Rheinschwimmen

Gestern fand mal wieder der Big Jump statt: ein paar hundert Schwimmer und Taucher im Neoprenanzug werden in Bussen rheinaufwärts gekarrt, springen ins Wasser und steigen rund sieben Kilometer weiter wieder raus.

Dummerweise war die Nacht zuvor etwas kürzer (so gut zwei Stunden, dank Z8-WG-Party). Als ich mich um 8:15 aus dem Bett gequält hatte, mußte ich mich auch schon gleich auf den Weg machen, um pünktlich um neun in Rappenwört zu sein. Da ich eh mit dem Rad zum Europaplatz hätte fahren müssen, um die Tram 6 zu erwischen, habe ich mir die 1,50 € Fahrpreis lieber gleich gespart und bin ganz mit dem Rad gefahren. Und tatsächlich war ich dann sogar exakt pünktlich und deutlich vor der Straßenbahn da. Wäre aber überhaupt nicht notwendig gewesen, denn wir standen eh erstmal ne ganze Weile dumm rum und mußten warten, warten, warten. Irgendwann ging es dann endlich in die Busse. Am Einstieg angekommen ging es dann wieder nicht weiter – ohne erkennbaren Grund. Irgendwann ging es dann aber tatsächlich los.

[Fotos folgen vielleicht, ich selbst habe keine.]

So ein Rheinschwimmen ist wirklich zu empfehlen. Der Fluß fließt schon ziemlich schnell, was man im Wasser gar nicht so merkt, aber dafür umso mehr, wenn man ans Ufer schaut. Und wenn einem dann so ein langes Schiff entgegenkommt, ist das auch ziemlich genial. War natürlich alles schön abgesichert: Zwei Rettungsschwimmer und ein Begleitboot pro Gruppe, und die Wasserschutzpolizei fuhr auch noch umher. Kennt sich jemand mit Binnenschiffahrtsstraßen aus und weiß, was dagegen spricht, sich an einer Markierungstonne festzuhalten? Droht da die Verankerung abzureißen?

Nach einer gewissen Zeit (werden wohl irgendwas zwischen ein und zwei Stunden gewesen sein, eher Richtung zwei) sind wir dann im Rheinstrandbad angekommen. Auf der Liste abhaken lassen und erstmal das Neopren ausgezogen. Nachdem dann Heiko, bei dem ich meine Sachen im Auto hatte, auch da war, hab ich erstmal meine Sachen geholt. Danach unter der Dusche gründlich den Neoprenanzug gespült (wesentlich praktischer als zu Hause!) und das Rheinwasser abgewaschen. So sauber ist es dann doch nicht …

Danach hab ich dann meine Gulaschsuppe gegessen (super Logistik halt: die Suppe gibt es gegen Abgabe der knallgelben Badekappe, die man zwecks leichterer Erkennung im Wasser tragen mußte) und mich danach auch sehr fix nach Hause aufgemacht, weil ich doch schon einen deutlich bemerkbaren Sonnenbrand hatte. Die halbe Stunde Fahrt mit dem Rad tat dann noch ihr übriges … Zu Hause hab ich mich zwar dick mit LSF 30 eingeschmiert, besser ist es dann auf der Tribüne in der knallenden Sonne beim LBS Beach Cup auf dem Marktplatz vermutlich auch nicht geworden.

Naja, heute ist es schon deutlich besser, und halbwegs ausschlafen konnte ich auch …

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