Planetopia hat den ganz großen Wurf gemacht: Man hat dort rausgefunden, daß mit Google ganz ganz ganz ganz schlimme Bilder finden kann, und das bei so harmlosen Suchbegriffen wie “groupsex”.
Dabei kommt dann auch ein “Internet-Professor” vom “Weltinformatikbund” zu Wort, nämlich Klaus Brunnstein. Informatik-Experte soll er sein, brabbelt aber wild über Strafgesetze. Was las ich dazu in einem Chat: “Ist die Halbwelt der publicitygeilen Schaumschläger im Internet-Securitybereich um eine illustre Figur reicher?” Der Typ ist übrigens Professor für Anwendungen der Informatik (nicht: für angewandte Informatik!). Denn: “Wenn das Erstellen von Powerpoint-Präsentationen angewandte Informatik ist, dann ist es angewandte Architektur, wenn ich durch eine Tür gehe.”
Dann wurde noch ein x-beliebiger Anwalt interviewt, der dann irgendwann erzählte, was man sich so alles vorstellen könnte, wie die Rechtslage sei. Planetopia-Redaktion, merkt euch bitte: Das ist bei Juristen ein Anzeichen für wüsteste Spekulationen, meist über das Vertretbare weit hinaus.
Und noch ein Tipp: Sorgfältiger Journalismus ist es nicht, wenn man irgendwelche Leute interviewt und sie lapidar als “Experten” für irgendwas bezeichnet. Wie wäre die Angabe einer (für das Interview-Thema einschlägigen) beruflichen Position?
Der einzige Interviewte, der seinen gesunden Menschenverstand noch behalten hat, war ein Abteilungsleiter von Fireball, der darauf hinwies, daß man Kinder auch nicht alleine nach St. Pauli schicken würde.
Für alle anderen gilt: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten!