Wir erinnern uns:
In Mainz war am Tag des Bush-Besuches ein Transparent vom Fenster eines Anwohners entfernt worden:
Eine Mainzer Bürgerin staunte nicht schlecht, als sie am Abend des Bush-Besuchs in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt nach Hause zurückkehrte. Polizisten hatten ihre Wohnung aufgebrochen, weil ein kleines Transparent mit der Aufschrift “Not welcome, Mr. Bush” an ihrem Fenster flatterte. Das Spruchband war weg, dafür fand die Frau eine Aufforderung, sich bei der Polizei zu melden.
Von einem weiteren Vorfall berichtet jetzt die taz:
Einen Polizeieinsatz musste auch eine Wohngemeinschaft in der Mainzer Innenstadt miterleben. “Terror gegen Terror?” lautete die Frage, die die 3er-WG an die Hauswand hängte. Gemeinsam mit ihren sechs Berliner Gästen wurden die Bewohner am Bush-Tag von der Polizei überrascht: Zwei Beamte in Zivil sowie 15 uniformierte und mit Knüppeln bewaffnete Männer drangen in die Wohnung ein. Das kommentierte der Einsatzleiter nach Angabe der WG-Mitglieder mit martialischen Worten: “Wir haben jetzt die Herrschaft über die Wohnung übernommen.”
Die Verantwortung versucht das “mittlere Management” jetzt auf den kleinen Polizeibeamten vor Ort abzuwälzen:
Polizeisprecher Nauheimer vermutet, dass der Druck auf die einzelnen Beamten teilweise zu groß war. “Wir werden uns für unangemessenes Handeln entschuldigen”, versprach er[.]
Aus dem Satz wird schon teilweise deutlich wer die Verantwortung trägt: Nämlich die politische Führung, allen voran Herr Koch persönlich, der Medienberichten zufolge die Befolgung aller Anweisungen des Secret Service angeordnet hatte. Klar, daß solche Anweisungen möglichst nicht greifbar festgehalten werden. Wenn dann mal was auffliegt und es öffentlichen Protest hagelt, so wie im vorliegenden Falle, kann man es ja wunderschön auf übereifrige Untergebene schieben.
UPDATE: Ich habe da etwas verwechselt. Für die Vorfälle in Mainz (Rheinland-Pfalz) kann Koch natürlich nichts. Dafür sind die dortigen Regierungsorgane zuständig. Die Medienberichte über Koch bezogen sich auf Vorfälle auf dem Frankfurter Flughafen (schräg übers Rollfeld fahren zum Beispiel).
Ist das nicht freie Meinungsäußerdung, wenn jemand ein Anti-Bush Plakat aufhängt?
Klar. Zusammen mit dem Eindringen in die Wohnung zwei sehr gewichtige Grundrechtseingriffe …
Und alles nur wegem Bush.
Ich hätte ihm ja nen geschenkkorb voll mit Brezeln überreicht.
*g*
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wenn du ahnung hättest wüsstest du dass koch in mainz nix zu sagen hat…
Trottel. Wenn Du lesen könntest, hättest Du den Text gelesen, der hinter “UPDATE:” steht …
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