Tote im Regal

In der SZ vom Dienstag erschien bei den Todesanzeigen eine interessante Anzeige:

Tausende Tote im Regal

Sie ist eine Frau mit ungewöhnlichem Hobby: Bobby Rahneberg aus dem oberbayerischen Kipfenberg. Die 78-Jährige sammelt nämlich mit großer Leidenschaft Sterbebilder, sortiert sie nach Alphabet oder Sterbedatum. Wahre Schätze tun sich dem Betrachter auf, der eintaucht in die Geschichten und Lebensläufe der längst verstorbenen Persönlichkeiten, die Bobby Rahneberg über Jahrzehnte hinweg zusammengetragen hat. Mehrere hundert Ordner stehen in den Regalen und sichern die Sterbebilder von vielen Prominenten, Adeligen, Sportlern, Wissenschaftlern und Künstlern. Aber auch arme Bäuerinnen, jund verstorbene Mütter und Ordensfrauen finden bei Frau Rahneberg Aufnahme. Wer die Sammlung von Bobby Rahneberg vergrößern und Sterbebilder vor dem Vergessen sichern will, kann Bildchen an folgende Adresse schicken:

Bobby Rahneberg, Mühlleite 14, 85110 Kipfenberg

Vorläufig ohne Kommentar.

2 thoughts on “Tote im Regal

  1. Pingback: Jens' unfaehiges Weblog

  2. Dieses seltene Hobby deutet auf eine außergewöhnliche Frau hin. Frau Rahne-berg würde ich gerne einmal kennen lernen, damit sie mich durch ihre Sammlung führt. Sie “vereint” alle Menschen: einfache und studierte, prominente und unbe-kannte, und bewahrt sie so vor dem Vergessen. Man kann nur erahnen, wieviel verschiedene Schicksale nebeneinander “aufbewahrt” werden. Ich würde es be-grüßen, wenn alle “ihre” Sterbebilder für die Nachwelt erhalten bleiben. Hoffent- lich findet sich später jemand, der die Sammlung übernimmt und weiter führt.

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