Verwirrte Software

Als ich am letzten Mittwoch meine Rückfahrt von München plante, war natürlich mal wieder Tarifexegese angesagt, man will ja nichts verschenken.

Bei ansonsten gleichen Parametern (ICE München – Stuttgart) zeigte Hafas zwei verschiedene Fahrpreise, je nachdem, ob ich in München Hbf oder München-Pasing von der S-Bahn in den ICE umsteigen sollte.

Umsteigen in Pasing war 50 Cent teurer. Was war hier los? Sind etwa nicht sämtliche S-Bahn-Stationen im Innnenbereich des MVV in die tarifliche Gleichstellung unter der Sammelbezeichnung München einbezogen? Und sollte es nicht ansonsten günstiger sein, wenn ich die Strecke München Hbf – München-Pasing in der (langsameren und unbequemeren) S-Bahn zurücklege?

Des Rätsels Lösung: Das Tarifmodul von Hafas wird durch die Tücken des Bahntarifs offenbar gründlich durcheinander gebracht und berechnet zusätzlich die längere S-Bahn-Strecke nach Kilometer-Tarif.

Auch nach Auskunft des Kundendialogs der Die Bahn ist das billigere Ticket natürlich für beide Möglichkeiten gültig.

Bei Gelegenheit werde ich mal beide Möglichkeiten als Online-Ticket buchen (und wieder stornieren). Täte mich schon interessieren, worin sich denn die Wegeangaben nun unterscheiden.

Sprechende Namen

Es ist immer wieder nett, was für sprechende Namen manche Leute haben.

Da wäre zum Beispiel Herr Ballermann vom Kreiswehrersatzamt Bad Oldesloe zu nennen, der immer das in der Schule ausgehängte Ankündigungsschreiben über die Musterung der Abschlußjahrgänge unterzeichnete.

Oder Frau Bierschwall vom Arbeitsamt Kaltenkirchen, die zuerst meinen Antrag auf Arbeitslosengeld wortreich ablehnte und dann auf meinen Widerspruch doch gewähren mußte.

Gerade entdecke ich auch ein Schreiben der Techniker Krankenkasse, das mit den freundlichen Worten

Haben Sie Fragen? Natürlich stehen wir Ihnen auch weiterhin mit Rat und Tat zur Verfügung. Rufen Sie an, ich berate Sie gerne.

endete.

“Ich” ist die Sachbearbeiterin, die nur ganz versteckt im Briefkopf angegeben ist: Frau Sorgenfrei. Warum eigentlich? Das ist doch eine wunderbare Werbung!