Sound of Wild Strawberry

Anläßlich des (inzwischen beendeten) Besuchs des Vorsitzenden der Association for Relations Across the Taiwan Straits (ARATS), Chén Yúnlín (陈云林), in Taiwan, entlädt sich dort jetzt die Unzufriedenheit über die Amtsführung von Präsident Ma.

Studenten halten auf dem Platz der Freiheit vor der National Taiwan Democracy Hall ein Sit-in ab (Quelle). Ihre Forderungen:

  1. Eine Entschuldigung des Präsidenten und der Premierministers beim taiwanischen Volk.
  2. Der Rücktritt von zwei Polizeifunktionären.
  3. Eine Reform des Versammlungsgesetzes.

Von diesen Protesten stammt das Lied The Sound of Wild Strawberry (Autor: Nell, via Memories of Past Tense):

我已經睜開眼了 撐過甦醒的疼痛
我伸開雙手迎接四方的風 抖落刺骨的操縱
我不是溫室花朵 你也不用假裝溫柔
我學不會你們虛偽的臉孔 只會、真實、面對、自我
I’ve opened my eyes, lived through the pain
I open my arms to welcome the wind, shake off your piercing manipulation
I’m not fragile, no need to pretend to be gentle
I can’t learn your hypocrisy, I only know how to face the real me

我們有屬於我們的夢 我們有我們的話想說
在你們背叛自己以後 不要連我們一起出售
我們有屬於我們的夢 我們有我們的話想說
在你丟棄了信念以後 灰燼裡我們選擇出走
We have our own dreams, we have our own opinions
After you have betrayed yourselves, do not bring us down with you
We have our own dreams, we have our own opinions
After you burned down your belief, we choose to walk away from the ashes

安靜不代表認同 和平不代表承受
你的傲慢再一次燙傷了我 這一次我不會沈默
Silence is not agreement, peace is not tolerance
Your arrogance has burned me again, but this time I will not be silenced.

Ich werde in nächster Zeit wohl noch öfter über Taiwan berichten, insbesondere darüber, wie wir den Freiheitskampf der Taiwaner unterstützen können.

6 thoughts on “Sound of Wild Strawberry

  1. Soso. “Die Chinesen”. “Untereinander”.

    Übrigens geht es hier erstmal um Bürgerrechte, nicht um das Verhältnis zwischen Taiwan und der VR China.

    Aber Hauptsache, man kann mal mit der Ein-China-Keule zuschlagen, gell?

  2. Dann haben wir uns wohl mißverstanden.

    Ich dachte, du meinst den “Freiheitskampf” um Unabhängigkeit von China.

    Wenn du aber den “Freiheitskampf” gegen das taiwanesische Regime und für die Wiedervereinigung (die Deutschland glücklicherweise bereits erfahren durfte und auf die Korea noch hoffen muß) meinst, dann sind wir einer Meinung.

  3. Ich meine den Freiheitskampf gegen die Einschränkung von Bürgerrechten, die sich das taiwanische Volk (für Dich: “die Bevölkerung von Taiwan”) hart erkämpfen mußte.

    “Regime” lese ich jetzt einfach mal als neutralen Begriff, der die Tatsache beschreibt, daß Taiwan mindestens de facto von einer eigenständigen Staatsgewalt regiert wird (vgl. “stabilisiertes De-facto-Regime”).

    Zum Glück hat Taiwan schon eine De-facto-Freiheit vom Regime in Festlandchina, also der Volksrepublik China. Ich halte jegliche Diskussionen über die Verwirklichung eines möglicherweise existierenden “Gesamtchinas” (vgl. “Gesamtdeutschland”) in einem real existierenden Staat für müßig, solange die VR China nicht ihre gravierenden Demokratie- und Legitimationsdefizite behebt.

  4. “Regime” war tatsächlich neutral gemeint, wie es im Englischen noch etwas mehr erhalten ist.

    Als Gedankenspiel:
    Die Einverleibung eines “real existierenden Staats” befürwortest du also, solange der Einverleiber nur schön demokratisch ist?

  5. Nein. Warum kennt bloß keiner den Unterschied zwischen Kontraposition und Umkehrschluß?

    Ohne ein demokratisches Festlandchina kann es gar keine gleichberechtigten Verhandlungspositionen geben. Nicht mehr, und nicht weniger habe ich geschrieben.

    Ein “Einverleiben” lehne ich ab, eine eventuelle Vereinigung kann es nur geben, wenn beide (Teil-)Völker das in freier Selbstbestimmung beschließen.

    Wenn ich meine Haltung in einem kurzen Slogan zusammenfassen soll, wie die Chinesen sie so mögen, ist sie: “Mir-scheißegal-wieviel Chinas, zwei Staaten”.

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