Arbeitszuteilungsverfahren

ConsiderGegeben sei folgendes Problem:

Es existiere eine Organisation, in der Kaffee in Codezeilen (und Papers) umgewandelt wird. Der Kaffee wird von einer Kaffeemaschine produziert, die einen gewissen Wartungsaufwand hat (regelmäßiges Entkalken und Reinigen). Der Kaffeeverbrauch ist unterschiedlich (mag mit einem unterschiedlichen Ausstoß an Codezeilen (und Papers) zusammenhängen, aber ein linearer Zusammenhang lässt sich empirisch bisher nicht bestätigen).

Gesucht ist nun ein Verfahren, mit dem der Arbeitsaufwand (also vorzunehmende Wartungsarbeiten) möglichst gerecht auf die Kaffeetrinker verteilt werden kann. Informationen über den Kaffeeverbrauch liegen immer nur rückwirkend für die abgelaufene Periode vor. Es ist zu erwarten, dass innerhalb einer Abrechnungsperiode die Arbeit nicht gerecht verteilt werden kann, alleine schon, weil gar nicht alle drankommen. Es soll also periodenübergreifende Gerechtigkeit hergestellt werden.

Irgendwelche Ideen? Als erster Ansatzpunkt würde ich mit den Tassenzahlen der letzten Periode anfangen und anhand dessen eine Reihenfolge für die aktuelle Periode festlegen. Bloß wie macht man das? Kann man dafür Sitzzuteilungsverfahren missbrauchen? Also anhand der Bruchteile die Sitze für ein Parlament mit 1,2,3, vielen Sitzen ausrechnen, und der jeweils zusätzliche Sitz ist dann der n-te in der Reihe? Sollte doch eigentlich passen – das Verfahren darf bloß keine Anomalie aufweisen, dass sich bei einer Vergrößerung um einen Sitz plötzlich Verwerfungen in der Zuteilung ergeben, die mehr als den einen zusätzlichen Sitz betreffen. Welches Verfahren würden die geneigten Leser da empfehlen?

Als nächstes Problem kommt die Übertragung nicht ausgeschöpfter Bruchteile auf die nächste Periode – und da habe ich noch keinen blassen Schimmer. Wobei, im Zweifel vergrößert man das “Parlament” immer weiter, nimmt die Gesamttassenzahl und berücksichtigt die bereits erledigte Arbeit? Müsste doch passen, oder?

4 thoughts on “Arbeitszuteilungsverfahren

  1. Danke, so Suchbegriffe fallen einem ja nicht ein, wenn man sie nicht kennt …

    Im Moment hapert an folgendem: Wenn man eine Arbeit derart bürokratisch verteilt, wirft man damit die Diskussion bezüglich aller möglicher Arbeiten auf, die irgendwer für die Allgemeinheit verrichtet.

  2. 1. Der Entkalungs- und Reinigungsvorgang wird von demjenigen erledigt, dessen Tassenzähler gerade beim Maximum liegt.
    2. Der Zähler der Person, die den Arbeitsgang erledigt hat, wird anschließend auf Null zurück gesetzt, alle anderen Zähler bleiben erhalten.

    Klingt ungerechter, als es in Wirklichkeit ist. Einfach mal an Beispielen durchgehen. (Kann man die Maschine nach Reinigung und Entkalkung als quasi wie neu definieren?)

  3. Ich muss noch ein bisschen relativieren, weil ich gerade erst verstanden habe, dass der Tassenzähler nicht Realtime ist. Das kann dann doch ein Problem werden. Je größer die Abrechnungsperioden und je kleiner die Anzahl der Beteiligten, desto unfairer wird das Verfahren. Ebenso, wenn es nur sehr wenige absolute Top-Verbraucher gibt

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