Umgang mit Fundsachen

Gestern war ich mal wieder zum Baden im Europabad, mit zwei Freunden. Schonmal soviel: Es war nicht allzu toll. Sehr ärgerlich war allerdings, daß ich meine Schwimmbrille verloren habe. Das kam so: Nach einem Saunagang bin ich wieder ins Schwimmbad. Dort habe ich mich dann irgendwann auf eine Zwischenwand gesetzt, um meine Badehose zuzuknoten. Die Schwimmbrille habe ich dabei kurz neben mich auf besagte Zwischenwand gelegt. Dummerweise stehen diese Zwischenwände ca. 1 cm unter Wasser (vermutlich um Kalkränder und damit Kosten zu sparen …), und es gibt viele Strömungen. Fazit: Vielleicht eine halbe Minute später war die Brille weg.

Wie gesagt: Ärgerlich, aber erstmal meine Schuld. Naiv, wie ich bin, dachte ich mir, daß die Schwimmbrille ja vielleicht dann bei den Fundsachen aufgetaucht. Also am frühen Abend angerufen, wie denn das mit den Fundsachen ist. Antwort: Die landen dann an der Kasse, genaueres könne man mir auch nicht sagen, und ich solle doch vorbeikommen und nachfragen. Was ich heute vor dem Lauftreff gemacht habe. Und was ich da erlebt habe, setzt dem Ganzen echt die Krone auf: Die Kassenangestellte verschwindet erstmal mehrere Minuten im Hinterzimmer und kommt dann mit einem riesigen Karton mit Schwimmbrillen und anderem Kleinkram zurück. Ob sie mir denn sagen könne, was davon heute dazugekommen sei? Nein, das wisse sie auch nicht. Ob es denn wohl reiche, wenn ich nur die oberste Ebene durchschaue, mehr Schwimmbrillen seien ja wohl heute nicht dazugekommen? Naja, vielleicht habe ja schon jemand den ganzen Haufen durchwühlt …

So planlos wird also im Europabad mit Fundsachen, also Eigentum der eigenen Kunden, umgegangen. Da weiß man weder wo noch wann die eigentlich gefunden wurden. Dem Kassenpersonal will ich da gar keinen Vorwurf machen – aber irgendjemand in der Verwaltung muß ja eine Arbeitsanweisung aufgestellt haben, wie mit Fundsachen umgegangen wird. Diese Verplantheit paßt übrigens auch sehr gut zu dem, was wir im Bistro erlebt haben: Ersteinmal war ausgerechnet am Jubiläumstag die Kasse ausgefallen. Tja, wer billig kauft, kauft doppelt. Und dann ging es äußerst schleppend voran, obwohl soviel dann doch nicht zu tun war. Grund offenbar eine unklare Aufgabenverteilung beim Personal. Und dann war auch noch das Besteck alle, so daß Oli seinen Obatzder mit den Fingern essen mußte, nachdem seine Brezel alle war.

Bei derartigen Service- und Organisationsmängeln braucht man sich nicht wundern, wenn die Gäste ausbleiben. Aus dem Elsaß oder der Pfalz kommt für so ein Bade”erlebnis” sicher niemand nach Karlsruhe.

One thought on “Umgang mit Fundsachen

  1. Hallo,
    also ich war auch vor ein paar Tagen im Europabad und hab beim Umziehen mein Handy im der Umkleide liegen lassen. Nachdem mir wenig später mein Verlust klar wurde erkundigte ich mich ebenfalls beim Personal danach. Dieser schickte mich umgehend zur Kasse wo mir die Kassiererin weiterhalf. Sie fragte mich nach dem Fabrikat und der Farbe des Handys außerdem wo ich es verloren hätte. Ich bekam es wieder und bedankte mich recht herzlich.
    Fazit: Ich hab das genaue Gegenteil von dir erlebt und kann nur sagen, dass es nicht sellbstverständlich ist seinen verloren Gegenstand wiederzuerlangen, wenn mann bedenkt wieviel Menschen in der Zeit sich dort aufhalten und das heutige Pflichtbewusssein schon lange nicht mehr das ist was es mal war. Außerdem sollte man nicht alles verallgemeinern…
    In der Gastronomie muss ich dir recht geben, der Service war echt furchtbar allerdings besuche ich das Bad öfters und inzwischen hat der Besitzter gewechselt und es geht viel schneller außerdem die Essensauswahl ist besser.

    Mit freundlichem Gruß
    Klaus

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