IBM Thinkpad

Das Displayscharnier war an meinem Thinkpad R40 schon ziemlich am Anfang kaputt, und der Akku wurde mit der Zeit auch immer schlechter. Als dann auch noch die Festplatte streikte (die ich dann auf eigene Kosten ersetzt habe), war die Zeit gekommen, das Teil mal einzuschicken.

Also erstmal beim Händler, notebooks-billiger.de angefragt. Dort wurde ich auf den Hersteller, also IBM verwiesen. Immerhin gab es auch eine Nicht-0180-Telefonnummer. Also dort angerufen – es wurde sogar ein automatischer Rückruf angeboten.

Hab also die Probleme (Platte und Scharnier) geschildert, und wurde auf ein Testprogramm verwiesen. Das dumme Testprogramm hat natürlich nix gefunden – dafür sahen die S.M.A.R.T.-Daten nicht so toll aus (auch wenn angeblich kein Disk Failure vorlag – lol). Also zusammen mit dem Kaufbeleg per eMail die Ausgabe von smartctl -a hingeschickt. Irgendwann kam dann ein Rückruf. Ewig erklären müssen, warum die Platte meiner Meinung nach nicht ging, dann hieß es: “Ja, tauschen wir aus.”

Also nach ner geeigneten Verpackung suchen: zwei große Kartons vom Aldi, zwei herumliegende Styroporteile, Unmengen von Zeitungen und Klebeband. Das ganze hat dann schlappe 10,50 € Porto gekostet.

Nachdem das Paket schon eine Weile da angekommen war, kam dann ein Anruf von einem Service-Techniker, der aufgrund seines russischen Akzents kaum zu verstehen war und obendrein noch offensichtlich keinerlei Ahnung hatte. Mit seinen zwei Diagnoseprogrammen könne er keinen Fehler finden, und wenn er keinen Fehler finden könne, könne er die Platte nicht austauschen. Warum schicke ich den Trotteln bitteschön detaillierte Infos per eMail, wenn es dann doch keiner liest?

Am 7. Oktober (Freitag) wäre das Notebook dann sogar wieder da gewesen – wenn UPS in der Lage wäre, Pakete zuzustellen. Am Montag hat es dann geklappt. Auf dem Zettel, wo draufsteht, was sie gemacht haben (Platte geprüft, OS-Image neu aufgespielt …) steht nix vom Displayscharnier. Vielleicht bilde ich mir auch nur ein, daß es nicht mehr wackelt.

Dieser Call-Center-Irrsinn nervt. Das hat doch nur den Sinn, den Informationsaustausch mit dem Kunden zu verhindern und obendrein sich auf nichts festnageln zu lassen. Und jeder aus dem Saftladen fragt einen dann wieder den gleichen Scheiß.

Die Konsequenz ist für mich klar: Nie wieder IBM. Wer weder beim Produkt an sich noch beim Kundendienst eine gewisse Mindestqualität zu halten in der Lage ist, will offensichtlich keine Kunden haben.

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