Leckere Speck-Champignon-Sahne-Sauce

Bei der Bayern-Aktionswoche von Lidl hatte ich auch eine Packung Semmelknödel (gekühlt, also schon mit Flüssigkeit, nicht im Kochbeutel oder so) gekauft. Darauf war ein ganz nett aussehendes Rezept für eine Speck-Champignon-Sahne-Sauce:

125 Gramm Bacon, eine gewürfelte Zwiebel und 200 g geschnittene Champignons anbraten (zweckmäßigerweise wohl so lange, bis die Champignons deutlich an Volumen verloren haben und insgesamt die Flüssigkeit weitgehend weg ist). Das Ganze dann mit 50 ml Weißwein ablöschen und wieder einkochen lassen. Darauf dann 250 ml Sahne (was ist das eigentlich für eine Unsitte, in Rezepten Sahne mit der Mengenangabe “ml” aufzuführen? Und 250 davon begegnen einem auch immer wieder – die übliche Packungsgröße sind aber 200 Gramm) und fünf Minuten köcheln lassen.

Parallel dazu zogen die Knödel 10 Minuten lang in heißer Fleischbrühe. Die Sauce war ziemlich lecker – bloß die Knödel waren nicht allzu toll (ziemlich hart und klunschig). Ich werde es bei Gelegenheit nochmal mit solchen aus dem Kochbeutel ausprobieren. Spätzle könnten auch ganz gut passen.

Die Absurdität des Parkraummarktes

Ein großes Thema in der Stadtplanung etc. ist ja der angebliche Parkraummangel in den Städten, insbesondere den innenstadtnahen Bezirken. Das hat zu zweifachem Gegensteuern geführt:

  • Die Gemeinden können für Neubauten Stellplatznachweise verlangen und tun das in der Regel auch. Die Anforderung ist wohl in der Regel, jedenfalls im Geschosswohnungsbau, dass ein Stellplatz pro Wohneinheit vorhanden ist. Alternativ sind manchmal auch Ausgleichszahlungen des Bauherrn an die Gemeinde möglich.
  • Bauträger gegen wegen des vermeintlichen Parkraummangels davon aus, dass Wohnungen ohne zugehörigen Stellplatz sich nicht vernünftig absetzen lassen. Ebenso gehen Käufer, die die Wohnung hauptsächlich als Geldanlage sehen, davon aus, dass sie sich ohne Verfügbarkeit eines Stellplatzes schlechter vermieten bzw. ggf. irgendwann in der Zukunft schlechter verkaufen lässt.

All diese Leute nutzen aber weder die Wohnung noch den zugehörigen Stellplatz. Und das führt dann dazu, dass die Erwägungen tatsächlich auf dem skizzierten, abstrakten Niveau bleiben. Das führt dann zu folgendem:

  • Der Gemeinde ist es vollkommen egal, wie der Stellplatz aussieht. Jedenfalls macht sie keine weiteren Vorgaben.
  • Dem Bauträger ist es ebenfalls egal, wie der Stellplatz aussieht. Er will aber möglichst viel daran verdienen.
  • Der Käufer der Wohnung interessiert sich ebenfalls nicht sonderlich dafür. Er muss aber eh einen Stellplatz abnehmen, und möchte nicht allzu viel dafür ausgeben.

Das Ergebnis ist dann eine Tiefgarage, bei denen es ein paar “Luxus”parkplätze gibt, die überwiegende Mehrzahl aber die gesetzlich und nach irgendwelchen Normen vorgesehenen Mindestmaße hat. Besonders hervorzuheben sind sog. Doppelparker, zum beispielweise der hier.

Sowas haben wir auch hier in der Tiefgarage, und ich war gezwungen, einen entsprechenden Stellplatz mitzumieten. Am Anfang konnte ich den untervermieten, jetzt zahle ich seit über einem halben Jahr 30 € im Monat für einen Stellplatz, den ich nicht nutze. Nun will ich mir ein Auto anschaffen (günstig von einem Verwandten …) – und muss feststellen, dass es in diesen Doppelparker nicht reinpasst. Ich werde also 30 € im Monat für einen Stellplatz, den ich nicht nutze, bezahlen müssen, außerdem 30 € im Jahr für eine Bewohnerparkerlaubnis, und obendrein ist das Auto dann dem Wetter ausgesetzt, mit dem Ergebnis eines erhöhten Verschleißes. Dem Augenschein nach sind übrigens deutlich über die Hälfte der Stellplätze in den Doppelparkern nicht benutzt. Interessant wäre es, mal zu beobachten, wie viele dauerhaft nicht benutzt werden.

Im Ergebnis ist jedenfalls festzuhalten: Es wird für viel Geld eine Tiefgarage gebaut. Statt dort komfortabel nutzbare Parkplätze einzurichten, werden aufgrund regulatorischer Zwänge und einem irrationalen Verhalten der relevanten Marktteilnehmer doppelt so viele Parkplätze eingerichtet, die dafür gar nicht mehr nutzbar sind. Also eine Investitionsruine.

Bloß: Wie kommt es dazu eigentlich?

  • Wurde die Nachfrage an Stellplätzen überschätzt?
  • War es vielleicht vor 10 Jahren wirklich noch nicht absehbar, dass viele Autos gar nicht in die damals installierten Parksysteme passen?
  • Haben die Beteiligten vielleicht einfach versucht, ihren Gewinn zu maximieren, ohne ausreichend nachzudenken?

Oder was könnten sonst die Gründe sein, die zu so einem absurden Ergebnis führen? Und wie kann man da gegensteuern?

Patch-Queue – wie organisieren?

Ich habe in letzter Zeit angefangen, Patches für ein Open-Source-Projekt (Boost, konkret die Graph Library) zu erstellen. Da ich selbst dort keine Commit-Rechte habe, bin ich darauf angewiesen, dass Entwickler mit solchen Rechten meine Änderungen für mich einchecken. Und da die auch nicht 24h verfügbar sind, dauert es eine Weile, bis die Sachen eingecheckt sind. Ich will aber ggf. mit Folgeänderungen weitermachen, die die vom ersten Patch geänderten Stellen nochmals ändern. Und da geht dann schnell das Chaos los :-(

Bevor jetzt gleich tolle Tipps kommen, dass das mit diesem oder jenem Versionsverwaltungssystem ja alles ganz einfach geht: Das Chaos dürfte zuallererstmal dadurch verursacht sein, dass ich gar nicht so recht weiß, was ich von einer Lösung erwarte. Der erste Schritt ist also eine saubere Anforderungsanalyse:

  • Diff gegen noch nicht eingecheckte Patches: Ich möchte sehen, welche Änderungen sich in meiner working copy befinden, die über die bereits erzeugten (aber noch nicht eingecheckten) Patches hinausgehen. Die Differenz zum Trunk reicht also nicht.
  • Status von Patches: Ich muss Patches als erledigt markieren können, wenn sie eingecheckt sind.
  • Zusammenfassen von Patches: Wenn ich Patches noch nicht eingesendet habe (oder ggf. auch dann noch), will ich mehrere Patches zu einem großen zusammenfassen können.
  • Selektives Anwenden von Patches: Ich will leicht meine/eine Working Copy auf einen Stand bringen können, der den Trunk (oder eine bestimmte Revision) und nur bestimmte Patches enthält. Das ist beispielsweise nötig, um zu prüfen, dass die voneinander unabhängig sind.
  • Unterstützung bei der Erstellung von Patches: Optimal (aber auch optional und eher nice-to-have) wäre, aus den lokalen Änderungen in der lokalen working copy gegenüber dem Trunk (ggf. zuzüglich einer Auswahl von Patches) einen Patch erstellen zu können – aber nicht mit sämtlichen Änderungen, sondern Auswahlmöglichkeiten bezüglich der Dateien und der einzelnen Änderungen darin. Das geht aber zur Not auch manuell, ggf. mit Nachbearbeiten.

Hat jemand eine Idee, wie man diese Funktionalität am besten umsetzt? Gibt es für so etwas fertige Tools? Ist es vielleicht mit bestimmten Versionsverwaltungssystemen besonders einfach? Git wird ja ständig für alles Mögliche in höchsten Tönen gelobt. Nutzt es vielleicht auch hier? Wenn ja, wie lassen sich obige Anforderungen auf die Begrifflichkeiten von Git (oder einem anderen System) abbilden?