UKA – Quo vadis?

Nach allem, was man so über die geplanten Veränderungen des Informatik-Studiums in Karlsruhe hört, geht die Lehre und damit auch der Ruf der ganzen Informatik-Fakultät wohl demnächst ziemlich den Bach runter.

Früher (zum Beispiel bei Prof. Goos) lernte man in Informatik I fundierte Theorie – nämlich mathematische Grundlagen der Informatik. Das hält man jetzt anscheinend nicht mehr für nötig – stattdessen wird dieses Fach zur Laber-Vorlesung umgebaut, in der Programmieren gelehrt werden soll.

Informatik IV (ok, zugegeben wirklich eine ziemliche Krimskrams-Labervorlesung) soll abgeschafft und durch ein Programmierpraktikum ersetzt werden.

Wo bitteschön sollen die Leute noch die theoretischen Grundlagen für ihr Fach herbekommen? Die fachfremde Theorie (aka Mathe) wird natürlich nicht gekürzt – Affine Punkträume sind für einen Informatiker ja auch viel wichtiger als noethersche Halbordnungen – alles klar …

Mit dem Konzept wird es Karlsruhe in kürzester Zeit schaffen, den Ruf seiner Lehre endgültig zu ruinieren. Naja, was soll’s – Forschung ist ja viel wichtiger, und klappt (noch) ganz gut. Darüber, daß die, die jetzt anfangen, die sind, die dann in 5 Jahren forschen werden, hat dabei wohl keiner gedacht. Aber Hauptsache, es kommt gutes Humanmaterial für die Industrie raus … Langfristige Perspektiven interessieren da nicht. Wobei, Fusion mit der FH in 20 Jahren wäre doch eine …

Ein Gedanke zu “UKA – Quo vadis?

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