Sydney: Erster Rundgang

Nachdem ich gestern morgen eMails gecheckt und mir eine Optus-SIM-Karte besorgt hatte, ging es auf zum ersten größeren Sydney-Rundgang.

Als erstes hab ich im China Town ein ziemlich frühes Mittagessen genossen (viel zu viel viel zu früh …).

China Town

Dann hab ich mich über Darling Harbour auf den Weg zur Harbour Bridge gemacht. Dabei hab ich nette Straßenbauarbeiten und eine interessante Variation des Themas “Historisch trifft modern” gefunden:

Straßenbau

Alt trifft neu

Die Harbour Bridge liegt ja ganz ordentlich über Meeresspiegel. Da ich das erst nicht realisiert hatte, hab ich sie aus der Nähe zuerst von unten gesehen – auch ein interessanter Anblick.

Harbour Bridge von unten

Obligatorisch war dann natürlich ein Spaziergang über die Brücke, wo auch einige Fotos der Oper entstanden.

Oper von Sydney

Genial ist auch der Blick von der Brücke auf das Wasser um die Oper. Ich denke, das kennt jeder aus Filmen …

Dann ging es den ganzen Weg über die Brücke wieder zurück und zur Oper. Meine Meinung: Aus der Entfernung sieht sie besser aus, das Panorama ist fantastisch. Opernhausführungen kosten ein Schweinegeld, und das Opernhaus ist von Schickimicki-Restaurants bevölkert. Das muß dann irgendwie doch nicht sein (ok, wenn man das Geld hätte …).

Danach ging’s von den Royal Botanic Garden, zum Government House, durch den Central Business District, durch den Hauptbahnhof und zurück nach Hause. Gesamtdauer: Circa fünf Stunden. Anstrengend, aber sehr interessant. Und heute werde ich rechtzeitig an Sonnenschutz denken …

Taipeh

Mancher Leser mag sich vielleicht irritiert fragen: Wie ist der Jens eigentlich nach Taipeh gekommen? Nun, der billigste Flug, der im Juni noch nach Sydney zu bekommen war, war von China Airlines, und die sitzen bekanntlich in Taiwan, was CKS International Airport zu ihrem Hub macht.

Und als dann irgendwann die Anfrage vom Reisebüro kam, ob ich damit einverstanden bin, daß sich der Weiterflug auf Hin- und Rückreise jeweils um einen Tag verschieben, dachte ich mir: Warum denn nicht? Und es hat sich wirklich gelohnt.

Leider hatte ich mir zwar auf dem Flug Frankfurt – Taipeh eine leichte Magen-Darm-Erkrankung oder so eingefangen (das muß es gewesen sein – die ganze Zeit war ihr übel und gegen Ende lief sie dann mit Spuckbeutel zum Waschraum). Ein perfekter Anlaß, das Belüftungssystem von Flugzeugen mal kritisch zu hinterfragen, besonders in Zeiten von SARS etc. Es kann doch nicht sein, daß Krankheitserreger durch die Luftzufuhr im kompletten Flugzeug herumgewirbelt werden …

Irgendwie muß ich das Verteilen der Einreisekarten verpaßt haben, aber die gab es ja auch noch in der Halle vor der Einreisekontrolle, und es waren keine wirklich komplizierten Fragen drauf. Für Deutsche gilt ja wie vielerorts eine Visabefreiung für Aufenthalte bis 30 Tage.

Um 9 Uhr morgens im Hotel angekommen hab ich dann erstmal drei Stunden meinen Jetlag halbwegs auskuriert. Nach dem Mittagessen und kurzem ziellosem Umherirren im Umkreis von 500 m um das Taoyuan Holiday Hotel (wie der Name sagt in Taoyuan) beschloß ich dann, nach Taipeh rein zufahren. Taxi zum Bahnhof kostete ca. 150 Taiwan-Dollar, Fahrkarte nach Taipeh 43 Dollar.

In Taipeh hab ich mir dann erstmal das National Taiwan Museum (man beachte die Reihenfolge der Einzelwörter!), den 2-28 Peace Park mit zugehörigem Museum, und das Taipei 101 angeschaut.

Zum Tapei 101: Wirklich aufregend, da oben zu stehen und auf die Stadt zu schauen, insbesondere draußen. Aber ein bißchen größenwahnsinnig sind die Asiaten ja schon. Aus dem Audioguide: “Die Zahl 101 steht auch für unser Ziel, 100%ige Perfektion zu übertreffen.”

Die U-Bahn funktioniert sehr effizient. Mit der EasyCard ist wirklich alles easy, und die Züge sind zwar voll, aber alles läuft in geordneten Bahnen ab …

Hier anstellen!

Lustig anzuschauen ist auch die Weihnachtsdeko überall, zum Beispiel im Hotel. Und in vielen Geschäften haben die Verkäufer Weihnachtsmützen auf …

Weihnachtsdeko

Am nächsten hab ich mir dann noch das Chiang Kai Shek Memorial zu Ehren des ehemaligen Diktators von Taiwan angeschaut, mir dann besagte Fußmassage verpassen lassen, und mir am Ende noch schnell den Longshuan-Tempel angeschaut.

Longshuan-Tempel

Das Denkmal ist äußerst pompös, typisch Diktator halt …

Chiang Kai Shek Memorial