tessarakt – das vierdimensionale B-L-O-G

25Feb/102

IPTV mit Alice HomeTV

Seit gestern funktioniert mein Alice HomeTV. Damit habe ich einen Haufen Sender, darunter auch die HD-Kanäle von ARD, ZDF und ARTE. Sieht schon toll aus, und das funktioniert soweit auch einwandfrei. Da hat man wieder das Gefühl, daß man für die Rundfunkgebühr auch etwas bekommt. Der Receiver allerdings ist bei Kanalwechseln und in der GUI äußerst lahm - was angeblich nicht am Netz an sich liegt. Freie/ungebrandete Receiver gibt es auf dem Markt nicht ... Naja, das sind halt die Nachteile, die man als early adopter ertragen muß ... Bei Gelegenheit muß ich es mal mit dem PC ausprobieren, und das Multicast-Routing auf dem dd-wrt ausprobieren.

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25Feb/102

Sicher Radfahren als Titelthema

Mein Artikel zum Thema "Mehr Sicherheit für Radfahrer - Der Steinige Weg durch die Instanzen" (Kurzfassung: "Sicher Radfahren") ist jetzt in einer Kurzversion in der gedruckten Umwelt & Verkehr Karlsruhe (Auflage: 2000 Exemplare) und in Kurz- und Langfassung auch online erschienen. Hoffen wir, daß das hilft, das Thema Radwegbenutzungspflicht stärker zu thematisieren.

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24Feb/100

ADFC-Aktivenforum

Am Wochenende war ich beim ADFC-Aktivenforum in Oberwesel am Mittelrhein. Die Workshops dort haben relativ wenig Neuigkeitswert für informierte Zeitgenossen. Aber es ist eine gute Gelegenheit zum Netzwerken und durch Fragen und Diskussionsbeiträge dafür zu sorgen, daß die vermittelten Inhalte in die richtige Richtung gehen.

Als erstes habe ich einen Workshop zum Thema "Satzung und Gemeinnützigkeit" besucht. Es ging darum, was zu beachten ist, damit Gliederungen (insbesondere Kreisverbände) als gemeinnützig anerkannt werden. Jetzt weiß ich auch, warum man den ADFC-Mitgliedsbeitrag nicht absetzen kann: Zunächst natürlich wegen der enthaltenen nahezu wertlosen Versicherungen, aber auch, weil Vereinszweck die Förderung des Sports ist.

Der zweite Workshop war zu den neuen ERA der FGSV. Dort konnten ich und andere zumindest herausstellen, daß es für die dort enthaltenen Einsatzgrenzen zwischen Mischverkehr, Teilseparation und Vollseparation keine empirische Grundlage gibt, und daß die Kriterien für die Vollseparation nicht geeignet sind, eine Verkehrsbeschränkung mit den Anforderungen des § 45 Abs. 9 StVO zu begründen.

Der dritte Workshop schließlich war zur ADFC-Vision für 2020. Sauer aufgestoßen sind mir da die "Professionalisierung" der Arbeit (der Bundesgeschäftsstelle und dem Bundesvorstand ist es ja vielfach jetzt schon egal, was die BHV beschließt - vgl. verstärkter Einsatz für Radfahren auf der Fahrbahn und gegen Helmpflicht) und das angestrebte "Kompetenzmonopol" - mit meinem Menschenbild und meiner Vorstellung von einer pluralistischen Gesellschaft ist das nicht vereinbar. Daß Hauptamtliche die inhaltliche Arbeit an sich reißen und nach Gutdünken schalten und walten, habe ich auch woanders schon erlebt.

Ansonsten gab es ein halbwegs nettes Abendprogramm am Samstag (Vortrag über eine Deutschland-Umrundung, mit musikalischer Begleitung) und einen Vortrag zum sicheren Radfahren am Sonntagmorgen. Am Samstagmorgen wurde der ADFC-Monitor vorgestellt, und was am Freitagabend war, habe ich vergessen.

Die Mittelrheinbahn ist ganz ok - aber sauberere Toiletten als die DB hat sie auch nicht. Auf der Hinfahrt wurden wir von einem IC überholt, mit entsprechender Verzögerung, auf der Rückfahrt von zwei Güterzügen, was den Zugführer zur Ansage "Der DB sind Güterzüge offenbar wichtiger als Personenzüge." bewegte. Der Fußweg auf den Berg und wieder runter hat noch einigen Muskelkater hinterlassen ...

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11Feb/102

Ubuntu aufs Netbook

Vor einigen Tagen habe ich mein Netbook (Asus eeePC 1005 HA-M) bekommen. Das wurde zwar mit Win 7 Starter geliefert, aber das muß ja nicht sein ... Ein Linux sollte rauf, und zwar ein weniger Frickliges. Meine Wahl fiel auf Ubuntu, von dem es auch ein Netbook Remix gibt. Außerdem sollte die Festplatte verschlüsselt sein.

Damit schied das Installationsimage von Ubuntu Netbook Remix schon mal aus - das hat nur den grafischen Installer. Für Verschlüsselung braucht man aber auf jeden Fall der textbasierten Alternate Installer. Also das Image für i386 runtergeladen. Da ging dann der Streß los: usb-creator gibt es unter Gentoo als Paket nicht. Die Alternative Unetbootin funktionierte irgendwie nicht richtig. Also Unetbootin auf dem Netbook unter Windows ausgeführt. Da habe ich auch erst gedacht, das ist abgestürzt. Beim zweiten Mal hat es dann über zwei Stunden gebraucht, um aus dem ISO-Image einen bootfähigen USB-Stick zu erstellen. Irgendetwas muß da richtig schlecht programmiert sein - Dateien aus einem ISO-9660-Dateisystem zu extrahieren, ist jedenfalls keine rocket surgery.

Dann konnte es also losgehen mit der Installation. Ein kleines Problem gilt es zu umschiffen:

If you get "Incorrect CD-ROM detected" error on detection stage, reboot, press F6 and then ESC to go to manual boot line editing, and add the option 'cdrom-detect/try-usb=true'. On Ubuntu 9.10 server edition the install menu will be shown right after reboot. Chose "Help" and then press F6. At the boot prompt type "install cdrom-detect/try-usb=true" and hit enter.

Steht auch in der Anleitung. Das Partitionierungstool funktionierte so reibungslos, wie ich es von einer Serverinstallation vor Kurzem in Erinnerung hatte. Für WLAN muß man in der Tat das Paket mit dem Treiber (über Kabel-LAN) nachinstallieren, wie ebenfalls in der Anleitung beschrieben:

9.10 Netbook Remix does not bring up Broadcom WIFI automatically. Poll and install a few packages manually with dpkg to get networking up. https://bugs.launchpad.net/ubuntu/+source/jockey/+bug/449268.

Alles in allem relativ schmerzfrei. Die nachträgliche Installation der Netbook-Zusätze war auch problemlos.

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10Feb/102

SIM-Karte ist voll

Schon vor einigen Tagen fing mein HTC Hero an, mich mit "SIM-Karte ist fast voll." zu nerven. Heute war es dann so weit: "SIM-Karte ist voll." Das führte zu nervigen Benachrichtigungen mehrmals pro Minute.

Wie löscht man die Nachrichten also? Ein Programm dafür gibt es nicht. Der einzige Weg ist offenbar, die Benachrichtigung anzutippen, dann werden die Kurznachrichten auf dem SIM aufgerufen und man kann sie löschen oder aufs Telefon kopieren. HTH.

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10Feb/101

Schornsteinfeger ohne Rechnung

Heute war ein Zettel vom zuständigen Bezirksschornsteinfeger an der Haustür, daß er nächste Woche kommt. Soweit kein Thema. Allerdings war noch ein handschriftlicher Vermerk drauf: "Es wird bar kassiert!".

Das wird natürlich nicht, denn die Rechnung läßt sich steuerlich nur absetzen, wenn sie per Überweisung bezahlt wird. Daß der Schornsteinfeger keine Barzahlung verlangen kann, hat mir letztes Jahr schon die Innung bestätigt. Also habe ich angerufen, was das soll. Erstmal darf ich gändigerweise natürlich doch per Rechnung zahlen. Aber der Hinweis steht da, weil das ja sonst so ein Aufwand wäre, wenn man jedem eine Rechnung schreiben muß ... Ähm, bitte was wird das denn? Umsatzsteuerhinterziehung?

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10Feb/100

Headset

Bei diversen Telefonkonferenzen habe ich gemerkt, daß meine Ausstattung doch etwas unzureichend ist. Also habe ich mir ein Headset besorgt. Im Mediamarkt sind die auch eingepackt, also habe ich bei Amazon ein vernünftig Aussehendes rausgesucht: Nokia BH-216. Beim Versuch, das an meinem eeePC 1050 HA-M habe ich festgestellt, daß der leider kein Bluetooth unterstützt. Irgendwie war ich fest davon ausgegangen, daß er das auf jeden Fall kann. Erst habe ich geärgert, daß sich das Ding mit einem abstehenden Bluetooth-Stick nicht vernünftig wird betreiben lassen. Aber dann habe ich gemerkt, daß es einen Haufen Dongles gibt, die kaum abstehen, zum Beispiel den hier. Kommt demnächst, und dann klappt hoffentlich alles. So lange kann ich es jedenfalls schonmal am Telefon ausprobieren.

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6Feb/100

Horizont Outdoor

Heute war ich auf der Horizont Outdoor in der Messe Karlsruhe (in Rheinstetten). Gestoßen war ich auf diese Messe über die fahrrad.markt.zukunft. Die fand bisher alleine im Kongreßzentrum am Karlsruher Festplatz statt, und dieses Jahr halt als Teil der Horizont Outdoor. Dort war ich vor zwei Jahren mal, als das Stadtplanungsamt anläßlich einer Radrouteneinweihung Freikarten verteilt hatte. Fazit: Für lau ganz nett, aber Geld nicht wert. Dieses Jahr dachte ich mir, ich könnte vielleicht einige Outdoor-Sachen erstehen (Trekkingrucksack, Wanderschuhe, etc.). Allerdings war das Angebot auf dieser Messe doch eher dürftig: Outdoor und Fahrrad waren in einer Halle zusammengepfercht, Wohnmobile und Angelzeugs in der anderen. Ein breites Verkaufssortiment gab es nicht, zum Beispiel keine Schlafsäcke. Auch die Fahrradangebote waren eher gewöhnungsbedürftig. Gelohnt hat es sich für mich wegen anderer Sachen: Ich habe den Landesgeschäftsführer des ADFC kennengelernt und mich nett mit ihm unterhalten (und dabei einige Mißverständnisse bezüglich Helmpflicht bei den Radreisen des Landesverbandes ausgeräumt). Und ich habe mir vom Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung FUD über freie Lizenzen für Geodaten und Projekte wie Openstreetmap anhören dürfen. Zu letzterem vielleicht später mehr, jedenfalls werde ich das in der AG Landespolitik der Piratenpartei Baden-Württemberg thematisieren. Eine Messe sollte voll von solchen interessanten Gesprächsgelegenheiten sein, dann wäre sie gut. Ein Zweit- und Gästerad habe ich danach übrigens bei Strebel & Co erworben (Vorjahresmodell, um 100 € reduziert).

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5Feb/103

Abgeltungssteuer

Ich habe gerade meine Lohnsteuerbescheinigung für 2009 bekommen und die wichtigsten Daten (relevant sind eben die Lohnsteuerbescheinigung, Spenden und Handwerkerleistungen, also der Schornsteinfeger) ins Steuerprogramm eingetragen (bzw. alles andere war schon eingetragen, ich mußte also nur noch die Lohnsteuerbescheinigung eintragen). Dann habe ich dem "Abgeltungssteuerexperten" dieses Programms seine Fragen beantwortet. Das Ergebnis: Ich brauche meine Zinserträge nicht in der Steuerbescheinigung angeben. Außerdem hat der "Steuerprüfer" herausgefunden, daß ich keine Arbeitnehmersparzulage bekomme.

Ich muß sagen: Ich mag die Abgeltungssteuer. Das erspart mir nämlich die lästige Arbeit, auf die ganzen Bankbescheinigungen zu warten, und dann die natürlich alle völlig unterschiedlichen Bescheinigungen zumindest soweit zu verstehen, daß ich die Werte ins Programm übertragen kann. Und daß ich keine Arbeitnehmersparzulage bekomme, ist ebenfalls praktisch: So brauche ich nicht auf die entsprechende Bescheinigung der Bank zu warten. Die Abgeltungssteuer war wirklich eine Vereinfachung, die tausend Mal mehr wert ist als jede alberne "Steuererklärung auf dem Bierdeckel".

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3Feb/100

Urteil zu Toll Collect und Informationsfreiheit

Es ist zwar schon etwas älter, aber ich bin jetzt dazu gekommen, das Urteil des VG Berlin bezüglich Akteneinsicht in die Toll-Collect-Verträge zu scannen (Urteil vom 11. Juni 2008, Az. VG 2 A 69.07). Geklagt hatte meines Wissens unter anderem Jörg Tauss. Die Klagen wurden überwiegend abgewiesen.

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3Feb/102

“Meine” Verfassungsbeschwerde von OVG zitiert

Wie ich gerade entdeckt habe, wurde der von mir erstrittene Beschluß des BVerfG jetzt vom VG Berlin (11. Kammer, Urteil vom 9. Dezember 2009, 11 A 299.08) zitiert (Absatz 18):

Das für die Zulässigkeit der Klage erforderliche Vorverfahren (Widerspruchsverfahren) (vgl. hierzu OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 19. März 2008 - 11 S 16.08 -; Beschluss vom 7. Mai 2008 - 11 S 35.08 -; Verwaltungsgericht Berlin, Beschluss vom 19. Februar 2008 - 10 A 23.08 -) ist durchgeführt worden. Die für die Einlegung des Widerspruchs vorgesehene Frist ist eingehalten worden. Inwieweit die Aufstellung eines Verkehrszeichens als öffentliche Bekanntgabe mit der Folge einer Unanfechtbarkeit für jeden Verkehrsteilnehmer nach einem Jahr anzusehen ist und wie bei der Aufstellung eines Verkehrszeichens die Widerspruchsfrist für einen Verkehrsteilnehmer zu laufen beginnt, ist gegenwärtig äußerst umstritten (vgl. zur Darstellung des Meinungsstandes Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 10. September 2009 - 1 BvR 814/09, NJW 2009, 3642, 3643). Hiernach ist in Rechtsprechung und Literatur umstritten, ob eine Bekanntgabe gegenüber einem von der Regelung (Verkehrszeichen) betroffenen Verkehrsteilnehmer schon mit der Aufstellung erfolgt ist oder dann, wenn der Verkehrsteilnehmer von dem Verwaltungsakt erstmals betroffen ist, weil er sich der Regelung in Gestalt des Verkehrszeichens gegenüber sieht.

War allerdings in keiner Hinsicht entscheidungserheblich.

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2Feb/100

Native Libraries in Java

Java erlaubt das Einbinden "nativer" Bibliotheken (also .so bzw. .dll, C-Bibliotheken halt). Allerdings gibt es da einige Tücken: Die Bibliothek muß mit System.loadLibrary("name"); explizit geladen werden. Sie ist dann nur in dem Classloader verfügbar, mit dem sie geladen wurde. Das allein ist noch nicht weiter schlimm - allerdings läßt sich eine Bibliothek auch nur einmal laden. Und "einmal" heißt einmal: Einmal in der Lebenszeit der gesamten JVM. Da ist es auch egal, ob es den Classloader noch gibt etc.

Problematisch wird das zum Beispiel in einem Servlet-Container. Gegeben seien zwei Servlets A und B, die beide libname.so verwenden wollen. Das zweite Servlet, das die Lib laden will, bekommt dann einen UnsatisfiedLinkError. Ein im Netz vorgeschlagener Workaround ist, dafür zu sorgen, daß die Lib vom System-Classloader geladen wird. Hört sich etwas kompliziert an ... Eine etwas einfachere Möglichkeit, die auch prompt funktionierte: Einfach die Bibliothek verdoppeln (cp libname.so libname2.so), im zweiten Servlet System.loadLibrary("name2"); ausführen. Wenn die Libraries eh irgendwo lokal rumflattern, paßt das ...

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