergefallen. Verletzt wurde niemand.

Unschön war, daß Bierflaschen kaputtgegangen sind, die ausgerechnet ganz oben gelagert waren. Mein zum Waschen bereitgelegtes Saunatuch, das ich zum Aufwischen verwendet habe, hatte danach einen ganz besonderen Geruch. Inzwischen ist es aber in der Wäsche.

Das Regal wird jetzt wieder aufgebaut und mit Winkeln an der Wand befestigt. Ist sowas eigentlich ein Produkthaftungsfall?

B.O.C.-Rad schon wieder kaputt

Im September 2006 hatte ich mir das City Chaser C100-3 von B.O.C. gekauft. Nichts besonderes: Drei Gänge, Rücktrittbremse, Seitendynamo, dafür nur 115 €.

Das pure Vergnügen war’s bisher nicht: Nach weniger als einem Monat hatte sich das Hinterrad gelockert und nach vorne geschoben – sollte bei fahrfertiger Endmontage auch nicht unbedingt sein. OK, jetzt weiß ich, wie man die Abdeckkappe an der Nabenschaltung abmacht, das hätte ich also wohl auch selbst hingekriegt. Im Januar dann der dicke Hund: Speichen kaputt, Rad eiert. Wurde auf Garantie instandgesetzt, aber jetzt sind schon wieder zwei Speichen kaputt! Langsam bin ich sauer – ich benötige das Fahrrad als Verkehrsmittel und habe keine Lust, dann doch zu Fuß gehen zu müssen.

Kennt sich jemand mit Speichenwechsel aus?

Stichworte: Bike & Outdoor Company; Billigfahrrad; schlechte Qualität; Murks; Materialfehler

Dixit Jens: “Fiat lux!”

et factum est lux.

Naja, ganz so einfach war es leider nicht.

Es fing damit an, daß ich mich vor ca. zwei Wochen endlich mal aufgerafft habe, eine Deckenlampe anzuschaffen. Es ist so ein weißes rundes Teil mit drei Strahlern für immerhin knapp 20 Euro geworden. Dazu habe ich dann gleich drei Energiesparlampen (20 W von General Electric, “nackt”, also mit sichtbarer gewundener Leuchtröhre) gekauft, schließlich soll dann ja nicht ein zu hoher Energieverbrauch vom Benutzen abhalten.

Also Lampe angebracht, wofür ich mir sicherheitshalber noch einen Spannungsprüfer gekauft habe (so ein Billigteil mit Glimmlampe für 2,50 €), erstmal einfach so frei schwebend. Leuchtmittel reingeschraubt – nix. Spannung geprüft: geht. Was ich noch vergaß zu erwähnen: Beim Senkrechtstellen eines Strahlers sprang dieser aus der Halterung und hing dann nur noch an den Stromkabeln.

Das von meinem Vater empfohlene leichte Hochbiegen der Kontakte in der Fassung half auch nichts. Andere Glühbirnen liefen allerdings. Naja, bei Walmart umgetauscht, was auch problemlos ging. Und wieder das gleiche: Läuft mit Glühbirnen, läuft nicht mit Energiesparlampen. Dabei sollte ich vielleicht noch erwähnen, daß die Lampe mit doppelseitigem Klebeband an der Decke befestigt ist – das ständig abzureißen, ist teuer und die Tapete geht kaputt …

Naja, irgendwann bekam ich dann den Tipp, daß es an der Form der “Birne” liegen könnte. Und das war’s auch: die billigen sind über dem Sockel eher konvex, während Glühbirnen und glühbirnenähnliche Energiesparlampen wie Philips Softone dort konkav sind. Also die Birne aus meiner Schreibtischlampe ausprobiert: Geht. Zwei Philips Softone 20 W für je stolze 7,50 € gekauft: Geht. Jedenfalls ca. drei Stunden lang. Dann machte es *peng*, die Birne war aus und roch etwas verkohlt. Das ist jetzt schon die zweite Philips Softone, die mir am ersten Tag kaputt geht. Irgendwie haben die doch leichte Qualitätsprobleme … Naja, auch die hat Bahr umgetauscht (diesmal anstandslos, im Gegensatz zur ersten, wo man mir erzählen wollte, ich hätte die an einem Tag zu oft an und aus gemacht), und jetzt hab ich mit 54 Watt ein schön helles Zimmer.

Eine Bitte an die Politik: Wie wäre es mal mit Normen für Lampenformen? Es kann doch nicht angehen, daß die Fassungen normiert sind und es dann trotzdem nicht paßt …

Nicht versumpft bei o2

Seit meinem letzten Post hat mir o2 noch eine “nette” SMS geschrieben:

Guten Tag! Wir benötigen zum Abgleich Ihrer Daten einen dringenden Rückruf, um eine Sperre zu vermeiden: (01805) 453 345. Vielen Dank. Ihr o2 Team.

Anscheinend triggern zurückgegebene Lastschriften dort automatische solche SMS … Hab ich natürlich nicht drauf geantwortet, stattdessen weiter an dem Schreiben gefeilt …

Am Dienstag hat sich auch noch die Bundesnetzagentur gemeldet: o2 hätte wie alle TNBs vom Inkassoverbot Bescheid wissen müssen, man werde der Sache nachgehen.

An o2 ist dann folgener Brief rausgegangen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

bereits mit Schreiben vom 20. Oktober hatte ich Einwendungen gegen zwei Verbindungen am 9. September 2006 zur Rufnummer 900 3775037 auf meiner letzten Rechnung geltend gemacht. Wegen der Vorbereitung auf eine Hochschulprüfung finde ich erst jetzt Zeit, diese Einwendungen ausführlicher zu begründen. Ich bitte dafür um Ihr Verständnis.

Wie ich Ihnen bereits mitgeteilt habe, wurde der Fa. Next ID, dem Verbindungsnetzbetreiber, bei dem diese Rufnummer geschaltet ist, von der Bundesnetzagentur, Außenstelle Meschede unter dem Aktenzeichen EB91834
nach § 67 Absatz 1 Satz 3 TKG untersagt, eine Rechnungslegung für Verbindungen ab dem 7. September 2006 vorzunehmen.

Dieses vollziehbare Rechnungslegung müssen auch Sie gegen sich gelten lassen, denn Sie nehmen insoweit nur eine im Wege des Forderungsaufkaufs erworbene Forderung wahr, die ursprünglich dem Teilnehmernetzbetreiber zustand.

So heißt es in einem Artikel in Ausgabe 3/2006 der Zeitschrift Multimedia und Recht (MMR 3/2006, S.~146: Rolf Bosse/Thomas Richter/Michael Schreier: Abschaffung der 0190-Rufnummern – Regulierungsbedarf bleibt: “Beim Online-Billing kauft der TNB, der für seine Anschlussinhaber Anrufe zu den betreffenden Mehrwertrufnummern zulässt, die beim Mehrwertdiensteanbieter entstandene und an den VNB abgetretene Entgeltforderung auf, wobei als Kaufpreis das Nettoentgelt nach Abzug einer Vergütung [Fußnote weggelassen, J. M.] für die Fakturierung und für die Übernahme des Delkredererisikos festgesetzt wird.”

Außerdem möchte ich Sie auf ein Urteil des OLG Koblenz vom 9. Februar 2006, 2 U 42/05, aufmerksam machen.

Die Leitsätze der MMR-Redaktion (abgedruckt in MMR 2006 Heft 9 Seite 627) dazu lauten:

  1. Ein Teilnehmernetzbetreiber hat keinen originären eigenen Anspruch auf Entgelt für einen nicht von ihm betriebenen Mehrwertdienst. Dies ergibt sich im wesentlichen aus § 15 Abs. 1 Satz 5, Abs. 3 TKV.
  2. Der Teilnehmernetzbetreiber kann den Vergütungsanspruch des Mehrwertdienstebetreibers nur auf Grund Abtretung oder Einzugsermächtigung geltend machen, die er nachweisen muß.

Einen Ausdruck dieses Urteils habe ich Ihnen beigelegt.

Weiters könnte für Sie der Artikel Inanspruchnahme von Mehrwertdiensterufnummern – Vertragsbeziehungen des Kunden zu Teilnehmernetzbetreiber und Mehrwertdiensteanbieter, erschienen in MMR 2006 Heft 9 Seite 585, interessant sein. Auf weitere Ausführungen zu diesem Artikel verzichte ich hier.

Das Rechnungslegungsverbot habe ich als Grund für die Unberechtigtheit des Rechnungspostens bereits geltend gemacht, als ich die Richtigkeit der Rechnung unverzüglich nach Erhalt telefonisch bei Ihrem Kundenservice bestritten habe. Da dort keinerlei Bereitschaft zu erkennen war, sich mit dem Thema auseinander zu setzen, geschweige denn die Berechnung unverzüglich zu stornieren, war es gerechtfertigt, die Lastschrift unter Überweisung des unstrittigen Restbetrages zurückzugeben.

Wenn Sie wegen mangelhafter Kommunikation mit dem VNB, von dem Sie die (nicht bestehende) Forderung aufgekauft haben, fehlerhafte Rechnungen erstellen, liegt dies in Ihrem Verantwortungsbereich.

Vor diesem Hintergrund finde ich auch die folgende SMS etwas befremdlich, die ich heute von Ihnen erhalten habe: “Guten Tag! Wir benötigen zum Abgleich Ihrer Daten einen dringenden Rückruf, um eine Sperre zu vermeiden: (01805) 453 345. Vielen Dank. Ihr o2 Team.”.

Ich werde Sie sicher nicht anrufen, da Telefongespräche über so eine komplexe Materie nicht zielführend sind, wie schon der Anruf bei Ihrem Kundenservice gezeigt hat. Außerdem werde ich sicher nicht auf meine Kosten eine 01805-Rufnummer anrufen, deren Kosten Sie im übrigen in der SMS verschwiegen haben.

Ich fordere Sie auf, meinen Anschluß weiterhin vertragsgemäß zur Verfügung zu stellen. Sollte eine Anschlußsperre erfolgen, werde ich auf jeden Fall die entsprechenden Rechnungen um die Grundgebühr und den Mindestumsatz für die Tage kürzen, an denen mir der Anschluß nicht zur Verfügung stand. Weitergehende Schadenersatzforderungen behalte ich mir vor.

Die Bundesnetzagentur erhält eine Kopie dieses Schreibens.

Und tata: Am Donnerstag kam ein Brief vom Kundenservice:

Sehr geehrter Herr Müller,

vielen Dank für Ihr Schreiben.

Da wir Sie als Kunden schätzen, haben wir Ihrem Kundenkonto aus Kulanz – ohne Anerkennung einer Rechtspflicht – den Betrag von 62,50 € (brutto) gutgeschrieben.

Die Verrechnung dieser Gutschrift erfolgt automatisch mit der aktuellen bzw. kommenden Rechnung.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team von O2 Germany

Ähm, ja. Schön, daß man dort anscheinend eingesehen hat, daß man rechtlich keinerlei Chance hat. Daß man keinen Präzedenzfall schaffen will, war natürlich zu erwarten. Hoffentlich tut die BNetzA jetzt was, um auch in allen anderen Fällen den Geldfluß zu stoppen. Überprüfung der Buchhaltung wäre zum Beispiel eine Möglichkeit.

0900-Sumpf, 2. Teil

Nachdem o2 sich am Telefon überhaupt nicht einsichtig gezeigt hat, und da ich gegenüber meiner Bank verpflichtet bin, unberechtigten Lastschriften unverzüglich zu widersprechen, habe ich am Freitag die Lastschrift von o2 zurückgehen lassen und den unstreitigen Teil der Rechnung überwiesen.

Die Bundesnetzagentur hat sich natürlich immer noch nicht gemeldet. Dafür habe ich jetzt zwei interessante Artikel aus Multimedia und Recht sowie ein Urteil des OLG Koblenz, die die Auffassung vertreten, daß die Forderung für die 0900-Nummer, die der Teilnehmernetzbetreiber auf der Rechnung geltend macht, ihm vom Verbindungsnetzbetreiber abgetreten, er mit dem Inkasso beauftragt wurde oder ähnliches.

Das bedeutet dann natürlich, daß er Einreden wie zum Beispiel die fehlende Geltendmachbarkeit der Forderung wegen vollziehbarem Rechnungslegungsverbot (nach § TKG) auch gegen sich gelten lassen muß.

Werde mir diese Artikel jetzt durchlesen und dann o2 nochmal einen ausführlicheren Brief schreiben, CC natürlich an die Bundesnetzagentur.

0900-Sumpf

Fast jeder kennt sie: Automatische Anrufe auf seiner Festnetznummer (gerne auch Genion oder so, Hauptsache Festnetz), die einem mitteilen, daß man einen Geld- oder Sachpreis garantiert gewonnen habe. Um den abzurufen, soll man dann eine 0900-Nummer für 1,99 € die Minute anrufen.

Verantwortlich dafür ist übrigens:

Medkom Limited
Hobyar Mah. Gürün Han Kat.9

Hanimeli Sok. 933
34112 Eminönü/Istanbul

TUERKEI

Daß das Betrug ist, sollte jedem klar sein. Es lohnt also nicht, die Nummer anzurufen, jedenfalls nicht in dem Sinne, daß man dann einen tollen Preis gewinnen kann. Man kann es natürlich tun, dazu mehr unten. Dazu sollte man aber nicht allzu schwache Nerven haben. Sofortmaßnahme, die jeder vornehmen kann und sollte: Mail an rufnummernspam@bnetza.de, in der man kurz und knapp schildert, wann man den Anruf bekommen hat, was ungefähr der Inhalt war und ganz wichtig: welche Nummer beworben wurde. Natürlich sollte man nicht vergessen, seine Adresse anzugeben. Das ganze dient nämlich dazu, der Behörde gesicherte Kenntnis über einen Mißbrauch der Rufnummer zu verschaffen, und die wird sie kaum auf Anonymlinge stützen. Ein paar Tage später bekommt man dann eine Eingangsbestätigung, und drei bis vier Wochen später in der Regel eine Mitteilung, daß die Nummer abgeschaltet wurde. Meistens wird inzwischen dann auch ein Rechnungslegungs- und Inkassoverbot ausgesprochen. Das ist gut, weil der Spammer dann theoretisch kein Geld an seinen illegalen Machenschaften verdienen kann. Praktisch ist es alles etwas komplizierter.

Wenn man die Nummer eh nicht angerufen hat, kann einem das alles ziemlich egal sein. Man hat jedenfalls seinen Beitrag dazu geleistet, dem Spammer das Handwerk zu legen. Sollte man die Nummer doch angerufen haben, braucht man natürlich das Rechnungslegungsverbot (und einen langen Atem). In dem Fall sollte man in seiner Beschwerde die BNetzA auf jeden Fall darauf hinweisen, daß sie doch bitte ein Rechnungslegungsverbot erlassen möge. Manchmal tut sie das nämlich aus unverständlichen Gründen nicht.

Also: Bei jeder bespammten Nummer beschwert sich ein Haufen Leute, und die Rechnungslegung wird verboten. Warum wird das dann überhaupt noch gemacht, wenn doch anscheinend kein Geld zu verdienen ist? Fazit: Es wird offensichtlich doch Geld damit verdient. Die Verbindungen werden nämlich trotz Rechnungslegungsverbot in Rechnung gestellt, und von selbst gutgeschrieben wird da schon mal gar nichts.

Grund genug, daran was zu ändern. Kann ja nicht angehen, daß man mit Betrug Geld verdienen kann. Und da kommen wir zur neuen Extrem-Sportart: Extreme-0900-Abzocker-Nerving.

Das funktioniert ungefähr so: Man ruft die bespammte Nummer an, in unerschütterlichem Vertrauen auf den Rechtsstaat und der festen Überzeug, daß besagtes Rechnungslegungsverbot erlassen wird. Und natürlich meldet man die Nummer der RegTP. Inzwischen nach wenigen Wochen (also oft noch vor der nächsten Rechnung) bekommt man dann die Mitteilung über die Sperrung, in der Regel mit folgendem Satz: “Bitte teilen Sie mir mit, falls dennoch Verbindungen auf Ihrer nächsten Telefonrechnung berechnet werden sollten.”.

Also hab ich die Nummer mal für 60 € angerufen. Daß sie berechnet wurde, hab ich erst durch die Lastschrift mitbekommen, weil mich die Rechnung aus unerfindlichen Gründen nicht erreicht hat (aber bei o2 kriegt man ja online Duplikate), daß sie gesperrt wurde, nur auf der Website der BNetzA, weil man mich aus unerfindlichen Gründen nicht informiert hat. Naja, wie gesagt, steht zum Glück auf der Website.

Also bei o2 angerufen: Die Call-Center-Agentin mußte zweimal rückfragen (“Danke, daß Sie gewartet haben!”) und erzählte mir dann, solange die Nummer geschaltet sei, müsse o2 die berechnen. Ich solle mich an die BNetzA wenden.

OK, das hab ich auch getan:

Sehr geehrte Damen und herren,

wie ich Ihrer Website unter
[1]
entnehmen konnte, wurde die Rufnummer 9003775037 mit Bescheid vom
29.9.2006 zum 5.10.2006 abgeschaltet und ein Rechnungslegungs- und
Inkassoverbot rückwirkend ab dem 7.9.2006 erlassen.

Trotzdem finde ich auf meiner o2-Rechnung vom 6.10.2006 folgende Posten:

Datum Zeit Nummer Dauer Betrag (excl. USt)
09.09.2006 10:47:01 09003775037 00:02:35 4,4539
09.09.2006 20:34:00 09003775037 00:27:37 47,6139

Offenbar wurde das Rechnungslegungsverbot also nicht beachtet. Ich bitte
Sie, dies geeignet zu ahnden.

Der o2-Kundenservice, den ich gerade telefonisch kontaktiert habe, war
der Meinung, daß o2 diese Nummern berechnen müsse, so lange die Nummern
geschaltet und erreichbar sind. Daß das Rechnungslegungs- und
Inkassoverbot nur gegenüber dem Netzbetreiber ausgesprochen wird, in
dessen Netz die Nummer geschaltet ist, stellt insofern offenbar einen
wesentlichen Verbraucherschutzmangel dar, insbesondere, wenn – wie in
diesem Fall – die Teilnehmernetzbetreiber nicht willens sind, die
Rechnungslegung solcher Verbindungen zu stornieren. Das
Rechnungslegungsverbot läuft auf diese Weise offensichtlich ins Leere.

Es wäre nett, wenn Sie mir mitteilen könnten, in wessen Netz die Nummer
geschaltet ist, damit ich meine Erstattungsansprüche gegen diesen
Netzbetreiber (der gegen das Rechnungslegungsverbot verstoßen hat)
geltend machen kann. In der 0900-Suchmaschine auf Ihrer Website unter
[2]
ist diese Information nicht enthalten.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Müller

Was für ein Sumpf – kann man den bitte endlich mal trockenlegen?

To be continued …

Dreister Fahrraddiebstahl

In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde vor der Gottesauer Straße 19 (neben der Kippe) mein Fahrrad entwendet.

Fahrrad

Fahrrad

Das ist für mich umso unbegreiflicher, als die Klingel lose, die Tretlager kaputt und der Antrieb ziemlich rostig waren. Wer zur Hölle ist so bescheuert und wird für ein halb kaputtes Fahrrad zum Kriminellen?

Das kostet mich jetzt wieder Lauferei (Polizei, neues Rad), Geld und Zeit (zu Fuß gehen), nur weil irgendein Asozialer nicht in der Lage ist, fremdes Eigentum zu respektieren.

Und wenn man sich dann noch die polizeiliche Kriminalstatistik mit einer Aufklärungsquote von 6,9 % und dem Hinweis

Die Aufklärungsquoten sind bei Taschendiebstahl, Fahrraddiebstahl, Diebstahl von unbaren Zahlungsmitteln und Diebstahl an bzw. in/aus Kraftfahrzeugen besonders niedrig.

anschaut, hat das Arschloch nicht mal ein besonders großes Risiko, erwischt zu werden.

Es kotzt mich echt dermaßen an … Kein Wunder, daß in diesem scheiß Land alles den Bach runtergeht …

Sachdienliche Hinweise, die zum Wiederauffinden des Fahrrads oder zur Ergreifung des Täters und dessen Zuführung zu seiner gerechten Strafe führen könnten, bitte an mich. Danke.

KW7 wird abgerissen

OK, nicht ganz – es werden nur die Balkone abgesägt und die Bewohner für zwei Monate rausgeschmissen:

Aushang vom Stuwe

Aushang

An alle Mieter

Bearbeiter: Herr K___
Durchwahl: 0721/__________
Aktenzeichen: K/Bra
Datum: 10.4.2006

Fassadensanierung

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie Ihnen bekannt, sind die Balkons so schadhaft, dass wir eine Nutzung untersagen mussten. Prüfungen durch einen Statiker haben ergeben, dass die Balkons nicht mehr erhalten werden können. Die Balkons werden ab dem 1.8.2006 abgesägt, wodurch es zu Lärm, Erschütterungen, z.T. auch zu Staubentwicklungen kommen kann. Dann werden neue Fenster eingebaut und die Heizkörper erneuert. Weiterhin wird die Blechfassade an der Nord- und der Südseite abgenommen und dort eine Wärmeisolierung angebracht. Das bedeutet:

Während der Bauarbeiten können die Zimmer nicht bewohnt werden. Die Mieter in “R” müssen zum 31.7.2006 ausziehen; in der Regel werden wir ein Zimmer in einem anderen Wohnheim anbieten. Nach etwa 2 Monaten müssen die Mieter in “S” umziehen, weil dann die Arbeiten auf der Straßenseite fortgesetzt werden.

Die Entscheidung zur Balkonsanierung ist wegen des hohen Risikos nicht zu ändern; sie ist nach Klärung des vorbeugenden Brandschutzes vor ein paar Tagen gefallen, auch dass mit “R” begonnen werden muss. Wir nutzen schwerpunktmäßig die vorlesungsfreie Zeit am Ende des Sommersemesters 2006, tangieren aber auch noch das Wintersemester 2006/07. Leider sind Sie – zufällig – betroffen, was Sie wahrscheinlich nicht freuen wird.

Wir werden diese Baumaßnahmen – auch mit Ihrer Hilfe – so schnell wie möglich durchführen. Bitte beachten Sie, daß wir Ihren Aus- bzw. Umzug wie jeden anderen betrachten werden, d.h. alles muß sauber sein und funktionieren – im Interesse aller Studierenden, die in den nächsten Jahrzehnten hier noch wohnen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Studentenwerk Karlsruhe
Abt. IV – Wohnen

i.A. K____

Der Aushang hängt übrigens im Glaskasten neben 20 anderen Zetteln, die meisten davon sehr alt. Die Ankündigung, daß der Waschraum für einen Tag geschlossen ist, wurde dagegen unter anderem von innen an die Eingangstür geklebt. Sehr nett find ich in dem Kontext auch den Begriff “Balkonsanierung” …

Ich muß sagen, das mit den “Jahrzehnten” halte ich irgendwie für äußerst fragwürdig – das Haus hat doch bestimmt noch deutlich mehr Baumängel, die bisher bloß keinem aufgefallen sind. Betonschäden an den Balkonen und sonstige Mängel hätten ja wohl vor dem Umbau (Nutzungsänderung) zum Studentenwohnheim bemerkt werden müssen – immerhin beschäftigt das Studentenwerk meines Wissens sogar einen Bauingenieuer, und bei so einer Investition läßt man ja wohl einen Bausachverständigen ran. Wäre bestimmt billiger, ostdeutsche Plattenbauten mit dem Cargolifter nach Karlsruhe zu transportieren, als ein schrottreifes Altenheim zu kaufen (sich schenken zu lassen?).

Naja, der Architekt, der die Nutzungsänderung geplant hat, (ggf. auch der Sachbearbeiter im Stuwe) hat ja auch die Ausstattung der Toiletten mit Klopapier- und Handtuchhaltern vergessen und Bewegungsmelder im Treppenhaus, die jeweils nur ein Stockwerk schalten, mit Energiesparlampen gekoppelt, die dann angehen, wenn man durch das Stockwerk durch ist. Was soll man da schon erwarten?

Naja, mal sehen, ob man im Studentenwerk wenigstens daran denkt, den “R”-Mietern bis Ende April mit dreimonatiger Frist zu kündigen – sonst kommen nachher noch Schadenersatzansprüche dazu. Ob solche wegen des zweimaligen Umzugs (ist man nicht ganz billig …) bestehen, sollte eh jeder Mieter prüfen – meines Erachtens hätte das Studentenwerk die Schäden schon am Anfang entdecken müssen. Aber wenn es nur um öffentliche Gelder geht, kann man ja ruhig rumschlampen …

Was ich mich noch frage, ist, ob wirklich nur die Heikörper ausgewechselt werden, oder dann doch gleich die im wesentlichen thermisch offene Außenwand (Metall!) neu gemacht wird – eine Balkontür wird es ohne Balkon wohl auch nicht mehr brauchen.

Ich bin zum Glück jetzt raus, allen aktuellen und zukünftigen Bewohnern noch viel Spaß beim “Wohnen”!

Kaputte Gebäude

Eins davon ist ca. 30 Jahre alt und schon kaputt:

Betreten der Balkone

Sehr geehrter Herr Müller, wegen großer Betonschäden an den Balkonen ist ab sofort

das Betreten der Balkone verboten!

Einzige Ausnahme: Im Notfall Flucht über den Balkon!

(So beginnt ein Brief des Studentenwerks.)

Und das andere Gebäude wird und wird nicht fertig:

Die Überprüfungen des Neubaus der Universitätsbibliothek haben ergeben, dass ein gesicherter Gebäudebetrieb noch nicht gewährleistet werden kann. Deshalb ist der Bezug des Neubaus noch nicht möglich und wird auf unbestimmte Zeit verschoben.

Vogelgrippe

Gestern bin ich aus Taiwan kommend am Frankfurter Flughafen in das Bundesgebiet eingereist. Noch im Flugzeug kam dann eine deutschsprachige Ansage (offensichtlich also von Fraport-Personal), daß die Gepäckausgabe nicht an dem sonst für den Gate-Bereich zuständigen Band ist, wegen Vogelgrippe. Im Flughafen wurden wir dann von ausreichend Personal zur richtigen Gepäckausgabe gelotst.

Dort dann der Schock: Eine Schlange einmal quer durch die Halle, vermutlich vom vorhergehenden Flug. Als wir (= ich und die Leute, die ich im Hotel in Taipeh kennengelernt habe) uns dann angestellt haben (schon bevor wir alles Gepäck hatten), ging die Schlange einmal an der Längsseite der Halle lang, dann an der kurzen Seite, an der anderen Längsseite entlang und wieder zurück bis zur Mitte dieser Seite.

Sehr aufmunternd auch die Auskunft des Bundespolizisten: Nach den Erfahrungen der letzten Tage ca. drei Stunden Wartezeit. Naja, wenn man nicht alleine wartet, vergeht die Zeit ja recht schnell. Lustig war auch der Fraport-Angestellte, der mit dem Fahrrad durch die Halle fuhr. IMO erste Anzeichen einer durch Vögel übertragenen Nervenkrankheit.

Bis wir dann an der Kontrolle waren, hat es dann nur ca. eineinhalb Stunden gedauert. Ca. 10 m vor der Kontrolle ging dann auch endlich mal ein Informationsblatt (PDF). Hallo? Ich bin aus keinem dieser Länder eingereist, was wollten die überhaupt von mir? Und warum wollten die wissen, ob ich sonstiges Fleisch habe? Das Import-Verbot gilt nur für Geflügelfleisch. Die Einfuhr von Schweineleberwurst oder getrocknetem Känguruhfleisch hätte mir also keiner verbieten können. Naja, Hauptsache irgendjemand (zum Beispiel der hessische Staatsminister für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz) kann sich wichtig machen …

Organisiert war das ganze natürlich auch überhaupt nicht. Das fängt damit an, daß man in der Gepäckausgabehalle nichts kaufen kann, keine Speisen und Getränke, keine Zeitungen nichts. Weiter geht es damit, daß Fraport offenbar nicht in der Lage ist, mit Absperrbändern eine Warteschlange zu markieren. Insgesamt war natürlich viel zu wenig Personal da. OK, mehr als afair vier Schalter/Tische gibt es eh nicht, und mehr passen in den Durchgang eh nicht. Aber es spräche ja nichts dagegen den Durchgang 10 m weiter nach hinten an das Ende der Halle zu verlagern. Da hätte man dann zehn oder mehr Leute gleichzeitig abfertigen können. Das Equipment ist auch etwas dürftig, um nicht zu sagen, nicht vorhanden. Hallo, Frau Künast, oder wer auch immer dafür vorher zuständig war? Sie wußten seit mindestens zwei Jahren, daß eine Tier- und Pflanzenprodukte-Quarantäne möglicherweise einmal sehr kurzfristig notwendig wird. Ist es da so abwegig, sich beim Australian Quarantine Inspection Service (wohl die sorgfältigste Quarantäne der Welt) mal zu erkundigen wie man das macht und dann die entsprechenen Röntgengeräte anzuschaffen und das Personal zur Schulung zu schicken? Stattdessen werden einem dann absolut sinnlose Fragen gestellt, die über den räumlichen (also in Bezug auf die Ursprungsländer) und sachlichen (also in Bezug auf die Produkte) Umfang des Einfuhrverbots weit hinausgehen (“Haben Sie sonst irgendwelche Lebensmittel?” – Hallo? Was geht euch das an?), gestellt, und letztendlich wird man dann doch durchgewunken, ohne daß man das Gepäck einmal öffnen mußte.

Naja, drei Stunden nach Landung war ich dann “schon” am Bahnhof, ICE um 9:54 nach Karlsruhe, um halb zwölf zu Hause gewesen.

Wie heißt es doch so schön: May you live in interesting times.

UPDATE: Es gibt offenbar doch sehr strenge Einfuhrbeschränkungen für Milch und Fleisch.

Bürokratie

Heute war ich nach acht Tagen mal beim Bürgerbüro K8, nachfragen, ob mein internationaler Führerschein schon fertig ist. Antwort: Wenn der richtige Führerschein nicht von der Stadt Karlsruhe ausgestellt ist, dauert es drei bis vier Wochen, weil erst die Akte (bzw. ein Auszug) von der ausstellenden Fahrerlaubnisbehörde (in meinem Fall: Kreis Segeberg – Der Landrat -) angefordert werden muß. Regelbrieflaufzeit in DE ist ein Tag – was also dauert daran drei bis vier Wochen? Verdammte Bürokratie.

Wozu gibt es überhaupt das zentrale Fahrerlaubnisregister beim Kraftfahrtbundesamt, wenn man für sowas Einfaches Papier quer durch die Republik schicken muß? Bürgerfreundlich ist das jedenfalls nicht – da werde ich bei Gelegenheit mal eine Verbesserung anregen.

IBM Thinkpad

Das Displayscharnier war an meinem Thinkpad R40 schon ziemlich am Anfang kaputt, und der Akku wurde mit der Zeit auch immer schlechter. Als dann auch noch die Festplatte streikte (die ich dann auf eigene Kosten ersetzt habe), war die Zeit gekommen, das Teil mal einzuschicken.

Also erstmal beim Händler, notebooks-billiger.de angefragt. Dort wurde ich auf den Hersteller, also IBM verwiesen. Immerhin gab es auch eine Nicht-0180-Telefonnummer. Also dort angerufen – es wurde sogar ein automatischer Rückruf angeboten.

Hab also die Probleme (Platte und Scharnier) geschildert, und wurde auf ein Testprogramm verwiesen. Das dumme Testprogramm hat natürlich nix gefunden – dafür sahen die S.M.A.R.T.-Daten nicht so toll aus (auch wenn angeblich kein Disk Failure vorlag – lol). Also zusammen mit dem Kaufbeleg per eMail die Ausgabe von smartctl -a hingeschickt. Irgendwann kam dann ein Rückruf. Ewig erklären müssen, warum die Platte meiner Meinung nach nicht ging, dann hieß es: “Ja, tauschen wir aus.”

Also nach ner geeigneten Verpackung suchen: zwei große Kartons vom Aldi, zwei herumliegende Styroporteile, Unmengen von Zeitungen und Klebeband. Das ganze hat dann schlappe 10,50 € Porto gekostet.

Nachdem das Paket schon eine Weile da angekommen war, kam dann ein Anruf von einem Service-Techniker, der aufgrund seines russischen Akzents kaum zu verstehen war und obendrein noch offensichtlich keinerlei Ahnung hatte. Mit seinen zwei Diagnoseprogrammen könne er keinen Fehler finden, und wenn er keinen Fehler finden könne, könne er die Platte nicht austauschen. Warum schicke ich den Trotteln bitteschön detaillierte Infos per eMail, wenn es dann doch keiner liest?

Am 7. Oktober (Freitag) wäre das Notebook dann sogar wieder da gewesen – wenn UPS in der Lage wäre, Pakete zuzustellen. Am Montag hat es dann geklappt. Auf dem Zettel, wo draufsteht, was sie gemacht haben (Platte geprüft, OS-Image neu aufgespielt …) steht nix vom Displayscharnier. Vielleicht bilde ich mir auch nur ein, daß es nicht mehr wackelt.

Dieser Call-Center-Irrsinn nervt. Das hat doch nur den Sinn, den Informationsaustausch mit dem Kunden zu verhindern und obendrein sich auf nichts festnageln zu lassen. Und jeder aus dem Saftladen fragt einen dann wieder den gleichen Scheiß.

Die Konsequenz ist für mich klar: Nie wieder IBM. Wer weder beim Produkt an sich noch beim Kundendienst eine gewisse Mindestqualität zu halten in der Lage ist, will offensichtlich keine Kunden haben.