Peinliche Befragung

Damals, als ich nach Karlsruhe zog, war es noch ganz leicht, seinen Erstwohnsitz “zu Hause” zu behalten. Es gab trotzdem kein Geschenk dafür, daß ich mich ehrlicherweise mit Hauptwohnung in Karlsruhe angemeldet habe.

Jetzt, wo mit einer großen Werbeaktion dafür geworben wird, in Karlsruhe seine Hauptwohnung anzumelden, und es dafür Geschenke gibt, wird genauer kontrolliert. Offenbar will man vermeiden, daß jemandem die Geschenke entgehen.

Folgender Fragebogen lag in der Mensa beim temporären BuS-Büro aus:

Bestimmung der Hauptwohnung (Selbsterklärung zur Anmeldung)

Name, Vorname, Geburtstag

Ich halte mich zu folgendem Zweck in Karlsruhe auf (z.B. Erwerbstätigkeit, Ausbildung, Studium)

Zweck: __________ Dauer: ___________

An folgenden Tagen halte ich mich i.d.R. in Karlsruhe auf

( ) Mo. ( ) Di. ( ) Mi. ( ) Do. ( ) Fr.

Wochenenden

Ich verbringe jedes ______ Wochenende in meinem Heimatort

Mein Urlaub beträgt

_______ Wochen

Ich verbringe meinen Urlaub in meinem Heimatort

( ) in vollem Umfang ( ) für ______ Wochen in meinem Heimatort

Die Entfernung zwischen beiden Wohnungen beträgt ca.

___ km

Sonstige Abwesenheit (z.B. Heimfahrten unter der Woche mit Begründung)

______
Ort, Datum

________
Unterschrift

( ) Nebenwohnung scheint plausibel / nicht plausibel
( ) Nachweise vorl. lassen;Schreiben (KAS11) hierzu ab am ______ Wvl. 2 Monate
( ) MR-Berichtigung mittels VA, da überwiegender Aufenthalt in KA eindeutig

Auf der Rückseite dann noch

Hinweise

zum Anhörungsverfahren nach §28 Landesverwaltungsverfahrensgesetz (LVwVfG) zur Bestimmung der Hauptwohnung nach §17 Abs.2 Meldegesetz (MG) Baden-Württemberg.

mit den §§ 17, 20, 36 Abs. 1 Nr. 3, Abs. 3 MG.

Der Ehrliche ist halt doch der Dumme.

One thought on “Peinliche Befragung

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