Disconnected by “local choice”

Da mein Fritz-WLAN-Stick nur äußerst unzuverlässig funktionierte, habe ich in der neuen Wohnung meinen PC zunächst per Ethernet an den DSL-Router angeschlossen. Da ein Kabel nicht lang genug war, brauchte es dafür zwei Kabel, und einen Switch im Flur. Klar, dass das keine Dauerlösung sein konnte.

Also habe ich mir eine WLAN-Karte bestellt, die hoffentlich unter Linux vernünftig funktioniert. Insbesondere sollte es 802.11n sein. Die Wahl fiel schließlich auf die ASUS PCE-N15. Also Karte eingebaut. lspci etc. fanden die Karte. Scannen nach verfügbaren Netzwerken funktionierte auch. Aber es kam keine Verbindung zustande, weder mit wicd noch auf der Kommandozeile (manueller Aufruf von wpa_supplicant bzw. Einträge in /etc/network/interfaces und Aufruf von ifup). An alle möglichen Problemquellen habe ich gedacht: regulatory domain (Funkkanalauswahl), Fehler im Treiber, nicht geladene Firmware, fehlerhafte Konfiguration des wpa_supplicant …

Dann fiel mir in der dmesg-Ausgabe diese Meldung auf:

deauthenticating from ... by local choice (reason=3)

Google führte auch wieder zu diversen Endlos-Diskussionen ohne klares Fehlerbild. Dann aber fand ich diesen Kommentar in einem Ubuntu-Bug:

I found the source of my problem: network-manager had been re-installed on upgrade (I had previously uninstalled it) and it is somehow preventing ifup from working. “apt-get remove network-manager” fixed the issue for me – ifup works.

Und in der Tat war es bei mir dasselbe Problem: Durch das Upgrade auf Ubuntu 13.04 wenige Tage zuvor war der gammelige network-manager wieder auf meinem System gelandet. Und dem gefiel es offenbar nicht, dass andere Programme irgendein WLAN-Interface (für das der network-manager ganz sicher nicht explizit konfiguriert war) verbanden. Also hat er diese Verbindungen gleich wieder beendet.

Deinstalliert (apt-get remove network-manager), jetzt funktioniert erstmal alles halbwegs (sobald mein DSL wieder zuverlässig geht, muss ich mal schauen, ob die Geschwindigkeit stimmt. iwconfig behauptet 300 MBit/s, die Fritz-Box hingegen nur 5 MBit/s. Absichtlich kommt dieser Schrott jedenfalls nicht nochmal auf mein System. Und beim nächsten Upgrade weiß ich dann gleich, was ich gleich wieder runterschmeißen muss.