Abgeltungssteuer

Ich habe gerade meine Lohnsteuerbescheinigung für 2009 bekommen und die wichtigsten Daten (relevant sind eben die Lohnsteuerbescheinigung, Spenden und Handwerkerleistungen, also der Schornsteinfeger) ins Steuerprogramm eingetragen (bzw. alles andere war schon eingetragen, ich mußte also nur noch die Lohnsteuerbescheinigung eintragen). Dann habe ich dem “Abgeltungssteuerexperten” dieses Programms seine Fragen beantwortet. Das Ergebnis: Ich brauche meine Zinserträge nicht in der Steuerbescheinigung angeben. Außerdem hat der “Steuerprüfer” herausgefunden, daß ich keine Arbeitnehmersparzulage bekomme.

Ich muß sagen: Ich mag die Abgeltungssteuer. Das erspart mir nämlich die lästige Arbeit, auf die ganzen Bankbescheinigungen zu warten, und dann die natürlich alle völlig unterschiedlichen Bescheinigungen zumindest soweit zu verstehen, daß ich die Werte ins Programm übertragen kann. Und daß ich keine Arbeitnehmersparzulage bekomme, ist ebenfalls praktisch: So brauche ich nicht auf die entsprechende Bescheinigung der Bank zu warten. Die Abgeltungssteuer war wirklich eine Vereinfachung, die tausend Mal mehr wert ist als jede alberne “Steuererklärung auf dem Bierdeckel”.

3 thoughts on “Abgeltungssteuer

  1. Abgeltungssteuer: außerdem eine hübsche Flat-Tax auf Kapitalerträge (natürlich sehr viel niedriger als der frühere Spitzensteuersatz).
    Arbeitseinkommen wird nun also sehr viel höher versteuert als Kapitaleinkommen.
    Die FDP hätte das auch nicht besser hinbekommen…

  2. der Inflationsausgleich war auch schon vorher da. Gehe mal von einer (bei großen Vermögen eher als zu niedrig angesetzten) Brutto-Rendite von 4% und einer Inflation von 2% aus…
    Einzig dass die Spekulationsfrist entfällt, ist positiv zu werten.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>