PDFs der Stadt Karlsruhe

Als ich den Haushaltsplanentwurf der Stadt Karlsruhe tatsächlich mal benutzen wollte, ist mir zuerst aufgefallen, daß man offenbar den Stellenplan vergessen hat, der Teil der Haushaltssatzung ist (bzw. dessen Entwurf momentan Teil des Entwurfs derselben ist). Habe per Mail nachgefragt, mal sehen, was da als Ausrede kommt – Datenschutz oder so …

Dann habe ich bemerkt, daß die Seitenzahlen im Inhaltsverzeichnis nicht anklickbar ist. Vernünftige PDF-Erstellungs-Programme sollten das eigentlich hinkriegen … Als ich dann in den Dokumenteigenschaften nachgeschaut habe, wie das PDF erzeugt wurde, sah ich das hier (Anzeige im Acrobat Reader):

Anwendung: Adobe InDesign CS3 (5.0.3)
PDF erstellt mit: Adobe PDF Library 8.0
PDF-Version: 1.6 (Acrobat 7.x)

Kein Plan, ob InDesign Links unterstützt – wenn nicht, ist es unbrauchbar … Vielleicht haben die aber auch nur das Inhaltsverzeichnis manuell erstellt, möglich ist alles.

Interessant ist in dem Zusammenhang aber vor allem die Erklärung der Stadt Karlsruhe zur Zugangseröffnung nach Art. 3a Verwaltungsverfahrensgesetz Baden-Württemberg:

Die Stadt Karlsruhe nimmt Dokumente in folgenden Dateiformaten entgegen:

  • [...]
  • Portable Data File Version 1.3 (*.pdf)
  • [...]

Die Stadt stellt also PDF in einer Version online, die sie selbst nicht akzeptieren würde – was soll das?

Haushalt online

Die Verwaltung hat jetzt den Entwurf des Haushalts 2009 in den Karlsruher Gemeinderat eingebracht. Neu und begrüßenswert: Der 863 Seiten starke Entwurf ist als PDF online. Aber das ist noch nicht alles:

Zuvor bietet die Stadt Karlsruhe ihren Einwohnerinnen und Einwohnern die Gelegenheit, selbst Einsicht in den Haushaltsplanentwurf zu nehmen und dazu Änderungsanträge zu stellen.

Das geht bis zum 10. März. Der Entwurf selbst ist angeblich nur bis zum 3. März online. Falls das stimmt, hab ich ihn daher gespiegelt.

Sehnenreizung?

Gestern war ich wieder Laufen, vielleicht ein wenig zu weit – am Ende mußte ich gehen … Jedenfalls tat es schon unmittelbar danach (bzw. während, deshalb bin ich dann ja gegangen) auf der Oberseite des Fußes weh (des rechten, mal wieder).

Zwei Google-Treffer legen nahe, daß es sich um eine Sehnenreizung des Zehenstreckers handeln könnte, die durch zu feste Schnürung verursacht wurde. Laufpause sei nicht nötig. Naja, das ist schonmal schön, aber ich werde mir wohl mal das Buch Laufen ohne Beschwerden, da taucht die Diagnose sogar im Inhaltsverzeichnis (PDF) auf …

Ein faires Wahlrecht für Hamburg

Die Hamburger haben die zweite Hürde geschafft auf dem Weg, sich ihr Wahlrecht zurückzuholen. Nach der Volksinitiative war jetzt auch das Volksbegehren erfolgreich (aller Voraussicht nach jedenfalls). Das ist das Verdienst der vielen Freiwilligen von Mehr Demokratie! Der Verband hat jetzt übrigens ein kleineres Problem: Die Kosten der Kampagne von ca. 33.000 € müssen noch abbezahlt werden. Spenden sind online möglich und steuerlich absetzbar. Jede Spende hilft!

Mobil ins Internet mit dem Huawei E172

Ich habe mir jetzt mobiles UMTS-Internet angeschafft. OK, ist ein nicht ganz billiger Spaß, aber ich werde das jetzt eine Weile ausprobieren und dann schauen, ob ich es behalte.

Nötig war dazu folgendes:

Die Hardware hat so ihre Tücken: Ein Punkt dabei ist das Branding, der andere die seltsame USB-Modeswitch-Funktion (das Gerät meldet sich zunächst nur als USB Mass Storage und muß vom Treiber aktiviert werden, damit es sich als UMTS-Modem meldet). Vorläufig läuft es erstmal nur unter Windows, und auch das war ein Krampf.

Hier die Vorgehensweise:

  • Bei Vodafone das aktuellste Dashboard runterladen und starten.
  • Bei mir stellte die Software dann fest, daß Thinkvantage Access Connections Probleme bereiten könnte. Ich stimmte der Deaktivierung zu, und danach lief es.
  • Optional kann man jetzt auch die neue Firmware installieren. Unbedingt nötig dürfte es nicht sein.
  • Die Vodafone-Software mag wohl nur Vodafone-Netze und -SIMs. Vielleicht geht es auch damit irgendwie, ich habe mich aber dazu entschieden, zum Wählen die Software MWconn zu verwenden.

Zumindest im T-Mobile-Netz sollte der erste Netzzugriff (auf Port 80) unbedingt mit einem Browser erfolgen – man muß in einem Formular anklicken, ob man so eine Grafikkomprimierung will. Danach scheint der Proxy nicht mehr rumzupfuschen.

Zu Hause habe ich so bis 100 kB/s bekommen, mal sehen, wie es beispielsweise im ICE wird.

UPDATE: Es funktioniert doch noch nicht zuverlässig …

Spenden ins Ausland absetzbar

Erst jetzt habe ich mitbekommen, daß der EuGH schon am 27. Januar 2009 sein Urteil in der Rechtssache C-318/07 (Persche) gefällt hat. Gegenstand der Entscheidung: Auch Spenden ins EU-Ausland sind steuerlich absetzbar. Irgendwie hätte ich gedacht, daß das in den Medien mehr Resonanz findet …

Auswirkungen dürfte das zum Beispiel für Open-Source-Projekte oder Bürgerrechtsgruppen haben, im Prinzip aber für alle gemeinnützigen Projekte.

Beißreflex

Der Verkehrsminister von NRW, Oliver Wittke, ist zu schnell gefahren und mußte seinen Lappen für acht Wochen abgeben. So weit, so unschön. Die diesbezügliche Kritik der Opposition ist ja auch berechtigt: Wer besoffen Auto fährt oder rast, ist als Verkehrsminister, wer Steuern hinterzieht, ist als Finanzminister, wer Rundfunkgebühren hinterzieht, ist als Kulturminister nicht unbedingt optimal geeignet.

Aber dem Herrn Bodo Wißen (SPD) ist sein Beißreflex dann doch irgendwie gehörig durchgegangen:

Er verwies darauf, dass der Minister auch sonst seine Vorbildfunktion nicht ernst nehme. “Der NRW- Verkehrsminister bekennt offen, dass er bewusst keinen Fahrradhelm trägt, selbst wenn er mit seinen Kindern unterwegs ist”, kritisierte Wißen.

Wer ein nicht nur sozialadäquates, sondern durchaus vorbildliches Verhalten (der Minister zeigt so schließlich, daß Radfahren entgegen der allgemeinen Hysterie in Politik und Medien, vermutlich auch von Leuten wie Herrn Wißen, keine gefährliche Tätigkeit ist) als Nichternstnehmen einer Vorbildfunktion kritisiert, hat es bestenfalls übertrieben und schlimmstenfalls schwer einen an der Waffel.