Brüssel

Die letzte Woche war ich auf Dienstreise in Brüssel.

Die Preise in dieser Stadt sind echt verdorben durch die ganzen EU-Lobbyisten (und was sich da sonst so rumtreibt). Unser Hotel hat 90 € pro Nacht gekostet, immerhin incl. Frühstück. Das Frühstück war so la-la (nichts Außergewöhnliches, aber immerhin gab es ordentliches Brot). Aber der sonstige Service dieses Hotels war unterirdisch. Der Aufzug funktionierte nicht so richtig, die Treppe war steil und eng und hatte diverse Türen auf dem Weg in den 2. Stock. Im Badezimmer leckte mein Waschbecken und der Duschkopf ließ sich nicht arretieren. Die Klimaanlage hatte irgendjemand auf 18° C eingestellt, was aber eh keinen Unterschied machte: Bei dem Wetter braucht man eine Heizung, und als solche funktionierte die Klimaanlage offenbar nicht. Den elektrischen Heizlüfter im Bad habe ich erst in der zweiten Nacht bemerkt, der funktionierte immerhin halbwegs. Und das (schweineteure, 20 € für zwei Tage …) Internet funktionierte nur sehr unzuverlässig. Das Beste war aber, daß am zweiten Tag meine Codekarte nicht funktionierte. Als ich an der Rezeption war, wurde sie dann ohne Überprüfung neu auf die von mir genannte Zimmernummer kodiert – da hätte also auch irgendjemand anders kommen können. Der Name dieses Traumhotels: Floris Ustel (in Midi).

Immerhin hatte ich diesmal einen Weg vom Hotel zum Ort des Meetings (VUB und Beaulieu), auf dem kein Bus und keine Straßenbahn nötig war. Metro und Pre-Metro fahren zuverlässig (auch wenn sie zur Rush Hour gnadenlos voll sind), Bus und Straßenbahn stehen dagegen gerne mal im Stau.

“Mal schnell” mit den Kollegen etwas zu Abend essen ist auch nicht so einfach möglich: Am ersten Abend haben wir uns um 20:00 verabredet, um 20:30 ein Restaurant gefunden und waren dann um 23:30 fertig … Am zweiten Tag haben wir auf dem Weg von der VUB zur Metro bei einem Inder gegessen, was auch immerhin zwei Stunden gedauert hat. Am Mittwochabend war es dann Pasta in einem Schnellrestaurant, das ging dann halbwegs zügig.

Die tollen Sandwich-Lunches, die vom Gastgeber geordert wurden, ärgern mich auch: Für den Gegenwert von wenigen Euro gehen mir da Reisekosten (Verpflegungsaufwand) von mindestens 10 Euro durch die Lappen, und wirklich satt wird man von sowas auch nicht … Immerhin konnten/mußten wir uns am Donnerstag bei der Kommission unsere Sandwiches selbst kaufen, für ca. 2,50 Euro … Der Tagegeldanteil, der mir für die Abendessen noch bleibt, deckt den Mehraufwand fürs Abendessen jedenfalls nicht ansatzweise ab.

Immerhin ist das Review, das ja Anlaß der Reise war, zufriedenstellend gelaufen.

2 thoughts on “Brüssel

  1. Die Verpflegungspauschalen stehen Dir auch dann zu, wenn Du eingeladen wurdest, solange das nicht Dein Arbeitgeber bezahlt.

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