Zukunftsfähige Autos

Gregor Gysi gerade bei Anne Will:

Bei Opel ist er plötzlich doch für Staatsgarantien, wegen der fleißigen Arbeiterlein und so. Allerdings müsse dafür ein “zukunftsfähiges Produkt” vorhanden sein. Ah, super, also weg von den Autos. Und dann im nächsten Satz: “ein zukunftsfähiges Auto”. Soso. Wieder einer, der nichts begriffen hat. Statt Zukunftskonzepten klassische, kein bißchen nachhaltige “Industriepolitik”.

Opel könnte beispielsweise auf Rollmaterial für Züge umsteigen, WIMRE sind die Züge bei der DB gerade ziemlich knapp. Metallverarbeitung und Maschinenbau ist das auch, das sollte ein halbwegs intelligenter Montagearbeiter doch hinbekommen.

Was mir dazu spontan einfällt: “Kommunismus ist Elektrifizierung plus Sowjetmacht.” – Paßt.

9 thoughts on “Zukunftsfähige Autos

  1. Der Individualverkehr wird eher zunehmen, nicht abnehmen.

    Dein Konzept “alle zu bestimmten festen Zeiten auf bestimmte feste Strecken”, auch Eisenbahn genannt, ist ein wichtiger Bestandteil eines zukünftigen “Verkehrsmix”, aber nur sehr begrenzt für Personen nützlich.

  2. Das Auto hat jedenfalls in der Stadt keine Zukunft. Dagegen spricht allein schon der wahnwitzige Flächenverbrauch. Und ob eine weitere Zersiedelung des “ländlichen Raums” sinnvoll ist, sollte man sich vielleicht auch mal überlegen.

  3. Ja. Es ist doch nun wirklich pervers, Dosen aus einer Tonne Verbundmaterial zu pressen, um dann damit 100 kg Mensch (ja, das kann bei Dosentreibern gerne etwas mehr werden) zum Bäcker zu befördern.

  4. @ felix:

    Kennst Du das: “Fahrrad” – individuell, absolut stadtkompatibel, flexibel, unschlagbar im Unterhalt – na, hat das Zukunft? Beachte: 50 % aller bundesweit zurückgelegtren Wegstrecken sind kürzer als 6 km, 5 % sogar kürzer als 1 km. Ein Auto wird da noch nicht mal warm, verbraucht Unmengen als Treibstoff und braucht zu allem Überfluß auch noch einen verdammten Parkplatz, der natürlich nie zu finden ist.

  5. Ja, kenne ich. Nutze ich täglich auf dem Arbeitsweg.

    Und? Hast du außer dümmlicher Fahrradterroristenrhetorik noch mehr drauf?

  6. @Felix: Die Tatsache, dass sich teilweise auch nur 50 Kg Mensch in 1,8t Blech setzen, um damit 500 Meter zum Bäcker zu fahren, steht fest. Eben gerade mehrfach beobachtet. Das ist tatsächlich “pervers”, wie es Jens sagt. Das hat nichts mit Autofahrerhaß zu tun.

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